Glen Hansard & Markéta Irglóva – Once

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Falling Slowly / If You Want Me / Broken Hearted Hoover Fixer Sucker Guy / When Your Mind’s Made Up / Lies / Gold / The Hill / Fallen From The Sky / Leave / Trying To Pull Myself Away / All The Way Down / Once / Say It To Me Now

Es gibt technisch perfekte Musik und es gibt emotional perfekte Musik. Technisch perfekte Musik ist solche, die an Hochschulen im Studiengang Rock/Pop bzw. Klassik gelehrt wird. Sie wird von Gruppen wie Dream Theater oder Interpreten wie Jessye Norman gemacht bzw. interpretiert. Emotional perfekte Musik machen z.B. Bob Dylan oder Willie Nelson, aber auch die Beatles oder diverse Jazzbands. Dann gibt es noch die Grenzgänger wie Nick Drake, Magma, John Cale (Velvet Underground) oder Waltraud Meier, die beides zu verbinden wissen und sowohl auf technischer als auch auf emotionaler Ebene zu überzeugen wissen. Glen Hansard und Markéta Irglóva bilden ein Mittelding. Er ist Autodidakt, sie hat zumindest eine Musikschule besucht. Ihre Musik ist unglaublich berührend und einfach wunderschön. Gleich der erste Song des Albums „Falling Slowly“, der einen Oscar gewann, weiß zu überzeugen. Schön, wie beide im Duett singen. Es folgt „If You Want Me“, ein Song, den ich in den letzten Tagen immer wieder gehört habe und der wirklich absolut tiefgründig ist. Irglóva hats drauf! „Hoover Fixer Sucker Guy“ hingegen enttäuscht mich maßlos. Vielleicht ist der Song ganz lustig, wenn man den Film kennt? So wie die Tarrantino Zitate auf seinen Soundtracks erst Sinn ergeben, wenn man die selbigen gesehen hat? Wer weiß… Naja, ich muss den Film so oder so sehen. Scheint ziemlich toll zu sein, wie man so hört. Die Melancholie setzt sich ab dem nächsten Stück allerdings fort und die Gänsehaut kommt unverhohlen zurück. „Gold“ wird schrammelig und ich frage mich doch ernsthaft, was alle mit dieser Amy MacDonald haben. Allein die Arrangements des Gespanns Irglóva / Hansard sind so viel besser… und wie schön wird die Platte erst, wenn Irglóva ihr Piano auspackt und „The Hill“ anstimmt. Hier ist auch die relativ einfache Art der Aufnahme sehr schön. Keine Hochglanzaufnahme a la Casio – Synthesizer, nein, man hört, dass es sich wahrhaftig um einen Menschen am Piano handelt. Aber die CD wird auch noch richtig schön rockig. „Trying To Pull Myself Away“ ist eine von diesen Balladen, die rockig sind, aber nicht zum tanzen einladen, sondern ganz wunderbar auf dem Sofa zu genießen sind. Ich weiß, dass klingt jetzt komisch. Ist aber so! Das Ende macht „Say It To Me Now“ klingt nach Verzweifelung und schließt die CD wunderbar schrammelig ab. Und ein wenig Lagerfeueratmosphäre kommt auch auf, versprochen!

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objektiv4sterne


Die beiden Hauptdarsteller sind richtig sympathisch, dass muss mal gesagt werden!

Hinweis: Alle Artikel wurden mir von der entsprechenden Plattenfirma / dem entsprechenden Verlag bzw. Verleih zwecks Rezension kostenlos zu Verfügung gestellt. Die Rezensionen sind demnach als Werbung zu betrachten.
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