Tonträger der Woche: Jack Johnson – To The Sea

Jack Johnson To The Sea CoverBrushfire Records / Universal

„Du Julian, warum gehst du eigentlich nie in die Baggi?”, fragt mich mein Freund und ich antworte: „Ach, weißt du, die sehen da doch alle gleich aus…“. Er unterbricht mich euphorisch und fügt hinzu: „Jaaaa! Alle gleich GEIL!“. Und ich frage ihn, ob es eigentlich Betrug ist, wenn man da mit einer Anderen rummacht, denn wenn alle gleich aussehen (für Hannover unkundige: blond und tussig), wie will man sich da noch orientieren? Wir überlegen einen Moment, lachen und machen uns auf den Weg in unser Lieblingsbistro, dass es seit geraumer Zeit nicht mehr gibt. Was für die Frauenwelt des Osho gilt, jenen von der gleichnamigen Sekte gegründeten Club, der zur Einheitsdisco verkommen ist, gilt auch immer irgendwie für den Output von Jack Johnson. Obwohl jedes Album im Kern gleich klingt, jeder Song von einer immer gleichbleibenden Lässigkeit ist, so ist doch jedes Album exakt gleich gut. Damit kein Missverständnis aufkommt: Johnsons Alben sind keine Discotussis, eher stilvolle, umweltbewusste Studentinnen. Mein Favorit wird immer das etwas aus der Reihe tanzende Album zum Film „Curious George“ bleiben, Film und Soundtrack liebe ich einfach. Aber auch To The Sea, dass neue Album von Johnson ist nicht schlecht. Es reiht sich ein in eine Reihe guter, chilliger Alben, die einen unglaublich entspannen können. Sonne, Strand, Jack Johnsonplatte – Kritiker glücklicher. Let The Sunshine In! Sommer, du kannst kommen!

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Wer ich bin: Ich schreibe Bücher, forsche zur Massenkultur (Comics!), komponiere, liebe Musik & bin hoffnungslos franko-/italophil.

Woran ich glaube: Wir sollten im Leben danach streben, Narren zu sein. Immer auf der Suche, niemals am Ziel, von Neugier getrieben, mit offenen Augen, Ohren & Geist durch die Welt gehend.