Various: Crossing The Bridge (CD/Earbook/Vinyl)

Crossing The BridgeEastwest/Warner

Sertab Erner – Music / Baba Zula – Tavus Havasi / Oriental Expressions – Istanbul 1.26 Am

Duman – Istanbul / Replikas – Sahar Dagi / Ceza – Holocaust / Mercan Dede – Ab’I Hayat

Selim Sesler – Kurdili Hicazkar Longa / Selim Sesler & Brenna Mccrimmon – Penceresi Yola Karsi

The Wedding Sound System – Wedding Song / Nur Ceylan – Boyle Olur Mu / Siyasiyabend – Hayyam

Aynur Dogan – Ehmedo / Orhan Gencebay – Hatasiz Kul Olmaz / Muzeyyen Senar – Haydar Haydar

Sezen Aksu – Istanbul Hatirasi / Baba Zula – Cecom / Sertab Erener – Music (Radio Version)

Crossing The Bridge ist ein Film von Fatih Akin (Kurz und Schmerzlos, Gegen Die Wand) über die Musikszene Istanbuls und der näheren Umgebung. Zusammen mit Axel Hacke (Einstürzende Neubauten) geht er auf musikalische Spurensuche und zeigt, dass die echte Weltmusik nicht etwa in den Real World Studios (Sorry Peter Gabriel…) stattfindet, sondern in der Türkei, genauer gesagt in Istanbul. Es sei nur kurz erwähnt, dass der Film absolut lohnenswert ist und neue Horizonte eröffnet. Aber genug vom Film. Der Soundtrack liegt in drei Varianten vor: Earbook (habe ich leider noch nicht gehört), Vinyl und CD. Das erste Stück ist ein phänomenaler Remix von Madonnas „Music“. Für mich die Partyhymne überhaupt. Es ist wirklich ganz groß, was Sertab Erener aus der (ohnehin schon) tollen Vorlage gemacht hat. Das nächste Highlight sind Oriental Expressions mit „Istanbul 1.26 Am”. Verdammt, das rockt ungemein. Die Replikas liefern tollen Post-/Progrock. Schade, dass die Alben von denen nicht in Deutschland erhältlich sind. Das macht mehr Spaß als alle Neal Morse / Roine Stolt Releases der letzten (gefühlten) 10 Jahren. Danach folgt, völlig unpassend, Ceza mit seiner Version des Hip Hop. Türkischer Rap ist toll! Würde gerne wissen, worüber er rappt. Die Entdeckungen des Albums sind für mich jedoch Sezen Aksu (die auch schon mit Snoop Dogg gearbeitet hat), Orhan Gencebay (entspricht in etwa einer singenden Christine Neubauer, vom Geschlcht mal abgesehen, denn Gencebay ist schon ein Berg von einem Mann) überrascht mit türkischem Jazz und Mercan Dede definiert den Sufisoul völlig neu. Ein Album voller Highlights. Macht neugierig auf die Türkei. Und wieder einmal wurde bewiesen: Weltmusik muss nicht immer aus Afrika (Ladysmith Black Mambooza) oder Kuba (Buena Vista Social Club) kommen.

http://www.crossingthebridge.de/

Subjektiv 5/5

Objektiv 5/5

Hinweis: Alle Artikel wurden mir von der entsprechenden Plattenfirma / dem entsprechenden Verlag bzw. Verleih zwecks Rezension kostenlos zu Verfügung gestellt. Die Rezensionen sind demnach als Werbung zu betrachten.
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