Tonträger der Woche: The Black Keys –Brothers

The Black Keys Brothers CoverV2 / Cooperative Music / Universal

Nach 2 Jahren des Wartens kommt nun endlich ein neues Album des Bluesduos aus Ohio auf den Markt. War ich von den Veröffentlichungen nach Thickfreakness eher enttäuscht – irgendwie war mir die Musik nicht roh genug – muss ich dem neuen Album Brothers mein uneingeschränktes Lob aussprechen. Was hat der Blues nicht alles an kommerzieller Verunglimpfung ertragen müssen… Erst der Showblues, dann die talentbefreite „Schlagzeugerin“ Meg White und ihr durchaus talentierter Weggefährte Jack (der bei mir vor allem durch die Aufbereitung alter Volkslieder im Unterwegs nach Cold Mountain Soundtrack punkten konnte) und dann noch das ewig Gestrige als anheftendes Klischee. Dan Auerbach und Patrick Carneys Album entstand nicht – wie zuvor – in der Waschküche sondern im Muscle Shoals Sound Studio; Danger Mouse half hier und da aus. Zwar wurde hier erstmals überhaupt produziert – dennoch klingt das Album roh und ganz im Sinne der Vorgänger. Und wer wird sich angesichts von Stücken wie Every Lasting Light, She’s Long Gone oder Next Girl, mit seinem düsteren Sumpfbeat noch beklagen wollen? Ich nicht.

Hinweis: Alle Artikel wurden mir von der entsprechenden Plattenfirma / dem entsprechenden Verlag bzw. Verleih zwecks Rezension kostenlos zu Verfügung gestellt. Die Rezensionen sind demnach als Werbung zu betrachten.
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Wer ich bin: Ich schreibe Bücher, forsche zur Massenkultur (Comics!), komponiere, liebe Musik & bin hoffnungslos franko-/italophil.

Woran ich glaube: Wir sollten im Leben danach streben, Narren zu sein. Immer auf der Suche, niemals am Ziel, von Neugier getrieben, mit offenen Augen, Ohren & Geist durch die Welt gehend.