Tonträger der Woche: Collective Of Improvising Artists – Thousand Miles Journey

Collection Of Improvising Artists CD Cover

Collective Of Improvising Artists (kurz: CIA) sind, wie der Name vermuten lässt ein Kollektiv aus improvisierenden Musikern wie David Helbock und Johannes Bär unter der Leitung von Peter Madsen, der mit der schrecklich untalentierten Band gleichen Namens wenig gemein hat. Das faszinierendste am Album ist wohl die geografische Herkunft: Alle Musiker leben im Vorarlberg, was sich aber keineswegs auf den Sound auswirkt. Vielmehr ist das quicklebendige Album des CIA eine Mischung aus Stomu Yamash’tas Red Buddha, Embryos Embryos Reise, Sun Ra und diversen Volksmusiken wie der Persischen, Chinesischen oder Moldawischen. Das Album wird übrigens mit dem abgedroschenen Bild einer Reise beschrieben, was aber in diesem Falle wirklich zutrifft. Beizeiten erinnert es mehr an Krautrock als an Jazz, wer aber an den bereits genannten Alben und Helbocks jüngst erschienenem Random/Control seinen Spaß hatte, ist hier bestens bedient. Eine Platte, die progressiven Musikhörern jede Menge Freude bereiten sollte.

Erschienen bei Boomslang Records.

Subjektiv:[xrr rating=5/5] Objektiv:[xrr rating=5/5]

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Wer ich bin: Ich schreibe Bücher, forsche zur Massenkultur (Comics!), komponiere, liebe Musik & bin hoffnungslos franko-/italophil.

Woran ich glaube: Wir sollten im Leben danach streben, Narren zu sein. Immer auf der Suche, niemals am Ziel, von Neugier getrieben, mit offenen Augen, Ohren & Geist durch die Welt gehend.