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Die neue diekopfhoerer-Wohnung

Posted on 31 Oktober 2014 by Julian

Neue_Wohnung (4)

Es ist endlich soweit: Julian von diekopfhoerer.eu ist mit dem Umzug fertig. Zumindest zu 95 %. Eingerichtet ist alles und weil ich finde, dass alles gelungen ist, berichte ich mal, ganz untypisch für diesen Blog, über private Angelegenheiten.

Seit einigen Jahren fasziniert mich Bauhaus ungemein. Hinzu kommt die Liebe zu italienischen und französischen Filmen der 1960er bis 1980er Jahre. Vor allem Godards “Die Verachtung“, Dario Argentos “Tenebrae”, “Suspiria” sowie “Profondo Rosso“, Mario Bava, Emilio Miraglia und die Filme Jean Rollins gefielen mir farblich und einrichtungstechnisch sehr (später wurden die Ideen dann in Filmen wie Black Swan, Amer oder Masks verarbeitet, die J&B Flasche in der Küche ist ein direkter Verweis auf das filmische Subgenre Giallo, denn dort wird genau dieser Whisky immer getrunken). Alles war in den Farben Rot, Gelb, Schwarz und Weiß gehalten, also an Bauhaus orientiert. Die Farbgebung entspricht übrigens nicht zu 100% den Bauhausfarben, ich nahm mir die Freiheit, mich an der Palette Pop! Magazine zu orientieren, die frischer und moderner wirkt. Neben einer teilweisen bestechenden Modernität gab es aber auch immer wieder den Rückgriff auf traditionelle, verschnörkelte Elemente (Jugendstil). Kerzenleuchter, Gardinen, Spiegel oder Bilderrahmen.

Problematisch war die Suche nach den richtigen Einrichtungsgegenständen. Allein um den (klassischen) Barcelona Chair von Ludwig Mies von der Rohe aufzutreiben, brauchte ich Wochen, denn Möbelhausketten führen ihn nicht. Man kennt ihn teilweise nicht einmal. Auch interessant, was man so alles unter dem Begriff versteht. Nach einer Weile winkte ich bei Alternativangeboten nur noch genervt ab, es kostete nur Zeit, denn teilweise wurden mir Dinge gezeigt … unglaublich. Der Esstisch besteht aus einem alten Fußboden (und Ikea-Böcken). Die CD Regale stammen ebenfalls von unseren schwedischen Freunden, nur wurden sie modifiziert, um dem Bauhausideal zu entsprechen. Die verwendeten Poster gehören zu meinen Lieblingsfilmen (auch eine irre Suche, denn trotz Allposters und Ebay findet man nicht alles auf Anhieb und viele Poster zu schönen Filmen sind leider sehr billig zusammengeschustert) und sind ein Verweis auf die oben genannten Regisseure.

Hinter der Gitarre sieht man die Space-Lampe von Mathmos, ein Klassiker der späten 1960er Jahre. Das Schlafsofa stammt, wie auch die Bogenlampe, aus Dänemark. Die Küche sollte ein großes Problem werden, denn die Schränke wurden mitvermietet. Mit einer Schreibtafel (auch Ikea) wird das kritische Eckregal neutralisiert, die tanzenden Kühe auf der Fensterbank und die Katzenlampe (aus “Zack McKraken” und natürlich “Back To The Future”) eignen sich als neuer Fokuspunkt. Ein weiteres Problem stellte eine Ecke dar, in der zuvor ein Schrank stand. Eine Arbeitsplatte dient nun als Sekretär, dekoriert wurde nach alten Vanitasgemälden (Schädel, Blumen, Vase). Auf den Bildern sind Serge Gainsbourg und Brigitte Bardot zu sehen, von der auch ein großer Print im Badezimmer hängt. Im Flur finden sich Plattencover, diverse Prints und ein Teil meiner Konzertfotos. Im Arbeitszimmer wurde dann das Space Age zelebriert. Eero Aarnios Eye-Ball-Space-Egg-Chair, eine selbstgebastelte Tron-Lampe und diverse Konzertposter mit persönlicher Widmung sowie Originalkunstwerke.

