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Tonträger der Woche: Vinicio Capossela – Marinai, Profeti e Balene

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Tonträger der Woche: Vinicio Capossela – Marinai, Profeti e Balene

Posted on 14 Mai 2012 by Julian

CD Cover Marinai, Profeti e Balene

Manchmal gibt es Musiker, die in ihrem Heimatland bereits Unmengen an Alben aufgenommen und verkauft haben, die hierzulande aber unbekannt sind. Vinicio Capossela gehört zu ihnen. Ursprünglich in Hannover geboren, zog seine Familie nach Italien zurück, wo er bereits in jungen Jahren alles las, was ihm vor die Augen kam. Angeblich soll sich die literarische Vielfalt in seinen Texten ausdrücken und ja, die Texte sind definitiv komplexer als der 08/15 Italoschmonz, den einem übereifrige Promoter gerne einmal unterjubeln wollen (Muttertags CD von Giovanni Zarella!). Dennoch fehlt dem italienisch unkundigen Hörer natürlich die Verständnisebene, was man bereits sehr früh merkt. Mehr als nur Amore. Die Musik ist hingegen auch ohne Textverständnis wahnsinnig gut. Irgendwo zwischen Shanty, Melody Nelson Grabgesängen und Tom-Waits-Verschrobenheit (vergleich greift nur gefühlt!) hat sich Capossela seinen ganz eigenen Stil geschaffen, in dem er eher rezitiert denn singt und trotzdem auf zwei CDs keine einzige Minute langweilt. Zu bezaubernd ist der Sog der Musik; Wenn uns der Musiker als Seemann verkleidet vom Plattencover aus angrummelt und man aufmerksam zuhört, spürt man das Meer durch die Wohnung sausen.

Erschienen bei La Cupa / Ponderosa Music & Art.

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Fanfare Ciocărlia im Pavillon Hannover: Befreit den Kraken!

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Fanfare Ciocărlia im Pavillon Hannover: Befreit den Kraken!

Posted on 28 April 2012 by Julian

Fanfare Ciocarlia Hannover

Fotocredit by Julian Auringer

Fanfare Ciocărlia, eine zwölfköpfige Blasmusikkapelle aus Zece Prajini in Rumänien, die jüngst zusammen mit dem Boban & Marko Marković Orchestra die LP Balkan Brass Battle aufgenommen haben, kamen, spielten und siegten. Vieles an diesem Konzert war merkwürdig. Da waren die verstärkten Blasinstrumente, die auch ohne Verstärker den Saal hätten füllen können (man kann sich nicht vorstellen, wie laut die Kombination Tuba und Tenor Horn sein kann, ohne es einmal erlebt zu haben!). Da war die irrsinnige Geschwindigkeit, die jedem klassisch ausgebildeten Mitteleuropäer um den Atem gebracht hätte und da war eine Kapelle, die auch nach gut zwei Stunden kurz von der Bühne ging, anschließend unplugged erschien und spielend durch den Saal marschierte, um im Foyer einfach weiterzuspielen (und Geld zu sammeln… irgendwie dreist, aber liebenswürdig!). Ob Devla, I Am Your Gummy Bear, Asfalt Tango oder Dances From The Monastery HillsFanfare Ciocărlia zeigten erneut, wo der Hammer hängt und man darf vermuten, dass sie mehr für die Rettung der Blasmusik tun, als alle Volksmusiksendungen und Musikhochschulen gemeinsam. Dafür nimmt man dann auch gerne eine partielle Taubheit in Kauf. Nach zwei Stunden wäre die anschließende Balkanparty dann definitiv zu viel gewesen, denn das 24 Stunden Deo machte bereits nach 5 Minuten schlapp. Um meine Begleitung zu zitieren: „Wer hätte gedacht, dass Blasmusik einmal cool sein würde!“

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Verschiedene erwähnenswerte Veröffentlichungen

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Verschiedene erwähnenswerte Veröffentlichungen

Posted on 27 April 2012 by Julian

Coeur De Pirate Blonde Cover

Coeur de Pirate – Blonde

Beatrice Martin, die volltätowierte Frankokanadierin, ist wieder da. Das Debütalbum erschien in Deutschland relativ spät und so ist der Abstand zu Blonde recht kurz geraten. Wüsste man nichts von der deutschen Veröffentlichungspolitik, könnte man meinen, die Stücke beider Alben würden aus der selben Session stammen. Unterschiede sind kaum wahrzunehmen, Blonde ist lediglich etwas aufwendiger arrangiert worden. More Of The Same sozusagen, dennoch bezaubernd wie immer. Textübersetzungen liegen – wie immer bei Le Pop – bei.

