Berry – Mademoiselle

Berry_MademoiselleMercury / Universal

Berrys Album beginnt mit dem tollen Mademoiselle, auf dem kein geringerer als Eumir Deodato die Streicher dirigiert. Mit so einem Fürsprecher kann doch eigentlich gar nichts mehr schiefgehen, oder? Und siehe da – das tut es auch nicht! Stücke wie Belle Comme Tout oder Love Afair sind extrem entspannt, leider aber auch auf die Dauer etwas ermüdend. Nicht weil die Stücke schlecht wären, sondern weil eine gewisse Verspieltheit fehlt, wie wir sie von Rose, Marianne Dissard oder Charlotte Gainsbourg kennen. Dennoch versprüht die CD einen gewissen Charme, so z.B. bei Plus Loin oder Inutile. Auch Cheri überzeugt mit seiner Gainsbourg-Reminiszenz. Und spätestens bei Les Heures Bleues sind die kleinen Schwächen des Albums längst vergessen. Das Album befindet sich irgendwo zwischen Rose und Carla Bruni. Besser als Carla Bruni, schlechter als Rose, aber dennoch ungemein bezaubernd. Und seien wir mal ehrlich: Rein optisch hat Berry dem frankophilen Rezensenten einiges zu bieten!

subjektiv3sterne

objektiv3sterne

Wenn dir der Artikel gefällt, wirst du mein Buch lieben: The Beach Boys - Pet Sounds

Wer ich bin: Ich schreibe Bücher, forsche zur Massenkultur (Comics!), komponiere, liebe Musik & bin hoffnungslos franko-/italophil.

Woran ich glaube: Wir sollten im Leben danach streben, Narren zu sein. Immer auf der Suche, niemals am Ziel, von Neugier getrieben, mit offenen Augen, Ohren & Geist durch die Welt gehend.