Rufus Wainwright – Out Of The Game

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Rufus Wainwright – Out Of The Game

Posted on 27 April 2012 by Julian

Rufus Wainwright Out Of The Game

Rufus Wainwright polarisiert. Seine engelhafte Stimme, mit der er so wunderbar Leonard Cohen Songs zu interpretieren versteht, versetzt manchen Hörer (wie mich) in Verzückung, andere geht sie auf die Nerven. Nach einem Ausflug in die Opernwelt widmet sich Wainwright nun wieder der Popmusik – oder besser gesagt: widmet sich mit Out Of The Game der Popmusik wie nie zuvor. Zusammen mit dem Hipsterproduzenten Mark Ronson, einer Schar von interessanten Gastmusikern (Dap Kings, Sean Lennon, Martha Wainwright) und eingängigen Songs ist Rufus Wainwright ein schönes Album gelungen, auf dem er sich auch nicht scheut, einen Dudelssack zu verwenden. Dabei nimmt einen Out Of The Game bereits mit den ersten Takten gefangen, hängt zwischenzeitig ein wenig durch, schließt aber phänomenal.

Erschienen bei Decca / Universal.

Subjektiv:

 ★★★★☆ 

Obbjektiv:

 ★★★☆☆ 


Rufus Wainwright — Out Of The Game – MyVideo

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Verschiedene erwähnenswerte Veröffentlichungen

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Verschiedene erwähnenswerte Veröffentlichungen

Posted on 27 April 2012 by Julian

Coeur De Pirate Blonde Cover

Coeur de Pirate – Blonde

Beatrice Martin, die volltätowierte Frankokanadierin, ist wieder da. Das Debütalbum erschien in Deutschland relativ spät und so ist der Abstand zu Blonde recht kurz geraten. Wüsste man nichts von der deutschen Veröffentlichungspolitik, könnte man meinen, die Stücke beider Alben würden aus der selben Session stammen. Unterschiede sind kaum wahrzunehmen, Blonde ist lediglich etwas aufwendiger arrangiert worden. More Of The Same sozusagen, dennoch bezaubernd wie immer. Textübersetzungen liegen – wie immer bei Le Pop – bei.

Erschienen bei Le Pop.

Dominic Miller – 5th House

Wer hat die 80er entfesselt? 5th House von Dominic Miller ist Wohlklang, der nahezu ohne Ecken und Kanten auskommt, immer dann, wenn es interessant wird, schafft er es, in Easy Listening Muster zu verfallen und die Musik in ihrer Wildheit zu bremsen. „Wer hat die 80er entfesselt?“ frage ich noch einmal. Hugh Padgham wars! Der Mann hinter dem Förmchenalbum von Genesis. Kein Wunder also, dass die ganze Sache so seltsam geraten ist, denn ich persönlich mag auch das besagte Album meiner Lieblingsband Nummer 3 am wenigsten.

Erschienen bei Qrious Music.

Gaby Moreno CD Cover Illustrated Songs

Gaby Moreno – Illustrated Songs

Gaby Morenos Debüt war bei seiner Veröffentlichung ein großes Versprechen, das Illustrated Songs nur zum Teil zu halten vermag. Zwar sind alle Zutaten auch hier wieder enthalten, doch fehlt das Rohe, die Schlichtheit der Songs, die Still The Unknown zu etwas Besonderem machten. Es wirkt ein klein wenig überambitioniert; wir haben sie immern noch lieb!

Erschienen bei World Connection.

Sergio Mendoza CD Cover

Sergio Mendoza Y La Orkesta – Mambo Mexicano!

Mambo, Mambo, die ganze Nacht! So sympathisch verrückt, dass man es einfach mögen muss. Mehr gibt es dazu eigentlich nicht zu sagen, außer: Sie sind momentan mit Marianne Dissard, Brian Lopez und Andrew Collberg auf Deutschlandtournee.
17.04.2012 – München
18.04.2012 – Mannheim
22.04.2012 – Freiburg
23.04.2012 – Dortmund
24.04.2012 – Berlin
25.04.2012 – Hamburg
26.04.2012 – Köln
29.04.2012 – Chemnitz
30.04.2012 – Offenbach

Termine in Frankreich, Österreich und der Schweiz müsst ihr euch selbst besorgen.

Erschienen bei Le Pop.

