Es war einmal, vor langer Zeit, da waren die Black Eyed Peas eine wirklich innovative Hip Hop Band. Später überzeugten sie dann vor allem durch den Einsatz von allerlei seltenen Sampeln aus dem Easy Listening Bereich, nahmen mit Sergio Mendes ein richtig gutes Comebackalbum auf und produzierten ihrer Sängerin Fergie ein anständiges Soloalbum. Doch bereits mit Will.I.Ams Soloalbum begann der Abstieg, enthielt es doch lediglich einen guten Song. Mit The E.N.D. orientierte sich die Band dann plötzlich an einer vollkommen anderen Zielgruppe und man kann durchaus zugeben, dass die Neuausrichtung ungewohnt kommerziell war, aber dennoch zu überzeugen wusste. Die Songs waren eine runde Sache, vor allem zum Tanzen war die Platte geeignet wie keine Andere. Und The Beginning? The Beginning wirkt wie eine Outtakesammlung. Material, dass man noch von The E.N.D. fernhalten wollte, Ideenlosigkeit, Autotune, langweilige Samples – unfassbare Banalität. Ideen aus dem Gruselkabinett der 80er Jahre gepaart mit Stücken die viel zu lang sind. Whenever darf da schon als Lichtblick bezeichnet werden, was vor allem an Fergies Gesang liegt. Auch Fashion Beats hat seine Momente. Ja, genau diese Momente gibt es auf The Beginning viel zu wenig. Vielleicht wären weniger Tracks mehr gewesen. Man kann nur hoffen, dass Will.I.Am sich vom Kommerzoverkill lossagt und mal wieder Musik macht, die auf voller Linie überzeugt.
Will.I.Am von den Black Eyed Peas gab heute bekannt, dass das neue Album der Band The Beginning heißen wird und voraussichtlich Ende des Jahres veröffentlicht wird. Die erste Single trägt den Titel The Time (The Dirty Bit) und basiert auf einem Sample des Jennifer Warnes Hits The Time Of My Life, jenem Lied, das durch den Film Dirty Dancing berühmt wurde. Die Black Eyed Peas begannen ihre Karriere als Hip Hop Band; nachdem Fergie zur Band stieß, änderte sich der Sound nahezu grundlegend. Mit Monkey Business und Elephunk gelangte die Band zu Weltruhm. Immer wieder werden Samples von anderen Stücken (früher verstärkt von Funk-, Exotic- oder Bossa-Nova-Platten) genutzt und eingängiger Radiopop kreiert. Eine Zusammenarbeit mit Sergio Mendes verhalf diesem zu einer zweiten Karriere.
Erinnert sich noch jemand an die Bravo Hits? Das war ein Sampler, auf dem alle Charthits versammelt waren, die vor Erscheinen angesagt waren. Als dann Mp3s aufkamen, hat keiner mehr für entsprechende Kompilationen zahlen wollen. Music En Vogue führt das Konzept der Bravohits fort, geht dabei aber geschickter vor. Anstatt einer Aneinanderreihung sämtlicher Charttitel der letzten Monate sind auch einige weniger angesagte Künstler vertreten, wie Adele, Emiliana Torrini, Erykah Badu, Jeff Beck und Melanie Fiona. Selbstverständlich sind alle Stücke durchweg hörbar, außer Lenas Beitrag, den man aber rausprogrammieren kann. Auffällig ist jedoch das etwas suboptimale Mastering und die leicht eintönige Zusammenstellung (Disco an Disco, Ballade an Ballade, Soul an Soul). Da wäre eine etwas anders sortierte Tracklist wünschenswert gewesen. Für die Zielgruppe jedoch (Frauen um die 30, Bridget Jones-Alike) dürfte der Sampler perfekt passen, da sie erfahrungsgemäß die Shuffletaste benutzen. Kein Scherz: Ich habe die CD bereits öfter gehört!
Am 28.05.2010 erscheint das neue Album Flesh Tone vom Soul SuperstarKelis. Nach ihrer letzten Top 10 LP geht das neue Album eher in die elektronische Richtung. Es wird auf dem Label von will.i.am von den Black Eyed Peas erscheinen und ist dazu bereit, die Tanzflächen der Nation zu erobern. Das neue Video zu ihrer ersten Single Acapella wurde von Chris Cottam und Rankin gedreht. Von Zweiteren stammen auch die Fotos ihres neuen Albums. Das Album könnt ihr euch hier im Stream anhören.