Erschienen bei Le Pop.

Dominic Miller – 5th House

Wer hat die 80er entfesselt? 5th House von Dominic Miller ist Wohlklang, der nahezu ohne Ecken und Kanten auskommt, immer dann, wenn es interessant wird, schafft er es, in Easy Listening Muster zu verfallen und die Musik in ihrer Wildheit zu bremsen. „Wer hat die 80er entfesselt?“ frage ich noch einmal. Hugh Padgham wars! Der Mann hinter dem Förmchenalbum von Genesis. Kein Wunder also, dass die ganze Sache so seltsam geraten ist, denn ich persönlich mag auch das besagte Album meiner Lieblingsband Nummer 3 am wenigsten.

Erschienen bei Qrious Music.

Gaby Moreno CD Cover Illustrated Songs

Gaby Moreno – Illustrated Songs

Gaby Morenos Debüt war bei seiner Veröffentlichung ein großes Versprechen, das Illustrated Songs nur zum Teil zu halten vermag. Zwar sind alle Zutaten auch hier wieder enthalten, doch fehlt das Rohe, die Schlichtheit der Songs, die Still The Unknown zu etwas Besonderem machten. Es wirkt ein klein wenig überambitioniert; wir haben sie immern noch lieb!

Erschienen bei World Connection.

Sergio Mendoza CD Cover

Sergio Mendoza Y La Orkesta – Mambo Mexicano!

Mambo, Mambo, die ganze Nacht! So sympathisch verrückt, dass man es einfach mögen muss. Mehr gibt es dazu eigentlich nicht zu sagen, außer: Sie sind momentan mit Marianne Dissard, Brian Lopez und Andrew Collberg auf Deutschlandtournee.
17.04.2012 – München
18.04.2012 – Mannheim
22.04.2012 – Freiburg
23.04.2012 – Dortmund
24.04.2012 – Berlin
25.04.2012 – Hamburg
26.04.2012 – Köln
29.04.2012 – Chemnitz
30.04.2012 – Offenbach

Termine in Frankreich, Österreich und der Schweiz müsst ihr euch selbst besorgen.

Erschienen bei Le Pop.

The United Jazz + Rock Ensemble Second Generation – Wolfgang Dauner’s United 2

Es ist eigentlich kaum zu gleuben: Wolfgang Dauner spielt nun seit nahezu 50 Jahren Jazzmusik, ob mit eigner Band, in Supergroups (z. B. mit Sigi Schwab, Horst Jankowski auf Rockin‘ Bach Dimensions) oder als Sideman von Jean-Luc Ponty, Elvin Jones oder Sugar Cane Harris. Inzwischen ist der gute Mann 76 Jahre alt und hat nichts von seiner Faszination verloren. Auch die neue Inkarnation des United Jazz & Rock Ensembles muss sich in dieser umfangreichen Diskografie nicht verstecken. Zusammen mit seinem Sohn und einer rundum verjüngten Band zeigt Dauner der Jazzjugend (die nebenbei bemerkt großartig ist, wie meine Leser wissen) wo der Hammer hängt. Dabei verschwimmen die Grenzen zwischen Jazz und Rock, es groovt irrsinnig und man ist dazu geneigt, die Plaztte wieder und wieder zu hören. Toll!

Erschienen bei Connector Records / Inakustik.

