VA – White Winter Hymnals

frontUncut Magazin

Lift To Experience – With Crippled Wings / The Kissaway Trail – Amother + Evil = Hurt / Fleet Foxes – Your Protector / Beach House – Master Of None / Midlake – Bandits / Stephanie Dosen – Owl In The Dark / The Acorn – Crooked Legs / Laura Veirs – Songs My Friends Taught Me / Peter Broderick – Below It / Andrew Bird – Anonanimal / Fionn Regan – The Underwood Typewriter / Dirty Three & Cat Power – Great Waves / The Czars – The Hymn / Vetiver – Sister / Explosion In The Sky – Your Hand In Me

Normalerweise bewerte ich keine Tonträger, die einem Magazin beiliegen. Normalerweise bewerte ich auch keine Winterplatten, während der Frühling naht. Heute mache ich da mal eine Ausnahme. „White Winter Hymnals“ lag dem Uncut Magazin bei und ist ein wunderbarer Querschnitt durch die Indiemusik. Wirklich schönes gibt es da zu hören. Lift To Experience haben gar einen 10 minütigen Song beigesteuert, der an die letzte halbe Stunde von „To Watch The Storms“ von Steve Hackett erinnert – oder an die erste Minute aus „Blood On The Rooftops“. Wirklich wunderschön. Die Fleet Foxes begeistern mit „Your Protector“. Die Band hat es drauf. Ihre Platte gehört immerhin zu den Schallplatten, die man im letzten halben Jahr wirklich gebraucht hat. Bei Beach House wird es auf eine verschrobene Art psychedelisch, Stephanie Dosen zeigt uns, was Songwriterkunst ist. Ihre Stimme erinnert an Markéta Irglova, das Streicherarrangement unterstützt die Gitarre. Zauberhaft. Peter Brodericks Stück ist sehr einfach gehalten, lediglich seine Gitarre und ein wenig Gesang sind zu hören, dennoch ist sein Fingerpicking sehr unterhaltsam. Andrew Bird wechselt von Folk zu Rock um schließlich im Folkrock zu enden. Mit Explosion In The Sky endet der Sampler sehr verträumt. Ein alter Bekannter von mir sagte einmal, als er die Bright Eyes gerade neu entdeckt hatte, dass es für ihn eine Freude war, einen Menschen zu hören, der schlecht singt und Gitarrenmusik macht. Ich selbst mochte Bright Eyes nie und vermerkte, dass ich, wenn ich jemanden hören will, der nicht so gut singt, gleich auf Bob Dylan oder Tom Waits zurückgreifen kann und es überhaupt für sinnlos halte, Musik zu hören, nur weil jemand nicht singen kann. Nun, diese Platte beweist, dass Folkmusik bzw. Indie auch sehr gut funktioniert, wenn der Sänger / die Sängerin singen kann – zumindest ein bisschen.

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Hinweis: Alle Artikel wurden mir von der entsprechenden Plattenfirma / dem entsprechenden Verlag bzw. Verleih zwecks Rezension kostenlos zu Verfügung gestellt. Die Rezensionen sind demnach als Werbung zu betrachten.
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