Svvamp 2

(Review) SVVAMP – SVVAMP 2

Ein neuer Tag, eine neue Retrorockband aus Schweden. Diesmal heißen sie SVVAMP und bestehen aus den Freunden Adam Johansson, Henrik Björklund sowie Erik Stahlgren und sind, die Namen lassen es erahnen, nicht female-fronted, was in der Szene durchaus Seltenheitswert besitzt.

Musikalisch befinden wir uns irgendwo zwischen Cream, Mountain, Canned Heat oder Dr. Hook & The Medicine Show (erste Bandphase), Bands, die in dem Bereich eher selten referenziert werden. Auf SVVAMP 2 zeigen die schwedischen Jungs, wie eine traditionelle Retroplatte klingen sollte: Gitarre, Schlagzeug, Bass und Gesang, ordentlich verzerrt, wenig moderne Produktion und mit etwas zu kräftigem Low End.

Nach dem bluesrockigen Gitarrenintro Intro folgen einige riffige Songs, ehe mit Sunshine Street und How Sweet It Would Be sich zwei absolute Ohrwürmer in den Gehörgang des Musikfans schlängeln. Beiden luftig-locker arrangierten Songs liegt ein wunderbar altertümlich-bekiffter Refrain inne, der so klingt, als kenne man ihn bereits ewig. Zwei Songs, für heiße Sommertage in guter Gesellschaft. Unbedinger Anspieltipp!

SVVAMPs Größe besteht in ihrer Erdigkeit. In einem abgesteckten musikalischen Rahmen wissen sie sich genau zu bewegen, kennen ihre Stärken und verwandeln ihre Songs in großartiges Material. Der Stimmumfang wird exakt ausgereizt und immer nur marginal überschritten, was zu einem aus dem Southernrock altbekannten Effekt führt, der insbesondere bei Balladen seine Wirkung entfaltet.

SVVAMP 2 erfindet das Rad nicht neu. Doch das wollen die Jungs auch gar nicht. Es bleibt eine hervorragende Platte mit guten Songs, die einen viele Sommer begleiten wird und zwei herausragenden Songs für die Ewigkeit.

Hinweis: Alle Artikel wurden mir von der entsprechenden Plattenfirma / dem entsprechenden Verlag bzw. Verleih zwecks Rezension kostenlos zu Verfügung gestellt. Die Rezensionen sind demnach als Werbung zu betrachten.
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Wer ich bin: Ich schreibe Bücher, forsche zur Massenkultur (Comics!), komponiere, liebe Musik & bin hoffnungslos franko-/italophil.

Woran ich glaube: Wir sollten im Leben danach streben, Narren zu sein. Immer auf der Suche, niemals am Ziel, von Neugier getrieben, mit offenen Augen, Ohren & Geist durch die Welt gehend.