The United Jazz + Rock Ensemble Second Generation – Wolfgang Dauner’s United 2

Es ist eigentlich kaum zu gleuben: Wolfgang Dauner spielt nun seit nahezu 50 Jahren Jazzmusik, ob mit eigner Band, in Supergroups (z. B. mit Sigi Schwab, Horst Jankowski auf Rockin‘ Bach Dimensions) oder als Sideman von Jean-Luc Ponty, Elvin Jones oder Sugar Cane Harris. Inzwischen ist der gute Mann 76 Jahre alt und hat nichts von seiner Faszination verloren. Auch die neue Inkarnation des United Jazz & Rock Ensembles muss sich in dieser umfangreichen Diskografie nicht verstecken. Zusammen mit seinem Sohn und einer rundum verjüngten Band zeigt Dauner der Jazzjugend (die nebenbei bemerkt großartig ist, wie meine Leser wissen) wo der Hammer hängt. Dabei verschwimmen die Grenzen zwischen Jazz und Rock, es groovt irrsinnig und man ist dazu geneigt, die Plaztte wieder und wieder zu hören. Toll!

Erschienen bei Connector Records / Inakustik.

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Husky Live In Hannover

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Husky – The Woods

Posted on 21 April 2012 by Julian

Husky Live In Hannover

Photocredit by Julian Auringer

Husky, die Band, die jüngst bei BOY im Vorprogramm spielte (wir berichteten), veröffentlicht am 18.05.2012 endlich auch in Deutschland ihr erstes Album Forever So. Der Sound der australischen Band ist von Harmoniegesängen geprägt und erinnert nicht nur in diesem Element an die Beach Boys zu Pet Sounds oder Surf’s Up Zeiten. Der Aufstieg der Band ist übrigens bemerkenswert: Bei einem Musikwettbewerb entdeckt, landesweiter Airplay ihres Songs History’s Door, ohne das sie ein Management hatten und überzeugende Auftritte im Vorprogramm anderer Bands. Ein Konzertbesuch kann nur wärmstens empfohlen werden!

Husky kommen auch auf Tournee, dabei werden sie in folgenden Städten zu sehen sein:

19.05.2012 – Hamburg

20.05.2012 – Berlin

21.05.2012 – Köln

23.05.2012 – Münster

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Keane

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Neues Musikvideo zu Keanes “Disconnected”

Posted on 18 April 2012 by Julian

Keane

Fotocredit by Alex Lake

Keane veröffentlichen mit Strangeland am 4. Mai 2012 ihr neues Album. Vorab gibt es bereits die Single Disconnected zu hören und zu sehen!

Keane Channel bei Tape.tv

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Verschiedene erwähnenswerte Veröffentlichungen

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Verschiedene erwähnenswerte Veröffentlichungen

Posted on 27 März 2012 by Julian

SOS

Olli Schulz – SOS save olli schulz

Mit Olli Schulz werde ich nicht warm. Zwar erinnern Stücke wie Spielerfrau, Koks & Nutten und Der Kleine Bär an alte Liedermacherlegenden, doch sind sie auf SOS weitestgehend singulär vertreten. Dazu eine Stimme, die sich zwar anhören lässt, aber im Vergleich zu Hannes Wader oder Gisbert zu Knyphausen (auf dem Album im Backgroundchor zu hören) schwächelt. Ein Problem, was viele moderne Songwriter betrifft. Sicher kein schlechtes Album, aber auch kein neuer Klassiker.

Erschienen bei Trocadero / Indigo.

Blue Note Beach Classics

José Padilla – Blue Note Beach Classics

José Padilla ist vor allem dafür bekannt, die Café del Mar Platten zu kompilieren. Nun durfte er im Traditionslabel Blue Note stöbern und sich nach Herzenslust bedienen. Dabei herausgekommen ist eine überaus stimmige Chilloutplatte abseits vom Easy Listening Einerlei der üblichen Sampler. Cannonball Adderley, Miles Davis, Donald Byrd, Stacey Kent oder Herbie Hancock – so kann der Sommer kommen! Den Sand zwischen den Zehen spürt man bereits.

Erschienen bei Blue Note / EMI.

   Jazzkantine – Spielt Volkslieder

Jazzkantine – Spielt Volkslieder

Hochgelobt, mit Gaststar wie Nils Landgren und Pat Appelton, einer gehörigen Prise Selbstironie und dennoch irgendwie an die Wand gefahren. In den 70er Jahren waren es Hannes Wader, Liederjan oder Wacholder, später dann die Deutsche Dudelsack Runde, Biermösl Blosn, Der Bairisch Diatonische Jodel-Wahnsinn oder – man hört es immer wieder gerne – Faun und Corvus Corax (vor der Kommerzialisierung), die ungemein fantasievoll Studenten-, Antikriegs- und Trinklieder modernisierten, eine Welt abseits deutscher Wald- und Wiesenromantik schufen und ein Bild vom Leben des durchschnittlichen Menschen zeichneten. Sie alle waren höchst originell und auch ohne Ironie cool (auch wenn selbige als Mittel genutzt wurde). Jazzkantine hingegen versucht auf Nummer sicher zu gehen, Lieder werden zwanghaft modernisiert und man beweist nur teilweise (Auf Einen Baum Ein Kuckuck, Die Gedanken Sind Frei, Kein Schöner Land In Dieser Zeit) Treffsicherheit in der Stückauswahl. Ein wenig mehr Mut hätte hier Wunder gewirkt. Aber vielleicht ist es auch das Coverartwork, dass Volkslieder in einen Kontext stellt, aus dem man sie seit Jahren versucht, zu befreien. Nun, auf der musikalischen Seite gibt es jedenfalls wenig zu meckern. Funky Stuff, professionell eingespielt und produziert.

