Dido – Safe Trip Home

dido1RCA / Sony BMG / Cheeky Records

Don’t Believe In Love / Quiet Times / Never Want To Say It’s Love / Grafton Street

It Comes And It Goes / Look No Further / Us 2 Little Gods / The Day Before The Day

Let’s Do The Things We Normally Do / Burnin Love / Northern Skies

Endlich bin ich dazu gekommen, das neue Dido Album zu kaufen. Ich will, nein, ich muss der hübschen Engländerin einfach noch eine Chance geben, „Life For Rent“ ungeschehen zu machen, jene grauenvolle Platte, die mich 2003 beinahe in den ästhetischen Wahnsinn getrieben hätte. Es gibt Platten, die es einfach schaffen, jegliche Erwartungen phänomenal zu unterbieten, Platten, deren Nichtigkeit nur durch ihren anbiedernden Sound über/untertroffen wird. Was war das doch für eine Enttäuschung. Denn von „No Angel“ ist man ganz anderes gewohnt. Zwar hat man dieses Album totgedudelt, jedoch ist die Platte den meisten Erzeugnissen des Jahres weit überlegen (Stichwort: „No Angels“). Einen ganzen Sommer lang läuft die Platte andauernd. Sogar beim Sex und das wiederum bringt damals ein Problem mit sich, denn so ist die Platte für mich unwiderruflich mit meiner damaligen „Beziehung“ konnotiert und es ist mir beinahe unmöglich, wieder hinein zu hören. Trotzdem bin ich Dido verfallen und vielleicht ist das auch der Grund, warum ich das Nachfolgealbum als persönliche Beleidigung auffasse. Wie dem auch sei, nun habe ich ja „Safe Trip Home“. Das Album knüpft praktisch da an, wo Dido 2001 aufgehört hat. Der Sound hat sich (etwas) gewandelt, ich würde sagen er ist besinnlicher geworden. Gaststars auf dem Album sind keine geringeren als Brian Eno, Mick Fleetwood, Citizen Cope und ?uestlove. Diese fallen aber nicht besonders auf. Mick Fleetwood spielt für ihn absolut ungewöhnliche Chilloutbeats, Eno ist zwar irgendwie anwesend aber nicht in dem Maße, dass er dem Album seinen Stempel aufdrücken würde. Klar, Dido klingt, so scheint es, immer gleich, aber Stücke wie „Let’s Do The Things We Normally Do“ oder „Northern Skies“ fallen angenehm auf. Überhaupt stellt sich doch die Frage, ob es manchmal nicht ganz schön ist, ein Album mit durchaus verschachtelten Melodien zu hören, dass dennoch homogen klingt, wenn auch die Qualität durch Homogenität besticht. Was textlich so in Dido vorgeht ist noch nicht zu mir vorgedrungen, dafür ist kann man ihre Musik einfach zu perfekt nebenbei hören (Nicht negativ gemeint!). Wie dem auch sei, textlich hatte ich so oder so immer den Eindruck, sie würde sich dem nie wirklich verbalisierten Motto aus Nick Lacheys und Jessica Simpsons Serie „The Newlyweds“ folgen: „Ach wir haben nichts mehr zu erzählen? Lass uns ficken!“

www.didomusic.com

subjektiv4sterne

objektiv4sterne


Ein wunderbares Beispiel der Mensch / Vehikel Kombination in einer (nicht)normalen Fahrt

Wenn dir der Artikel gefällt, wirst du mein Buch lieben: The Beach Boys - Pet Sounds

Wer ich bin: Ich schreibe Bücher, forsche zur Massenkultur (Comics!), komponiere, liebe Musik & bin hoffnungslos franko-/italophil.

Woran ich glaube: Wir sollten im Leben danach streben, Narren zu sein. Immer auf der Suche, niemals am Ziel, von Neugier getrieben, mit offenen Augen, Ohren & Geist durch die Welt gehend.