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Fanfare Ciocarlia Promofoto

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Fanfare Ciocarlia auf Deutschlandtournee 2012

Posted on 18 April 2012 by Julian

Fanfare Ciocarlia Promofoto

Fotocredit by Arne Reinhardt

Von April bis August spielt die Fanfare Ciocarlia einige Konzerte in Deutschland. Bekannt geworden ist die zwölfköpfige Blasmusikkapelle aus dem rumänischen Dorf Zece Prajini vor allem durch die CD Balkan Brass Battle und die Musik zu den Filmen Gegen Die Wand und  Borat, überzeugt aber bereits seit einigen Jahren mit außergewöhnlichen CDs. Über das Konzert in Hannover werden wir demnächt genauer berichten.

24.04.2012 Halle (D) Objekt 5
25.04.2012 Magdeburg (D) Moritzhof
26.04.2012 Salzwedel (D) Club Hanseat
27.04.2012 Hannover (D) Pavillon
29.04.2012 Reutlingen (D) Franz K
01.05.2012 Dresden (D) Staatsschauspiel
02.05.2012 Potsdam (D) Waschaus Arena Special Offer
03.05.2012 Roth (D) Kulturfabrik
05.05.2012 Gotha (D) Gothardusfest
08.05.2012 Kassel (D) Schlachthof Kassel
09.05.2012 Jena (D) Rosenkeller
10.05.2012 Mühldorf am Inn (D) Haberkasten
30.06.2012 Weil am Rhein (D) Bläserfestival 2012
15.07.2012 Ulm (D) Donau Festival (Balkan Brass Battle)
21.07.2012 Augsburg (D) Festival der Kulturen
22.07.2012 Hamburg (D) Innenhof Museum der Arbeit (Balkan Brass Battle)
11.08.2012 Nürnberg (D) Brückenfestival
17.08.2012 Dortmund (D) Mikro! Festival

Bandseite Fanfare Ciocarlia.

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Clemens Pötzsch – Slavicon

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Clemens Pötzsch – Slavicon

Posted on 11 März 2012 by Julian

Clemens Pötzsch

Clemens Pötzschs Slavicon ist die Verschmelzung slawischer Rhythmen mit improvisierter Jazzmusik. Das Spektrum reicht dabei von melodisch verspielt bis zum atonalen Inferno, leise und laut, dicht nebeneinander, dabei immer atmosphärisch. Die Instrumentierung mit Zither und Violine verleiht der Aufnahme neben der bereits erwähnten Rhythmik ein besonderes Flair, die Töne der Violine sind teils extrem, aber nie deplatziert. Slavicon ist ein wunderbar mitreißendes Jazzalbum geworden.

Erschienen bei Neuklang / Bauer Studios.

Subjektiv:

 ★★★★☆ 

Obbjektiv:

 ★★★★☆ 

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Verschiedene erwähnenswerte Neuerscheinungen

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Verschiedene erwähnenswerte Neuerscheinungen

Posted on 29 Februar 2012 by Julian

Catharina Boutari

The Stewardesses – Pussy Empire Hebt Ab

Zugegeben: Es war vor allem der Albumtitel, der meine Aufmerksamkeit erhaschte. Labelsampler von Puder-Dame Catharina Boutari, mit lauter Coverversionen deutscher Popklassiker (von Grönemeyer bis Tokio Hotel alles vertreten), problematisch entpuppen sich einige Stücke wie Major Tom, die zu sehr nach Schulchor klingen. Anderes hingegen ist einfach sympathisch-witzig, wie Türlich, Türlich von Das Bo und Durch Den Monsun klingt auf einmal seltsam erträglich. Pussy Empire Hebt Ab ist wie eine musikgewordene Wundertüte.

Erschienen bei Pussy Empire.

Puder – Puder

Catharina Boutari die Zweite: Interessant an Puder ist vor allem der Einsatz einer Hammondorgel im Soundgewand. Zwischen Ballade und Tanzmusik pendelt die Musik unentschlossen daher, die Backingtracks sind durchweg interessant, die Texte oft völlig uninteressant.

Erschienen bei Pussy Empire.

