Raphael – Pacific 231

Raphael Pacific 231

Raphael ist ein in Frankreich hochgelobter Musiker, dessen Album Pacific 231, aufgrund des Erfolgs in der Heimat, nun auch in Deutschland veröffentlicht wird. Ist die Frankreichecke der Plattenläden hierzulande deutlich feminin geprägt, mit Sängerinnen wie Rose, Berry oder Francoiz Breut herrscht bei den Herren eher Leere. Lediglich Benjamin Biolay und selten, ganz selten, Serge Gainsbourg stehen dort zwischen einer gefühlten weiblichen Übermacht. Völlig zu Unrecht, wie man behaupten darf! Sicherlich ist Raphael kein neuer Serge Gainsbourg, auch kein Benjamin Biolay, aber sicher ist er es wert, entdeckt zu werden. La Petite Misère zeigt sein Talent für lockere Melodien (die leider manchmal von zu sperrigen Arrangements dominiert werden), Le Patriote ist locker-fluffig, fies getextet und in Dharma Blues sind orientalische Einflüsse hörbar. Mit Pacific 231 legt Raphael ein Album vor, das nicht vollkommen überzeugt (so hat man Arrangements wie in Terminal B schon zu oft gehört) aber durchaus einige Highlights zu bieten hat. Lediglich seine Stimme wirkt im Vergleich mit Benjamin Biolay etwas limitiert.

Erschienen bei EMI

Subjektiv:[xrr rating=3/5] Objektiv:[xrr rating=3/5]

Anspieltipp.

Hinweis: Alle Artikel wurden mir von der entsprechenden Plattenfirma / dem entsprechenden Verlag bzw. Verleih zwecks Rezension kostenlos zu Verfügung gestellt. Die Rezensionen sind demnach als Werbung zu betrachten.
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Wer ich bin: Ich schreibe Bücher, forsche zur Massenkultur (Comics!), komponiere, liebe Musik & bin hoffnungslos franko-/italophil.

Woran ich glaube: Wir sollten im Leben danach streben, Narren zu sein. Immer auf der Suche, niemals am Ziel, von Neugier getrieben, mit offenen Augen, Ohren & Geist durch die Welt gehend.