Jonathan Wilson – Gentle Spirit

Jonathan WIlson Gentle Spirit CD Cover

Eigentlich wollte ich mir heuten den 6 Stündigen Die Schlümpfe Marathon auf einem Pay-TV Cartoonsender anschauen, aber dann kam doch Gentle Spirit von Jonathan Wilson dazwischen. Jonathan Wilsons Liebe ist psychedelischer Folkpop der späten 60er Jahre, wie man ihn von Graham Nash oder Dennis Wilson (die traurigen Lieder) kennt. Also wunderbar Laid-Back, viele Stücke zu lang, mit Melotron, Hammondorgel, Vibraphone und viel Akustikgitarre. Gentle Spirit klingt wie ein vergessenes Album der 60er, aufgenommen von einem aufstrebenden Musiker. 78 Minuten Wohlklang. Vor einigen Jahren hätte ich die Platte den ganzen Sommer lang auf Endlosschleife gehört, nur kurz unterbrochen von Amorphous Androgynous‘ The Isness (nebenbei bemerkt: Eine richtig gute Platte!). Leider ist Gentle Spirit, wie bereits angedeutet, zu lang, manchmal wirkt es konstruiert, nicht willig, den Song enden zu lassen (Woe is me). Und dennoch lässt sie aufhorchen, denn derartiger Pop ist immer wieder hocherfreulich.

Erschienen bei Cooperative Music / Bella Union.

Subjektiv:[xrr rating=3/5] Objektiv:[xrr rating=3/5]

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Wer ich bin: Ich schreibe Bücher, forsche zur Massenkultur (Comics!), komponiere, liebe Musik & bin hoffnungslos franko-/italophil.

Woran ich glaube: Wir sollten im Leben danach streben, Narren zu sein. Immer auf der Suche, niemals am Ziel, von Neugier getrieben, mit offenen Augen, Ohren & Geist durch die Welt gehend.