Joshua Redman, Aaron Parks, Matt Penman, Eric Harland – James Farm

James Farm CD Cover

Redman, Parks, Penman und Harland. Drei Namen, die für Qualität stehen, aber keine Superstars sind. Ein nettes Line-Up von Musikern, die einem bereits untergekommen sind und einen recht positiven Eindruck hinterließen. Joshua Redmans Projekt James Farm wird vielerorts gefeiert (Montreux Jazz Festival), es gilt als Album, das sich, ähnlich denen von Miles Davis, auch einer jazzfernen Hörerschaft erschließen wird. Ein Urteil dem ich mich anschließen kann. Doch ist der Eindruck zwiespältig. Stücke wie Bijou oder Coax sind zwar schön, aber auch so – oder so ähnlich – bereits auf unzähligen anderen Jazzplatten zu hören, dort meist besser, radikaler, unverbrauchter. Es ist ein wenig, wie die letzten Alben von Nils Petter Molvaer: Wer viel Jazz hört, weiß, unweigerlich, was kommen wird. Sicher ist das nicht unbedingt schlecht, nimmt aber die Spannung. Doch wie soll man James Farm einordnen? Totalausfall? Kommerz? Nebenprojekt? Geniestreich? Es werden viele Kritiken folgen, in denen das Album mit genau diesen Worten beschrieben wird. Mein persönlicher Eindruck schwankt zwischen großartig (Chronos), bieder und bereits anderswo gehört, also langweilig (Coax). Wer wenig Jazz hört, wird seine Freude daran haben und auch beinharte Jazzhörer werden hier mit neuem Stoff versorgt, den man aber nicht zwingend gehört haben muss. Gut, aber nicht Großartig.

Erschienen bei Nonesuch / Warner.

James Farm bei Myspace.

 

Subjektiv:[xrr rating=2/5] Objektiv:[xrr rating=3/5]

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Wer ich bin: Ich schreibe Bücher, forsche zur Massenkultur (Comics!), komponiere, liebe Musik & bin hoffnungslos franko-/italophil.

Woran ich glaube: Wir sollten im Leben danach streben, Narren zu sein. Immer auf der Suche, niemals am Ziel, von Neugier getrieben, mit offenen Augen, Ohren & Geist durch die Welt gehend.