Tonträger der Woche: Lyambiko – Something Like Reality

Sony

Lyambikos Stimme ist gewöhnungsbedürftig. Das ist aber nicht im negativen Sinn gemeint. Sie wirkt ungeheuer trocken, als hätte man beim Mix den Hall vergessen. Beim ersten Hören ist das befremdlich, beim zweiten Mal entsteht das Gefühl einer gewissen Intimität. Mir vorher nur vom Namen nach bekannt, habe ich doch recht schnell eine gewissen Vorliebe für die Sängerin entwickelt. Das Album ist sehr funky geworden (Don’t Stand By Me, Taxi), enthält aber auch eine Menge Balladen. So ist für jeden Jazz-/Soulfan etwas dabei. Besonders schön ist, dass Coverversionen wie Work Song, Crossroads oder Black Hole Sun immer eine gewisse Eigenständigkeit beibehalten und sich vom 08/15 Jazzsängereinheitsbrei wohlig entfernt. Mein einziger Kritikpunkt sind die erwähnten Balladen, die für mich etwas deplatziert wirken – aber auch nicht wirklich stören.

Musikvideo

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Wer ich bin: Ich schreibe Bücher, forsche zur Massenkultur (Comics!), komponiere, liebe Musik & bin hoffnungslos franko-/italophil.

Woran ich glaube: Wir sollten im Leben danach streben, Narren zu sein. Immer auf der Suche, niemals am Ziel, von Neugier getrieben, mit offenen Augen, Ohren & Geist durch die Welt gehend.