Juli – In Love

Juli In Love Eva Briegel

Universal / Miraphon /Island

Juli standen für mich lange Zeit im Schatten der Helden, was sich dann aber schlagartig veränderte, als die Singleauskopplung von In Love, Elektrisches Gefühl, ihren Weg auf meinen Sekretär fand. Mit Elektrisches Gefühl gelang der sympathischen Band um Eva Briegel das Kunststück, das den Helden seit Soundso nicht mehr gelang: Man hörte hin, Text und Melodie fesselten und es wurde mehr als nur einmal auf die Repeat Taste der Stereoanalage gedrückt. Doch gelingt es auch, den Sound auf Albumlänge überzeugend zu vermitteln? Nicht ganz. Nach dem Opener Immer wenn es dunkel wird und dem textlich schwächelndem, aber musikalisch starkem Süchtig, ist Eisenherz das erste Stück, das aufhorchen lässt. Ein weiteres Highlight: Woanders zu Hause. Ich pack‘ meine Sachen / Und lasse sie stehen / Nur im Kühlschrank brennt noch Licht / Niemand soll mich glühen sehen. Ab Elektrisches Gefühl geht es dann richtig los. Das Titelgebende Ich bin in Love (Paris), Du lügst so schön (Ich will die Wahrheit gar nicht wissen / Ich will die Wahrheit gar nicht hörn / Denn Du lügst so schön / Dass ich dir nicht glauben kann / Du gibst mir reines Gift / Aber ich trink es wie Gold / Ich weiß nicht warum / Aber ich hab‘ es gewollt), Jessica (ein wenig Betroffenheitslyrik darf durchaus mal sein) und Die Sterne fallen überzeugen auf ganzer Linie, lediglich Seenot fällt aus dem Rahmen und erinnert ein wenig an die Texte des zweiten Heldenalbums Von Hier An Blind.

Juli orientieren sich weniger an alternativem Pop, man hat das Gefühl, sie würden mehr Wert auf die Texte legen, ein wenig Einflüsse aus dem Chanson ergeben ein überzeugendes Bild. Man ist erwachsen geworden.

Subjektiv:[xrr rating=4/5] Objektiv:[xrr rating=3/5]

Das Musikvideo findet ihr bei Sevenload.

Hinweis: Alle Artikel wurden mir von der entsprechenden Plattenfirma / dem entsprechenden Verlag bzw. Verleih zwecks Rezension kostenlos zu Verfügung gestellt. Die Rezensionen sind demnach als Werbung zu betrachten.
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