Sandrine Mallick – Lucioles

Frémeaux & Associés / City Records

Neben gesäuseltem Chanson wird oft vergessen, dass es auch noch den Chanson Swing gibt, der vor allem durch Django Reinhardt berühmt wurde und sehr mitreißend ist. Sandrine Mallick macht eben solche Musik und überzeugt mit einer tollen Stimme, die nicht immer perfekt aber songdienlich intoniert. Lucioles erzeugt die Illusion ein vergessenes Album der 40er Jahre in den Händen zu halten. Dennoch ist das auch die größte Schwäche des Albums. Es wäre damals sicher ein gutes Album gewesen, ob man die Musik aber heute noch hören würde, wie es bei Reinhardt oder Grapelli der Fall ist, sei dahingestellt. Dennoch: Für die Swingparty oder ein beswingtes Dinner ist die Musik bestens geeignet – und das Mallick überhaupt mit Grapelli / Reinhardt zu vergleichen ist, sagt eigentlich schon eine Menge über sie aus. Und dann gibt es da noch so schöne Balladen wie Les P’Tits Moineaux. Einfach mal reinhören!

Ach ja, noch zwei Worte zum Cover: Völlig daneben. Das Booklet zeigt, dass es auch anders geht.

Da Mallick im französischen Fernsehen meist übelsten Schlager interpretiert, solltet ihr lieber ihre Labelseite besuchen.

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Wer ich bin: Ich schreibe Bücher, forsche zur Massenkultur (Comics!), komponiere, liebe Musik & bin hoffnungslos franko-/italophil.

Woran ich glaube: Wir sollten im Leben danach streben, Narren zu sein. Immer auf der Suche, niemals am Ziel, von Neugier getrieben, mit offenen Augen, Ohren & Geist durch die Welt gehend.