Archive | Elektronik

Tonträger der Woche (09): Ensemble Du Verre – The Contemporary Cowboy

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Tonträger der Woche (09): Ensemble Du Verre – The Contemporary Cowboy

Posted on 11 März 2012 by Julian

Comtemporary Cowboy CD Cover

Das Ensemble Du Verre haben wir lange genug übersehen. Plötzlich sind sie uns in die Hände gefallen und es hat lange gedauert, ehe die Worte für dieses wunderbare Album gefunden wurden. Zwei Schlagzeuger, das gefällt uns seit jeher ganz gut. Seien es Genesis in der Seconds Out Ära oder Marble Sheep, zwei Schlagzeuger sorgen für ungeahnte Möglichkeiten. Kommt dann noch ein Fender Rhodes, ein Melotron und ein guter Bassist (Marc Muellbauer vom Julia Hülsmann Trio) hinzu, kann es eigentlich so richtig losgehen. Und auf The Contemporary Cowboy machen Ensemble Du Verre genau das. Die Musik treibt, sprüht vor Einfallsreichtum, erschafft Stimmungen und ist einfach rundum perfekt. Jazz und Elektronik – es werden zwei scheinbar völlig entgegengesetzte Musikrichtungen vermischt: Es entsteht ein wahrhaft episches Album . Großartig.

Erschienen bei Batterie.

Subjektiv:

 ★★★★★ 

Obbjektiv:

 ★★★★☆ 

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Goldfrapp – The Singles

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Goldfrapp – The Singles

Posted on 18 Februar 2012 by Julian

The Singles

Goldfrapp, in Deutschland vor allem für ihre Songs Ooh La La und Rocket bekannt, wechseln das Label und so setzt uns das alte noch einmal ein Album voller Resteverwertung vor. Hierbei handelt es sich jedoch um Singles, leider sind diese aber keineswegs vollständig; so fehlen wichtige Stücke wie z. B. Clowns. Dafür gibt es als Kaufanreiz die Stücke Yellow Halo und Melancholy Sky, die irgendwo zwischen dem Trip Hop des ersten Albums und Supernature angesiedelt sind. Für Fans sicher interessant. The Singles ist dennoch vor allem für Goldfrapp-Neulinge geeignet, liefern einen Querschnitt des bisherigen Schaffens.

Eine ausführlichere Kritik von mir findet ihr bei JMC.

Erschienen bei EMI / Mute / Parlaphone.

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V. A. – Vogelperspektive Vol. 1

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V. A. – Vogelperspektive Vol. 1

Posted on 30 November 2011 by Julian

Vogelperspektive Vol. 1 CD Cover

Vogelperspektive, das sind Alfred Vogel, Simon Frick, David Helbock, Billy Martin (Medeski, Martin & Wood) und andere Musiker, die sich zum gemeinsamen Experimentieren zusammengefunden haben. Dabei handelt es sich aber nicht um eines der Jamsessions, die auf Tonalität baut, sondern die Liebe zum Experimentieren vereint die unterschiedlichen Künstler. Da wären z. B. das wuchtige Jim Crow, elektronsch treibend, schon beinahe konventionell (im Vergleich zu den anderen Stücken, versteht sich), mit grandiosem Violinensolo, oder Man On The Harmonica mit seinem überdeutlichen Ennio Morricone Zitat, aber auch das vorsichtige tasten in Was Übrig Bleibt… Vogels Gespür für den richtigen Ton – in Kombination mit dem richtigen Beat – ist ganz hervorragend. Vol. 1 klingt nach Stockhausen, dem legendären Acid Mothers Temple oder Collection Of Improvising Artists. Frei heraus und ohne musikalische Hemmungen ist Vol. 1 zu einem, man verzeihe mir die Ausdrucksweise, „krassen“ Album geworden.

Erschienen bei Boomslang Records.

Subjektiv:

 ★★★★★ 

Objektiv:

 ★★★★★ 

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udosson miniatures I Cover

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Neue EP von Udosson

Posted on 30 Juni 2011 by Julian

udosson miniatures I Cover

Bereits am 27. Mai 2011 erschien nach dem Debütalbum kurz unter land die zweite Veröffentlichung des Elektronikers Udosson. Miniatures I wird nur als download veröffentlicht und bietet die für Udosson typischen Elemente. Die Ambientstücke sind dabei in keinem Moment langweilig oder beliebig, alle 4 Stücke leben von ihrer intensiven Stimmung, ihrer Verspieltheit und eignen sie sich perfekt, um sich fallen zu lassen.

 

miniatures I from udosson on Vimeo.

