Reebosound am 09.05.2009 in der Glocksee

reebo 053Reebosound sah ich zum ersten Mal vor zwei oder drei Jahren im Chez Heinz im Rahmen des Omaha – Festivals. Mir fiel damals auf, dass es quasi mehr Musiker als Gäste gab und die Verstärker den kleinen Raum fast zur Hälfte füllten. Die Lautstärke, die schon hart am Limit war, wurde durch einen sauberen Mix und eine gut aufgelegte Band unterstützt.
Am letzten Samstag ist der Veranstaltungsort größer und es stehen deutlich mehr Menschen vor der Bühne, als auf ihr. Auch sind die Lautsprecher nicht mehr ganz so bedrohlich wie einst im Chez Heinz. Nachdem wir schon gegen 20 Uhr eintreffen, müssen wir uns noch einige Stunden die Zeit vertreiben, bis das Konzert anfängt. Gegen 11 geht das Konzert dann endlich los. Der Sound hat sich in den letzten Jahren etwas vom Punk entfernt und tendiert mehr in Richtung Postrock (a la Explosions In the Sky – nur deutlich kürzer) und frühe Garagepsychedelic (Iggy Pop trifft auf 13th Floor Elevator). Ich halte die Entwickelung für äußerst positiv. Das Set ist ebenfalls gut gewählt, es werden alle Songs der Myspace Seite gespielt, also auch mein persönlicher Favorit Old Friend From Planet Nine. Dazu kommen noch ein paar Stücke, die nicht auf der CD zu hören sind. Was jedoch enorm stört ist der Typ am Mischpult. Der war nämlich völlig fehlbesetzt. Der Bass und die Basedrum sind deutlich zu laut, ebenso die Backgroundsänger, die Missu gnadenlos übertönen. Auch die Ansagen sind leider unverständlich, mehrfach wechsele ich den Platz, um zu schauen, ob die Raumakustik eventuell schuld am Mix sei.
Das unangefochtene Highlight der Show ist sicherlich das letzte Stück vor der Zugabe, bei dem Missu ins Publikum steigt und während eines instrumentalen Solos wirklich alles gibt. Wie gesagt wird der Enthusiasmus der Band durch den schlechten Mix zerschreddert. Ende des Monats werden wir Reebosound noch einmal beim Omaha – Festival spielen sehen und wir hoffen, dass seine Spielfreude diesmal durch einen guten Mix gewürdigt wird.

Hinweis: Alle Artikel wurden mir von der entsprechenden Plattenfirma / dem entsprechenden Verlag bzw. Verleih zwecks Rezension kostenlos zu Verfügung gestellt. Die Rezensionen sind demnach als Werbung zu betrachten.
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