Erschienen bei Polydor / Universal.

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Stefan Gwildis – Frei Händig

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Stefan Gwildis – Frei Händig

Posted on 11 März 2012 by Julian

Stefan Gwildis CD Cover

Mit Stefan Gwildis ist das so eine Sache. Ich könnte mir die Kritik sehr einfach machen, in dem ich schreibe: „Meine Mutter hat ihn auf Facebook“ geliked. Nun muss ich dazu aber anmerken, dass meine Mutter auch Olga Scheps, Midlake und The Swell Season mag. Also doch nicht so einfach. Stefan Gwildis ist dennoch schlagerhafter Jazz, ein domestizierter Klaus Hoffmann, dessen Texte immer wieder für unfreiwillige Erheiterung sorgen. Freunde der Labelkollegin Annett Louisan werden auch ihn mögen, wer eher zu Anna Depenbusch tendiert eher nicht. Zu gefällig sind die Kompositionen, zu undifferenziert die Texte. Dennoch ein nettes Album.

Erschienen bei 105 Music.

Subjektiv:

 ★★☆☆☆ 

Obbjektiv:

 ★★★☆☆ 

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Alex Winston – King Con

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Alex Winston – King Con

Posted on 11 März 2012 by Julian

Alex Winston King Con

Bei Alex Winston überschlägt sich das Promoinfo mit Lob und lockt uns doch auf die falsche Fährte. Soul der Motown-Ära? Girl Pop der 60er? Nun, das stimmt schon alles, aber doch hat sie ihren ganz eigenen Sound gefunden, der vielleicht Elemente borgt, sonst aber sehr eigenständig agiert. Alex Winstons Stimme erinnert ein wenig an Duffy, ist jedoch angenehmer und nicht so hochfrequent. King Con ist ein schönes, eckiges Popalbum geworden, für das man sich definitiv Zeit nehmen sollte, ein Album mit hohem Spaßfaktor. Eines dieser Aufnahmen, die, wenn man sie hört wirken, als kenne man es schon ewig, aber dennoch nach wenigen Minuten verhallen.

Erschienen bei V2 / Cooperative Music.

Subjektiv:

 ★★★☆☆ 

Obbjektiv:

 ★★★☆☆ 

 

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BOY im Capitol Hannover: Von unerfüllter Liebe und bösen Schweizern

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BOY im Capitol Hannover: Von unerfüllter Liebe und bösen Schweizern

Posted on 11 März 2012 by Julian

Boy im Capitol Hannover

Photocredit 2012 by Julian Auringer

BOY im Capitol in Hannover war restlos ausverkauft, die Warteschlange dementsprechend lang und die Security entsprechend hoch. Der im Moment wohl angesagteste Folkpopact hatte neben einer mitreißenden Show auch einen fantastischen Supportact im Gepäck; Husky aus Melbourne überzeugen mit klassischen Pianoparts, Beach-Boys-Harmonien und Melodienreichtum. Ideal zum Träumen. Valeska Steiner und Sonja Glass sind jedoch die Hauptattraktion des Abends. Die überaus sympathische Band, die vor über einem Jahr keine Plattenfirma unter Vertrag nehmen wollte, zeigen live eine Spielfreude, die selten ist. Es werden sämtliche Stücke des Albums Mutual Friends gespielt, jedoch beginnen die Songs auf der Bühne ein Eigenleben zu entwickeln, Instrumentalteile und ausgiebige Gesangspassagen lösen ein Versprechen ein, das die Presse in ihren Albenrezensionen gab, die das Album aber nur bedingt erfüllte. So mutiert nicht nur Little Numbers zum Stadionrock, alle Stücke erscheinen übermächtig. Besonders liebenswürdig: Da nur das Material des einzigen Albums BOYs zur Verfügung stand, wurde in der Zugabe lediglich ein neues Stück gespielt und ansonsten auf Wünsche aus dem Publikum zurückgegriffen. So konnte man an dem Abend manche Stücke doppelt hören; in der Zugabe dann, auch für die Band unerwartet, mit den Jungs von Husky im Backgroundchor. Ein wunderbarer Abend!