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V.A. – Comfort Zone: Luxury Downtempo Grooves Vol. 7

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V.A. – Comfort Zone: Luxury Downtempo Grooves Vol. 7

Posted on 02 April 2011 by Julian

Comfort Zone Vol 7 CD Cover

In der letzten Zeit erscheinen immer mehr ausgezeichnete Chill-Out Sampler, die einen erstaunlichen Wiedererkennungswert haben, wie z.B. die DPI Collection Vol. 12 aus dem Hause Peacelounge oder aber die Comfort Zone Reihe von Repertoire Records. Repertoire sind den Meisten wohl am ehesten als Re-Release Label für Beat- und Progmusik aus den 60er/70er Jahren bekannt, die immer wieder seltene Sachen ausgraben und für wirklich schöne CD Sets bekannt sind. Und auch ihre Chill-Out-Serie reiht sich perfekt in diesen Kontext ein. Auch wenn das Frontcover eine designtechnische Fehlleistung ist, die Ihresgleichen sucht, so hat man es geschafft, 14 fantastische Tracks zu finden, die weit davon entfernt sind, als pure Begleitmusik zu funktionieren. Afterlife, Bombay Dub Orchestra, Ulrich Schnauss und Hyusfall sprechen ihre ganz eigene Sprache. Ist die CD erst im Player, heißt es abtauchen in ein Meer aus Klang und Rhythmus.

Erschienen bei Repertoire Records.

Subjektiv:

 ★★★☆☆ 

Objektiv:

 ★★★☆☆ 

 

 

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Does It Offend You, Yeah? – Don’t Say We Didn’t Warn You!

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Does It Offend You, Yeah? – Don’t Say We Didn’t Warn You!

Posted on 12 März 2011 by Julian

Does It Offend You Yeah Album Cover

Does It Offend You, Yeah? Veröffentlichen mit Don’t Say We Didn’t Warn You! bereits ihr zweites Album und man darf getrost sagen, dass es sich dabei um ein äußerst interessantes Werk handelt. Das Quintett aus England liegt mit ihrem Sound irgendwo zwischen …And You Will Know Us By The Trail Of Dead und The Mars Volta, ohne den überaus komplexen Proganteil. Dennoch komplex genug, gibt es eine Mischung aus Elektro, Rock und Psychedelia zu hören. Eine Attacke auf die normalen Hörgewohnheiten. Gefangen zwischen Early-70s-Hardrock und dem Sound moderner DJs. Interessant und vitalisierend zugleich. Definitiv ein Album, mit dem man sich noch länger beschäftigen wird, ein Album, dass gehört werden will und gehört werden wird. Einzig das Albencover ist… Grenzwertig. Ein überaus gutes Elektroalbum.

Erschienen bei Cooking Vinyl.

Subjektiv:

 ★★★★☆ 

Objektiv:

 ★★★★☆ 

 

 

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Milk & Sugar – The Album

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Milk & Sugar – The Album

Posted on 12 März 2011 by Julian

Milk & Sugar The Album CD Cover

Milk & Sugar auf die Kopfhoerer – wie kann das sein? Immerhin verhält sich die Musik von Milk & Sugar zum Themenschwerpunkt, also Chanson, Jazz und Klassik wie Äpfel zu Birnen. Beides ist Obst und doch so unterschiedlich. Nun, die Neugier hat wohl gewonnen, denn man kann sagen was man will: Hey (Nah Neh Nah) vs. Vaya Con Dios hat seinen Charme. Charme, der dem restlichen Album leider völlig abgeht, in einem Generalangriff von Elektrobumbum. Einzig Has Your Man Got Soul kann da noch an die tolle Single heranreichen, immerhin ein typischer Laufstegsong, dem man auch eine gewisse Nähe zu den späten BeeGees nicht absprechen kann und der schon deshalb einen Platz an meinem Herzen verdient hat. Der Rest wird leider gnadenlos von einer Dancelast erdrückt, hat nicht im Geringsten die Klasse einer Lady GaGa oder das Zeitlose der Pet Shop Boys. Ich bin mir sicher, dass dieses Album vielen Menschen Spaß machen wird – doch leider… Äpfel und Birnen eben.

Erschienen bei Universal.

Subjektiv:

 ★★☆☆☆ 

Objektiv:

 ★★☆☆☆ 

 

 

 

