Tonträger der Woche: mob – mob

mob Band CD Cover

Über mob habe ich bereits 2009 geschrieben. Ihre melancholische Popmusik hatte mich zu diesem Zeitpunkt bereits gefangen genommen, mit ihrem zweiten, selbstbetiteltem Album, gelingt es der Wiener Band nun, den Hörer vollkommen zu verzaubern. Musikalisch gesehen findet hier ein kleiner Quantensprung statt, es geht qualitativ deutlich aufwärts. Erschienen mir die Melodien auf Mich kriegt ihr nicht noch etwas zu gleichförmig, wurde dieses Makel auf dem neuen Album rigoros ausgemerzt. War der heimliche Hit damals das letzte Stück (Die Musik), so ist es nun gleich der erste Track Ich bin leicht. Diese Stadt treibt sich herum / sie nimmt von mir keine Notiz – es gibt Musiker, die für so einen lyrischen Höhepunkt, auch in Kombination mit dem Schönklang der Komposition, ihre Großmutter verkaufen würden. Obendrein hat absolut jedes Stück Ohrwurmcharakter, sei es nun Hundeleben oder Es tut weh und es ist gut. Alles in allem ist mob das Album einer Band, die sich, was künstlerischen Anspruch angeht, auf der Überholspur befindet. Immer mal wieder werden die Wiener mit Element Of Crime verglichen – mir gefällt mob inzwischen um einiges besser. Ein Album auf Dauerrotation.

Erschienen bei Problembär Records.

Myspace.

Subjektiv:[xrr rating=4/5] Objektiv:[xrr rating=4/5]

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Wer ich bin: Ich schreibe Bücher, forsche zur Massenkultur (Comics!), komponiere, liebe Musik & bin hoffnungslos franko-/italophil.

Woran ich glaube: Wir sollten im Leben danach streben, Narren zu sein. Immer auf der Suche, niemals am Ziel, von Neugier getrieben, mit offenen Augen, Ohren & Geist durch die Welt gehend.