V. A. – Vogelperspektive Vol. 1

Vogelperspektive Vol. 1 CD Cover

Vogelperspektive, das sind Alfred Vogel, Simon Frick, David Helbock, Billy Martin (Medeski, Martin & Wood) und andere Musiker, die sich zum gemeinsamen Experimentieren zusammengefunden haben. Dabei handelt es sich aber nicht um eines der Jamsessions, die auf Tonalität baut, sondern die Liebe zum Experimentieren vereint die unterschiedlichen Künstler. Da wären z. B. das wuchtige Jim Crow, elektronsch treibend, schon beinahe konventionell (im Vergleich zu den anderen Stücken, versteht sich), mit grandiosem Violinensolo, oder Man On The Harmonica mit seinem überdeutlichen Ennio Morricone Zitat, aber auch das vorsichtige tasten in Was Übrig Bleibt… Vogels Gespür für den richtigen Ton – in Kombination mit dem richtigen Beat – ist ganz hervorragend. Vol. 1 klingt nach Stockhausen, dem legendären Acid Mothers Temple oder Collection Of Improvising Artists. Frei heraus und ohne musikalische Hemmungen ist Vol. 1 zu einem, man verzeihe mir die Ausdrucksweise, „krassen“ Album geworden.

Erschienen bei Boomslang Records.

Subjektiv:[xrr rating=5/5] Objektiv:[xrr rating=5/5]

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Wer ich bin: Ich schreibe Bücher, forsche zur Massenkultur (Comics!), komponiere, liebe Musik & bin hoffnungslos franko-/italophil.

Woran ich glaube: Wir sollten im Leben danach streben, Narren zu sein. Immer auf der Suche, niemals am Ziel, von Neugier getrieben, mit offenen Augen, Ohren & Geist durch die Welt gehend.