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VA – Le Tour 5

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VA – Le Tour 5

Posted on 16 Januar 2011 by Julian

Le Tour 5 CD Cover

Nach Le Pop 5 nun also auch Le Tour 5 von Thomas Bohnet, dem DJ, der seit Jahren die Tour De France Partys organisiert, also jene Partys, auf denen man zu französischer Musik abhotten kann. Der Hauptunterschied zwischen Le Pop und Le Tour ist sicherlich der musikalische Fokus: Beschränkt sich der Le Pop Sampler auf aktuelle französische Musik, so ist auf den Le Tour Samplern auch mal ein Stück von 2005 dabei und die Musik ist deutlich tanzbarer. Ein Querschnitt aus der Franzosendisko, Partyhits oder Kontor für Frankophile. Gute Laune im Quadrat. L’Homme Parle sind mit ihrer quasi Grünenhymne vertreten, ein politischer Song, keine Frage. Renan Luce, bekannt vom Vorgängersampler, wirft wieder einmal die Frage auf, warum der Franzosenanteil im deutschen Radio bei nahezu 0% liegt. Gleiches gilt für As de Trêfle. Wer da noch miesepetrig in der Ecke sitzt, ist selbst schuld. Die großen Entdeckungen des Samplers sind sicherlich Mélanie Pain und La Grande Sophie. Erstere ist einigen sicher als Sängerin von Nouvelle Vague bekannt, jener Band, die New Wave Stücke im Bossa Nova Sound covert. Ihr eigener Sound: Viel hat er mit ihrer Hauptband nicht gemein. Bläsersätze treffen auf Piano, Hammondorgel und ein luftig-lockeres Schlagzeug. La Grande Sophie hingegen ist etwas besinnlicher. Freilich kein Newcomer, bereits in den 90ern hatte sie einige Hits. Immer wieder erstaunlich, was man alles verpasst… Es folgt Balkan Pop mit Watcha Clan und R-Wan. Das zündet. Babylon Circus, Princess Charmeaux, Féfé und Les Gourmets erinnern den Hörer daran, dass französischer Hip Hop genauso ausgezeichnet ist, wie man ihn in Erinnerung hat. Diese Sprache bietet sich einfach für alles an, was auf Rhythmus und Wortklang basiert. Caravan Palace, nicht minder tanzbar, doch musikalisch komplett entgegengesetzt, verbinden Elektronik und Swing und was DJ Kore & Magic System feat. Khaled da aus der Musik Südafrikas machen, sollte jeder für sich selbst entdecken. Pauline Paris erinnert ein wenig an Gabby Young, zündet nur leider nicht so sehr. Auch reggaeaffine Hörer kommen auf ihre Kosten: Tiken Jah Fakoly feat. Soprano lösen sich wohlig aus dem oft zu gleichförmig klingenden Genre. Nie ganz verstanden habe ich den Hype um Manu Chao – ebenso ergeht es mir folglich mit der Musik Da Silva. Ganz nett ist es allemal. Sehr viel besser gefällt mir da schon miCkey [3d]. Elektropop mit Melodie ist immer wieder toll. Und wenn Le Tour 5 sich mit Benjamin Biolays tiefen, an Gainsbourg erinnernden Stimme verabschiedet, ist der Frankreichfreund bereits vor lauter Glück ins Koma gefallen. Zuckerschock Deluxe.

Erschienen bei Localmedia / Peacelounge.

Tour De France Website.

Subjektiv:

 ★★★★☆ 

Objektiv:

 ★★★★☆ 

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Jenifer – Appelle Moi Jen

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Jenifer – Appelle Moi Jen

Posted on 07 Januar 2011 by Julian

Jenifer Apelle Moi Jen CD Cover

Jenifer Yael Dadouche-Bartoli gehört zu den erstaunlich talentierten Gewinnern französischer Castingshows, denen nach ihrem Sieg nicht nur eine glänzende Karriere bevorsteht, sondern auch eine Emanzipation vom gängigen Pop-Schrott gelingt. Appelle Moi Jen ist ihr bereits 4. Album (zählt man ihr Livealbum nicht mit); den Vorgängeralben gelangen Chartplazierungen vor allem in Frankreich und Belgien (jeweils Top 10), in der Schweiz kam sie immerhin noch in die Top 100; gelegentlich tummelt sie sich auch weiter oben. Auf ihrem aktuellen Album macht sie da weiter, wo Mini Moustache mit L’odeur Du Disco aufgehört haben. Intelligente und doch tanzbare Musik, die in die Beine geht und sich wie ein Candiru (nur eben im Kopf) festsetzt. Und dort bleibt die Musik dann erst mal. Je danse gibt den Weg vor. Weitere Highlights sind L’amour fou, Le dos tourné, À peine und eigentlich das Album als Ganzes. Wer weitere Vergleiche zu anderen Künstlern sucht, darf sich in den intelligenten Tanzplatten der 80er Jahre (z.B. bei Prince) umhören. Hier gibt es keinen Aussetzer, kein Füllmaterial. Dicke Empfehlung!

Erschienen bei Mercury France.

Website.

Subjektiv:

 ★★★★☆ 

Objektiv:

 ★★★★☆ 

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Tonträger der Woche: Live Footage – Willow Be

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Tonträger der Woche: Live Footage – Willow Be

Posted on 05 Dezember 2010 by Julian

Live Footage CD Cover Willow Be

Ein Album wie Live Footages Willow Be wird auch nicht alle Tage veröffentlicht. Topu Lyo spielt Cello und ist für Loops und Effekte zuständig, Mike Thies bedient Schlagzeug und Keyboards. Ein Elektronikalbum mit einige Überraschungen. Das Genre ist seit Jahren durch schlechte Musik übersättigt, seltsame Instrumente erzeugen vor allem schwache Sounds, lediglich durch das Aufkommen des Tenori On gelang es, frischen Wind in das marode Genre zu bringen. Doch wer hätte gedacht, dass es ausgerechnet die biedere Kombination Cello/Drums/Loops sein würde, die auf ganzer Linie überzeugt? Melancholisches wie Fatherado trifft auf tanzbares wie See The Reflection und ii rundet das Album mit sphärischen Klängen ab. Live Footage sollte man im Auge behalten.

Erschienen bei Live Footage Music.

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