Julians Plattenkiste: Black Widow – Sacrifice

black-widow-jp408bwbig1Düster geht es hier zu. Black Widow war eine Band, die parallel zu Black Sabbath entstand, kurzzeitig sogar mehr Erfolg hatte. Doch dann begann Ozzy Anzeigen zu schalten und mobbte die Band aus dem öffentlichen Bewusstsein. Aber auch andere Faktoren, wie die Abkehr von der schwarzen Magie oder die krassen Bühnenshows sorgten dafür, dass Black Widow bald aus dem öffentlichen Bewusstsein verschwand. Streng genommen war die Bühnenshow für damalige Verhältnisse (wir schreiben das Jahr 1970) ziemlich hart. So war der Höhepunkt die (symbolische) Opferung einer nackten Frau. Das rief natürlich die Kirche auf den Plan, die vor und während der Konzerte für Unruhe sorgte, Nonnen  bespritzen Musiker und Publikum mit Weihwasser etc. Aber auch Magier stellten sich bald quer, denn sie befürchteten, dass sich böse Geister materialisieren könnten. Eigentlich ziemlich lustig. Wäre gerne mal bei so einem Konzert dabei gewesen.
Die Musik erinnert an Jethro Tull, sie ist ziemlich düster und auch die Texte haben es in sich, hatte die Band doch durch einen befreundeten Magier  (Alex Sanders) Zugang zu okkulten Schriften. Wer auf Hammondorgel, Flöte etc. steht ist hier genau richtig. Auch Fans von Genesis, Uriah Heep oder King Crimson kommen auf ihre Kosten. Tja, was kann man noch zu dem Album sagen? Einfach mal reinhören. Inzwischen gibt es auch eine DVD mit der Bühnenshow (allerdings in Schwarz/Weiß). Wer die LP nicht finden kann (Original: Unauffindbar. Nachdruck auf 600 Stück begrenzt) sollte zur CD greifen. Eine tolles Stück Musikgeschichte.

Hinweis: Alle Artikel wurden mir von der entsprechenden Plattenfirma / dem entsprechenden Verlag bzw. Verleih zwecks Rezension kostenlos zu Verfügung gestellt. Die Rezensionen sind demnach als Werbung zu betrachten.
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