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Tonträger der Woche (08): Loane – Le Lendemain

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Tonträger der Woche (08): Loane – Le Lendemain

Posted on 04 März 2012 by Julian

Loanes Le Lendemain liegt hier nun schon seit Monaten auf dem Tisch und wartet darauf, bearbeitet zu werden. Eins Vorweg: Ein tolles Album! Loane versteht es, Stimmungen zu erzeugen und Hits zu schreiben. On S’En Fout, tanzbarer Melancholie a la Frantic (dem Roman Polanski Film), mit englischem Refrain, befremdlich und vertraut zu gleich – wunderbar. Boby (mit Christophe) hingegen könnte so auch von Mark Ronson oder dem neuen Benjamin Biolay Album stammen. Schneidende Retrokeyboards, wunderbare Melodien, tolles Sounddesign, treibende Beats. Und so fährt das Album fort: Gute Songs reihen sich aneinander, lediglich Lenny Kravitz als Gaststar erschließt sich einfach nicht. Würde er nicht in den Credits von Save Us stehen – bemerkt hätte ihn sicher niemand. Überdies ist gerade Save Us einer der schwächsten Tracks auf Le Lendemain. Loane hat ihre ganz eigene Interpretation des Chansons geschaffen, mischt ihn mit Elektroeinflüssen, gibt sich aber auch fragil, nur von Pianoklängen und einem Engelschor begleitet. Selbst der versteckte Bonustrack besitzt Mehrwert. So dürfen gerne mehr Alben klingen.

Erschienen bei EMI / Galileo Music Communication.

Subjektiv:

 ★★★★☆ 

Obbjektiv:

 ★★★★☆ 

Loane – “Sans” (teaser) from LOANE on Vimeo.

Loane – “Rien de commun” (teaser) from LOANE on Vimeo.

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Verschiedene erwähnenswerte Neuerscheinungen

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Verschiedene erwähnenswerte Neuerscheinungen

Posted on 29 Februar 2012 by Julian

Catharina Boutari

The Stewardesses – Pussy Empire Hebt Ab

Zugegeben: Es war vor allem der Albumtitel, der meine Aufmerksamkeit erhaschte. Labelsampler von Puder-Dame Catharina Boutari, mit lauter Coverversionen deutscher Popklassiker (von Grönemeyer bis Tokio Hotel alles vertreten), problematisch entpuppen sich einige Stücke wie Major Tom, die zu sehr nach Schulchor klingen. Anderes hingegen ist einfach sympathisch-witzig, wie Türlich, Türlich von Das Bo und Durch Den Monsun klingt auf einmal seltsam erträglich. Pussy Empire Hebt Ab ist wie eine musikgewordene Wundertüte.

Erschienen bei Pussy Empire.

Puder – Puder

Catharina Boutari die Zweite: Interessant an Puder ist vor allem der Einsatz einer Hammondorgel im Soundgewand. Zwischen Ballade und Tanzmusik pendelt die Musik unentschlossen daher, die Backingtracks sind durchweg interessant, die Texte oft völlig uninteressant.

Erschienen bei Pussy Empire.

Hubert von Goisern – Entweder Und Oder

Mit Brenna Tuats Guat legt Alpenrocker und Weltmusiker Hubert von Goisern eine gewohnt urige Single vor, das restliche Album tummelt sich zwischen Blues, Rock und Pop. Wer vor allem das Frühwerk mag, könnte enttäuscht werden, auch Anhänger des Afrikasounds finden hier nicht das Gesuchte; dennoch gehört Entweder Und Oder zu den stärksten Alben des Almöhis. Es lebe das Experiment.

Erschienen bei Capriola / Sony.

Rendezvous – Another Round Please

Rendezvous sind für die Kopfhörer vor allem deshalb interessant, da sie Progressivrock mi Techno und Elektro verbinden. Was im ersten Moment unvereinbar scheint, funktioniert ganz ausgezeichnet, erinnert bisweilen an Jean Michel Jarre, beginnt aber auch auf Dauer ein wenig zu nerven. Wie Jean Michel Jarre.

Erschienen bei Moot Records / G Records Rough Trade.

William Wahl – Wie schön wir waren

Lass es schneien war der Song zur diesjährigen ARD Weihnachtskampagne und war dort häufig zu hören. Die ARD ist auch die Heimat diverser Schlagersendungen. So verwundert es nicht, dass William Wahls Album schwülstig, überkitscht und leider oft nichtssagend ist. Die Songs sind gnadenlos überzuckert, die gut trainierte Stimme steht im Vordergrund, reitet die immer selben Töne zu Tode und platziert sich zwischen den deutschlandtypischen, stetig jammernden Songwritern. Kein Vergleich zu einer Anna Depenbusch, eines Gisbert zu Knyphausens oder den politischen Songwritern der alt 68er Generation. Es dümpelt nervig dahin und gerät schnell in Vergessenheit.

Erschienen bei EMI.

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