Tonträger der Woche: V. A. – GeisterBahn

GeisterBahn CD Cover

Es ist schon ein wenig traurig: Da siedeln ein paar Engländer nach Deutschland über und wundern sich, dass die hiesige Musiklandschaft ausschließlich von anglo-amerikanischem Radiopop geprägt ist und selbst deutsche Bands sich diesem Diktat unterwerfen. Also beschließt man Abhilfe zu schaffen und nimmt ein Album mit deutschen Volksliedern auf, die teils traditionell, teils englisch instrumentiert werden und trotz englischem Akzent (oder gerade wegen diesem) unfassbar gut funktionieren. Allen Liedern wohnt eine brennende Aktualität inne, sei es das Totentanzlied, Tanz mir nicht mit meiner Jungfer Käthen oder die Schwäbische Bauernklage. Produzent Andrew Cadie ist mit GeisterBahn ein funkelndes Album gelungen, das es ermöglicht, eine Beziehung zum heimischen Liedgut fernab von Schlager und andenen Verbrechen aufzubauen. Es zeigt, dass nicht nur Frankreich oder England eine blühende Musikkultur zu verwalten haben. Auf das die alten Melodien nicht in Vergessenheit geraten!

Erschienen bei Steeplejack Music / Inakustik.

Subjektiv:[xrr rating=4/5] Objektiv:[xrr rating=4/5]

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Wer ich bin: Ich schreibe Bücher, forsche zur Massenkultur (Comics!), komponiere, liebe Musik & bin hoffnungslos franko-/italophil.

Woran ich glaube: Wir sollten im Leben danach streben, Narren zu sein. Immer auf der Suche, niemals am Ziel, von Neugier getrieben, mit offenen Augen, Ohren & Geist durch die Welt gehend.