Schule der Unruhe – la bombe

schule der unruhe cd cover la bombe

Traumton / Indigo

La bombe von Schule der Unruhe hörte ich zum ersten Mal, als ich meine Bachelornote erfuhr. Dabei schien die depressive Stimmung des Albums nun so gar nicht zu meinen euphorischen Gefühlen zu passen, die an diesem Tage in mir brodelten. Mit Spoken Words Künstlern kann ich gemeinhin nicht viel anfangen, mit Schweizer Akzent noch weniger. Doch erinnert mich Jürg Halters Art des Vortrags an Ludwig Hirsch, einen Liedermacher, den ich sehr schätze und der es ebenso versteht, mit seinen zynischen Texten den Hörer zu fesseln. Besonders deutlich wird die Fesselungskunst an den Stücken Guten Morgen, Deutschland und dem Schweizer Psalm, der ein Land in das Korsett eines 6 Minuten Stücks zu zwängen versteht. Unaufhaltsam nähert sich Halter dem Höhepunkt, es entsteht eine unfassbar intensive Spannung, die zu einem furiosen Finale führt. Leider hat das Album aber auch ein paar Schwachstellen. Es überzeugt nicht komplett, hat aber genug Highlights, um es immer wieder hören zu wollen.

Subjektiv:[xrr rating=3/5] Objektiv:[xrr rating=4/5]

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Wer ich bin: Ich schreibe Bücher, forsche zur Massenkultur (Comics!), komponiere, liebe Musik & bin hoffnungslos franko-/italophil.

Woran ich glaube: Wir sollten im Leben danach streben, Narren zu sein. Immer auf der Suche, niemals am Ziel, von Neugier getrieben, mit offenen Augen, Ohren & Geist durch die Welt gehend.