Rebekka Bakken – Morning Hours

Rebekka Bakken - Morning Hours Cover - CMS SourceUniversal

Lang ist es her, dass ich Rebekka Bakkens Musik zum ersten Mal hörte. Damals war sie noch Gastsängerin bei Julia Hülsmann und die gemeinsam aufgenommene CD hat meine Ohren für den Jazz geöffnet (Ok, Zappa hat auch seinen Teil getan). Es ist schon interessant: Verfolgt man Rebekka Bakkens Karriere, von der Zusammenarbeit mit Wolfgang Muthspiel bis hin zum aktuellen Werk, so hat sie sich stetig weiterentwickelt. Nie hat sie gelangweilt, niemals ist sie in eine Belanglosigkeit abgerutscht in der sich von Zeit zu Zeit Musikerinnen wie Diana Krall oder Norah Jones befinden, mit denen sie oft verglichen wird. Bei Konzerten improvisiert sie dann auch und da wächst das schöne So Ro zu einem 15-minütigen Epos heran, dass einen an Nils Petter Molvaer erinnert. Das alles gilt natürlich auch für die neue Scheibe. Absichtlich habe ich eine Woche gewartet um zu bewerten, denn anfangs empfand ich die CD als zu flach. Im Nachhinein bin ich jedoch zu der Überzeugung gekommen, dass die Platte sehr wohl „hängenbleibt“. Der neue Produzent hat ihren Sound nicht wirklich verändert. Zwar lugen immer wieder Country und Folk hervor – aber Bakken bleibt Bakken. Songwriterjazz für Herbst und Winterabende, der Norah Jones und Diana Krall Fans gefallen könnte und dennoch widerspenstig ist.

subjektiv5sterne

objektiv5sterne

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Wer ich bin: Ich schreibe Bücher, forsche zur Massenkultur (Comics!), komponiere, liebe Musik & bin hoffnungslos franko-/italophil.

Woran ich glaube: Wir sollten im Leben danach streben, Narren zu sein. Immer auf der Suche, niemals am Ziel, von Neugier getrieben, mit offenen Augen, Ohren & Geist durch die Welt gehend.