Yann Tiersen – Die fabelhafte Welt der Amélie

amelieLabels / EMI

Die fabelhafte Welt der Amélie gehört zu der Sorte Filme, die ich ganz fürchterlich finde und den ich doch immer wieder gucken muss, weil er irgendetwas in mir glücklich macht. Ich vermute, es ist das Verlangen nach einer heilen Welt. Genau weiß ich es jedoch nicht und ich bin auch nicht gewillt, danach zu forschen. Die Musik hingegen finde ich toll. Yann Tiersen spielt auf dem von ihm komponierten Soundtrack wirklich alle Instrumente selbst, eine enorme künstlerische Leistung also. Die Instrumente sind zum Teil recht seltsam: Spielzeugklavier, Schreibmaschine, Melodica – um nur einige zu nennen. Die Musik ist, wie immer bei Tiersen, beschwingt und schon fast aufdringlich fröhlich. Unterbrochen wird die französische Endorphinmischung nur von den Songs Guilty und Si Tu N’Étais Pas Lá, die auch nicht weiter stören, fügen sie sich doch perfekt in das Gesamtbild ein. Ich will es mal so sagen: Wer relativ kitschresistent ist wird die CD vermutlich fürchterlich finden und sollte lieber zu Tiersens L’absente greifen, wer hingegen in einer Amelieblase lebt oder kitschaffin ist, darf bedenkenlos zugreifen. Ach ja: Obwohl Audrey Tautou sehr hübsch ist, ist das Cover ein Griff ins Klo.

subjektiv4sterne

objektiv3sterne

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Wer ich bin: Ich schreibe Bücher, forsche zur Massenkultur (Comics!), komponiere, liebe Musik & bin hoffnungslos franko-/italophil.

Woran ich glaube: Wir sollten im Leben danach streben, Narren zu sein. Immer auf der Suche, niemals am Ziel, von Neugier getrieben, mit offenen Augen, Ohren & Geist durch die Welt gehend.