Hubert von Goisern – Entweder Und Oder

Mit Brenna Tuats Guat legt Alpenrocker und Weltmusiker Hubert von Goisern eine gewohnt urige Single vor, das restliche Album tummelt sich zwischen Blues, Rock und Pop. Wer vor allem das Frühwerk mag, könnte enttäuscht werden, auch Anhänger des Afrikasounds finden hier nicht das Gesuchte; dennoch gehört Entweder Und Oder zu den stärksten Alben des Almöhis. Es lebe das Experiment.

Erschienen bei Capriola / Sony.

Rendezvous – Another Round Please

Rendezvous sind für die Kopfhörer vor allem deshalb interessant, da sie Progressivrock mi Techno und Elektro verbinden. Was im ersten Moment unvereinbar scheint, funktioniert ganz ausgezeichnet, erinnert bisweilen an Jean Michel Jarre, beginnt aber auch auf Dauer ein wenig zu nerven. Wie Jean Michel Jarre.

Erschienen bei Moot Records / G Records Rough Trade.

William Wahl – Wie schön wir waren

Lass es schneien war der Song zur diesjährigen ARD Weihnachtskampagne und war dort häufig zu hören. Die ARD ist auch die Heimat diverser Schlagersendungen. So verwundert es nicht, dass William Wahls Album schwülstig, überkitscht und leider oft nichtssagend ist. Die Songs sind gnadenlos überzuckert, die gut trainierte Stimme steht im Vordergrund, reitet die immer selben Töne zu Tode und platziert sich zwischen den deutschlandtypischen, stetig jammernden Songwritern. Kein Vergleich zu einer Anna Depenbusch, eines Gisbert zu Knyphausens oder den politischen Songwritern der alt 68er Generation. Es dümpelt nervig dahin und gerät schnell in Vergessenheit.

Erschienen bei EMI.

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Tonträger der Woche: Fjoralba Turku – Serene

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Tonträger der Woche: Fjoralba Turku – Serene

Posted on 15 Januar 2012 by Julian

 Fjoralba Turku Serene

Die alte Bandbesetzung Hermenau (p), Schäfer (b) und Jahn (dr) ist nicht mehr. An ihrer Stelle finden sich nun Trübsbach (sax, cl, fl), Balshai (p), Cardoso (b) – war auch als Gast auf Joshua zu hören – und Burgwinkel (dr). Und auch auf kompositorischer Seite hat sich einiges getan: War Joshua noch von diversen Coverversionen und Andreas Hermenau Kompositionen geprägt, stammen die neuen Stücke hauptsächlich von Paulo Cardoso und Fjoralba Turku höchstselbst. Trotz des neuen Teams und dem Vertrauen auf die eigenen Fähigkeiten ist Serene jedoch kein bisschen schlechter geraten, als der überaus interessante Vorgänger. Geschlossener kommt es daher, Stücke wie There Be None Of Beauty’s Daughters, She Walks In Beauty aber auch Marrakech (das in einigen Tönen deutliche Parrallelen zu Andrew Lloyd Webbers Memory erkennen lässt, dieses vermutlich ungewollte Zitat glücklicherweise aber nicht weiter ausbaut und sich ganz einer faszinierend getriebenen Stimmung hingibt) beweisen Turkus Gespür für die richtige Komposition. Hier sollte sie sich vllt. noch mehr auf sich selbst verlassen. Aber auch die Cardoso Stücke fallen kein bisschen ab. Joyfully, Living, Just Living und Indian Summer (Dismal) geben der Sängerin genug Spielraum, um die Fascetten ihrer Stimme freien Lauf zu lassen. So singt sie in letzterem Stück einen kleinen Teil acapella – Bezaubernd! Ein wenig schade jedoch, dass man dem Albanischen nicht mächtig ist. Überhaupt sind die traditionellen Lieder wieder einmal ungemein faszinierend. Kno My Qyqe Se Po Vjen Behari und Lulzoj Fusha sind ganz heißer Stoff,  bis in die Fingerspitzen emotional. Serene überzeugt auf ganzer Linie, vom Artwork über die Kompositionen bis hin zur ausgezeichneten Band. Ein Must-Have für den neugierigen Jazzer und die Boheme.

Erschienen bei Traumton.

