Tonträger der Woche: David Helbocks’s Random / Control

David Helbock Random Control Cover

Öpfili, bist so kugelrund. 2 Bläser, ein Pianist. Das klingt verdächtig nach Alpenromantik. Doch die Neugier siegt: Zwar handelt sich bei eingangs zitiertem Stück wirklich um ein Volkslied, doch ist die Umsetzung keineswegs volkstümlich. Einem Gewitter gleich bricht die volle Wucht des Trios um David Helbock über den Hörer hinein, nur um auf 09.01.2009 abzuflauen, sich zu beruhigen und trotzdem von einer elektrisierenden Spannung umgeben zu sein. Interessant: Sowohl Hellbock als auch Andi Broger und Johannes Bär spielen mindestens fünf Instrumente, die im steten Wechsel befindlich die expressionistischen Stücke höchst abwechslungsreich gestalten und immer wieder neue Möglichkeiten auftun, die Musikrichtung ändernd überzeugen. Exemplarisch seien da 05.01.2009 oder Lennie’s Pennies genannt, aber auch No Therapy for Monkaholics und Beelzebub Song treten den Beweis an. Lediglich Don’t Forget The Poet und Dreamcatcher lassen es wirklich ruhig angehen, passen aber perfekt zum wüsten Klangfeuerwerk der übrigen Stücke. Ein spannendes, wirklich abwechslungsreiches Album.

Erschienen bei Traumton / Indigo.

Subjektiv:[xrr rating=5/5] Objektiv:[xrr rating=4/5]

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Wer ich bin: Ich schreibe Bücher, forsche zur Massenkultur (Comics!), komponiere, liebe Musik & bin hoffnungslos franko-/italophil.

Woran ich glaube: Wir sollten im Leben danach streben, Narren zu sein. Immer auf der Suche, niemals am Ziel, von Neugier getrieben, mit offenen Augen, Ohren & Geist durch die Welt gehend.