Malia – Black Orchid

Malia Black Orchid

Ein Coveralbum mit Nina Simone Songs? Nicht schon wieder… Aber – und das darf man ganz ungeniert schreiben – Malia interpretiert gut, nie belanglos, manchmal etwas zu easy. Es gehört definitiv Mut dazu, eine der wohl besten Jazzsängerinnen zu covern, eine Sängerin, die es verstand sowohl Standards als auch eigene Kompositionen mit einer einzigartigen Würde zu singen, wie es nur wenige Sängerinnen können, unter ihnen die ganz großen wie Billie Holiday und Sarah Vaughan. Black Orchid ist kein schlechtes Album, doch wird es immer nur ein Tributalbum bleiben, nie zu einem eigenständigen Klassiker werden. Die hundertste Coverversion von Screamin‘ Jay Hawkins wird immer nur Abklatsch der grandiosen Urversion sein (und damit ist die wilde, zügellose, weniger bekannte Fassung des Sänger gemeint, nicht die domestizierte Version, die vielen im Gedächtnis ist). Vielleicht ist es am schlauesten, Black Orchid als das zu benennen, was es letztendlich ist: Ein schönes, ziemlich gutes Nina-Simone-Tributalbum mit ein paar netten Ideen (Four Women, Baltimore). Nicht mehr und nicht weniger.

Subjektiv: [xrr rating=3/5] Obbjektiv: [xrr rating=3/5]

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Wer ich bin: Ich schreibe Bücher, forsche zur Massenkultur (Comics!), komponiere, liebe Musik & bin hoffnungslos franko-/italophil.

Woran ich glaube: Wir sollten im Leben danach streben, Narren zu sein. Immer auf der Suche, niemals am Ziel, von Neugier getrieben, mit offenen Augen, Ohren & Geist durch die Welt gehend.