V. A. – C’est ça la Pop! Die jungen Wilden aus Frankreich

Die jungen Wilden aus Frankreich

Ausnahmsweise mal eine Kritik zu einem rein digitalen Album: C’est ça la Pop. Die jungen Wilden aus Frankreich ist ein Sampler, der versucht, die Nouvelle Scene Francaise auf 19 Stücke zusammenzufassen. Die Trackliste liest sich gut: Zaz, Coralie Clément, Keren Ann, Soha, M, Benjamin Biolay, Camélia Jordana, Chat, Raphael, Francoiz Breut oder Loane (Kritik zu ihrem neuen Album Le Lendemain folgt in Kürze), sie alle sind Teil der Szene. Lediglich die Stückauswahl ist manchmal etwas seltsam. Zaz mit Je veux musste natürlich sein, ist quasi das Zugpferd der Kompilation. Auch bei Claire Denamur und Camelia Jordana gibt es nichts zu meckern. Warum aber ausgerechnet Je dis aime von M und nicht seine phänomenale, in Deutschland bisher unveröffentlichte Sean Lennon Kollaboration L’Eclipse? Ein Track, der an Freshness kaum zu überbieten ist. Warum Benjamin Biolays Qu’est ce que Ça peut faire und nicht La Superbe, Padam oder das inzwischen etwas ältere Rose Kennedy? Immerhin ist mir Francoiz Breuts Si tu disais auch ein inzwischen fast 10 Jahre alter Track vertreten. Überhaupt fragt man sich, warum die Auswahl teils so seltsam geraten ist. Wo ist z. B. Coeur De Pirate? Wo Berry? Wo Vincent Delerme, Emmanuelle Seigner und Rose? Der Sampler ist hier nicht konsequent. Zwar nennt er sich Die jungen Wilden aus Frankreich – aber was haben Stacey Kent oder Francoiz Breut dann dort verloren? Nichtsdestotrotz ist der Sampler relativ gut gelungen, schafft für den Einsteiger einen guten Überblick und da er lediglich als Download erhältlich ist, kann man sich die von mir genannten, fehlenden Künstler und Tracks dazu kaufen.

Erschienen bei EMI / EMM.

Subjektiv:[xrr rating=3/5] Objektiv:[xrr rating=3/5]



Keren Ann – Ailleurs von kerenann

Hinweis: Alle Artikel wurden mir von der entsprechenden Plattenfirma / dem entsprechenden Verlag bzw. Verleih zwecks Rezension kostenlos zu Verfügung gestellt. Die Rezensionen sind demnach als Werbung zu betrachten.
Werbung: Wenn dir der Artikel gefällt, wirst du mein Buch lieben: The Beach Boys - Pet Sounds

Wer ich bin: Ich schreibe Bücher, forsche zur Massenkultur (Comics!), komponiere, liebe Musik & bin hoffnungslos franko-/italophil.

Woran ich glaube: Wir sollten im Leben danach streben, Narren zu sein. Immer auf der Suche, niemals am Ziel, von Neugier getrieben, mit offenen Augen, Ohren & Geist durch die Welt gehend.