04.02.2012 Bayreuth (Jazzforum)
09.02.2012 Leverkusen (Jazzclub)
02.06.2012 Berlin (Schlot)
tbc.

Subjektiv:

 ★★★★★ 

Obbjektiv:

 ★★★★★ 

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Brian Lopez – Ultra

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Brian Lopez – Ultra

Posted on 05 Oktober 2011 by Julian

Brian Lopez Ultra CD Cover

Le Pop Musik, die Spezialisten für französischsprachige Popmusik haben seit geraumer Zeit ihr Spektum erweitert und führen nun auch Musik aus den USA, um genauer zu sein aus Tucson, Arizona. Dass es dort mehr gibt als Kakteen, Marianne Dissard, Giant Sand und Calexiko beweist nun Brian Lopez mit seinem Debütalbum Ultra. Irgendwo zwischen Psychedelic und mexikanischem Wüstenrock hat Lopez seine Sparte gefunden. Er versteht es, mit wenig Aufwand die Stille der Wüste mit Sehnsuchtsvollen Melodien zu füllen, bietet entspannende Musik für den Feierabend, ohne dabei belanglos zu dudeln. Brian Lopez‘ Echo And The Bunnymen Cover The Killing Moon überstrahlt dennoch die gesammte Platte, zeigt aber auch, wie es ihm federleicht gelingt, sich einen Song Untertan zu machen.

Erschienen bei Le Pop Musik.

Subjektiv:

 ★★★☆☆ 

Objektiv:

 ★★★☆☆ 

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Tonträger der Woche: Tinariwen – Tassili

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Tonträger der Woche: Tinariwen – Tassili

Posted on 08 September 2011 by Julian

Tinariwen Tassili Cover

Tinariwen bedeutet, glaubt man dem Presseinfo, „leerer Ort“ und verweist auf den Lebensort der algerischen Musiker, die in ihrer Musik über ihren traditionellen Lebensraum, die Sahara, singen. Ihre Musik erzählt von ihren Lebensumständen, ihrer Zeit im libyschen Militärcamp und der Sehnsucht nach der Heimat, aus der sie emigrierten, da ihr Stamm in Algerien lange Zeit diskriminiert wurde. Tassili ist ein akustisch geratenes Album, das zusammen mit Mitgliedern der Bands Wilco, TV On The Radio und der Dirty Dozen Brass Band entstand. Die elektrischen Gitarren wurden deutlich zurück genommen, dafür dominieren traditionelle Instrumente, was das Album aber nicht unzugänglicher erscheinen lassen. Tassili überzeugt durch ursprüngliche Natürlichkeit und sollte gehört werden.

Erschienen bei V2 / Cooperative Music / Universal.

Subjektiv:

 ★★★★☆ 

Objektiv:

 ★★★★☆ 

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Roland Tchakounte – Blues Menessen

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Roland Tchakounte – Blues Menessen

Posted on 30 August 2011 by Julian

Roland Tchakounte Blues Menessen CD Cover

Roland Tchakounte ist ein kameruner Bluesmusiker, dessen Wurzeln auf das Volk der Peul zurückgehen und der seit 1989 in Frenkreich lebt, wo er seine musikalische Identität in der CD Abteilung eines Vorstadtsupermarktes fand. Doch dabei handelte es sich nicht um eine der typischen Supermarkt CDs, sondern um John Lee Hookers Crawling King Snake. Roland Tchakounte erkannte in seiner Musik eine Stimmung, die er von den Wiegenliedern der Peul kannte. Auf Blues Menessen mischt Tchakounte eben diese Stilrichtungen, er bedient sich beim Blues, Rock und der traditionellen Musik seines Vaterlandes. Dabei herausgekommen ist eine wahrhaft energiegeladene Blues-CD, die die Grenzen des Genres sprengt und mitreißt. Roland Tchakounte hat den Blues – er hat viel zu Erzählen und tut das sehr Eindrucksvoll.

Erschienen bei World Connection.

Subjektiv:

 ★★★★☆ 

Objektiv:

 ★★★☆☆ 

 

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