Am 21.5. erscheint das neue Kelis Album Flesh Tone auf dem Label von Will.I.Am, der auch einige Tracks mitproduzierte. Die Single Acapella (hier gibt es das Musikvideo zu sehen) wurde von David Guetta produziert, was man deutlich heraushören kann.
Wer Lust daran hat, mit den Black Eyed Peas auf der Bühne zu stehen (bzw. hinter ihnen zu tanzen), der schicke seine Bewerbung und ein Foto bis zum 4. November an wettendass@zdf.de. Stichwort “The Black Eyed Peas”. Irgendwelche Voraussetzungen scheint es für die Sache nicht zu geben.
Will.I.Am, Mitglied der Black Eyed Peas, hat heute bestätigt, dass er zusammen mit Michael Jackson an einem neuen Album gearbeitet hat. Es handele sich um ein Dancealbum, von dem es bereits Demoaufnahmen gibt. Will.I.Am weiß allerdings nicht, ob und wann das Album veröffentlicht wird, da Jackson Perfektionist gewesen sein soll und die Demos in den letzten Monaten unter Verschluss hielt. Das letzte Mal hatte er mit Michael Jackson vor einer Woche gesprochen.
Wie kann man sich diesem Album nähern, wie kann ich mir diesem Album nähern? Ich erinnere mich daran, dass es mich eigentlich seit meiner Grundschulzeit begleitet hat (seltsam, dass ich es mir erst viel später, während des zweiten Unisemesters kaufte) und auf so ziemlich jeder Party lief. Beim spielen mit Playmobil war es also genauso mit von der Partie wie auf irgendwelchen Kurstreffen. Für mich besteht das Problem, dass ich ehrlich gesagt ein größerer Fan von Prince bin und somit den direktvergleich zwischen Purple Rain und Thriller ziehen muss, bei dem Thriller immer den kürzeren ziehen wird. Anscheinend hat Jackson zeitlebens selbst immer diesen Vergleich gezogen, denn er versuchte ja, die legendären Prince Shows in der O2 Arena zu übertrumpfen, was dann ja leider nicht klappen sollte. Ganz davon abgesehen ist Thriller natürlich ein super Album. Ob Wanna Be Startin‘ Something, Billy Jean, Girl Is Mine, Thriller (grandiose Vincent Price Finale!), Beat It oder P.Y.T – die Qualität stimmt. Einzig Baby Be Mine, und Lady In My Life gehören nicht zu meinen Favoriten (im Gegensatz dazu finde ich z.B. auf Purple Rain jedes Stück gut – aber ich schweife ab). Was hingegen wirklich nervt sind die Remixes der 25th Aniversary Edition. So sehr ich Will Adams und Fergie mag – die Stücke wirken hier ziemlich fehl am Platz. Selbst das Outtake For All Time gehört hier nicht hin. Schlussendlich bleibt ein verdammt gutes Album, das sicher von einigen anderen Alben in den Schatten gestellt wird (allerdings kommerziell viel erfolgreicher war) und einfach eine wunderbar zeitlose Quincy Jones Produktion ist. Das muss erst einmal einer kommerziell und künstlerisch toppen.
Mit dem neuen Album der BEPs tue ich mir ein wenig schwer. Anscheinend kann man die Musik nur hassen oder lieben, man vergleiche mal die Kritik des amerikanischen Rolling Stone Magazins mit der Kritik von laut.de. Man kann dem Album eine Menge vorwerfen, schließlich hat es so gar nichts mehr mit dem zu tun, was die Peas zuvor gemacht haben – sei es die Zusammenarbeit mit Sergio Mendes, das eher mittelmäßige Will.I.Am Soloalbum oder das tolle Fergie Album (kein Scherz, ich finde das wirklich toll). Man kann dem Album vorwerfen, dass die Texte mies sind – aber mal im Ernst, die Texte von Lady GaGa sind auch nicht der Hit. Ganz übel finde ich die Kritiker, die in Fergie den Anfang vom Ende sehen. Ich jedenfalls mag sie, aber das habe ich ja schon geschrieben. Vielleicht sollte man vor dem Genuss des Albums wissen, dass Will.I.Am sich in Brasilien rumgetrieben und dort viel Baile Funk gehört hat. Denn im Prinzip ist es genau das, was dem Hörer hier geliefert wird. Stark kommerzialisierter Baile Funk. Das finde ich ziemlich toll! So toll, dass es mir sogar egal ist, dass Stücke wie Meet Me Halfway eigentlich nur erfolgreiches Selbstrecycling ist. Imma Be ist im Übrigen der Hammer. Oder auch Alive und Rockin To The Beat. Noch ein Wort zum Cover: WTF?