Wichtig war mir, dass das oben genannte Farbschema konsequent durchgezogen wird. Vom Geschirr bis zur Gießkanne wurde nichts gekauft, was aus dem Rahmen fällt, was, zugegeben, eine wirklich nervenaufreibende Angelegenheit war. Aber es hat sich m.E. gelohnt. Und nein, obwohl Norah Jones und Vampire Weekend Poster an den Wänden hängen, bin ich kein Fan der Künstler. Nur die Bilder sind toll. Das Highlight der Wohnung ist übrigens die 25qm Dachterrasse. Ein Traum.

(In manchen Feedreadern werden die Bilder nicht angezeigt, im empfehle folglich den Direktaufruf.)

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10 Alben, die mich emotional beeindruckten

Posted on 07 Oktober 2014 by Julian

tull

Christoph hat mich gebeten, 10 Alben zu benennen, die mich im Laufe meines Lebens emotional am meisten berührten. Ich lasse klassische Alben weg, denn das würde zu weit führen (und auf der Liste wären fünf Plätze mit Wagner-Opern belegt, einer mit Mahler, einer mit Schönberg). Die Nummerierung ist nicht bindend, die Alben gehören nicht unbedingt zu meinen Lieblingsalben, obwohl einige davon natürlich Lieblingsalben sind.

1. Jethro Tull – Thick As A Brick (1972)

In meinem Leben gab es einen ziemlich heftigen Schulwechsel, der mir sehr zusetzte. Und dann hörte ich im Musikunterricht Jethro Tull. Alles musste ich haben und so fiel mir irgendwann Thick As A Brick in die Hände. Irgendwie sprach es mich auch textlich an, gab mir das Gefühl, mit meinen Problemen nicht allein zu sein. Die Gedicht-Story habe ich u.a. sehr ähnlich erlebt. Mein einziger Erfolg damals, ein surreales Gedicht, was meinem Deutschlehrer sehr gefiel, weil es unter allen Beiträgen einzigartig war. Ein Mädel meldet sich und sagt: „Ich finde das hat eine 6 verdient. Das ist gar nicht schön!“ – mal im Ernst: Wie hart muss man drauf sein, um so etwas zu bringen? Das eigene Gedicht war übrigens nicht auf der Liste, oder doch? Auf jeden Fall war es pathetisch ohne Ende.

Bis heute halte ich das Album für perfekt. Es hat kein Highlight, wie Close To The Edge von Yes oder Kings Of Metal von Manowar – eine großartige Melodie fließt in eine andere über, nach 10 Minuten ist man im Sog des Albums gefangen und kann sich nicht mehr befreien. Ebenfalls haben mich damals Blondie (Parallel Lines) und Ton Steine Scherben (Live II) enorm beeindruckt, letztere waren für mich so eine Art Ventil. Live II habe ich seitdem nicht mehr hören können.

2. Willie Nelson – Yesterdays Wine (1971)

Das Übergangsalbum. Wieder ein Schulwechsel und Willie Nelson war der Soundtrack dazu. Die Haare wurden länger, ich trug Stirnband, trieb mich mit Hippies rum. Nelsons Gesang ist einmalig, seine Art, Gitarre zu spielen, einzigartig. Die Schönheit von December Day und Family Bible erschlägt mich jedes Mal.

3. Sophie B Hawkins – Whaler (1994)

Ich befand mich gerade auf meiner ersten Paris-Reise, übernachtete in einem ziemlich heruntergekommenen Raum ohne Fenster (es gab eine Dachluke, zugegeben) oder Toilette, in einer Straße, die nicht einmal auf einem handelsüblichen Stadtplan zu finden war. Wenn ich nicht in der Stadt nach neuen Platten suchte, hörte ich auf Minidisc (!) Whaler. Das zweite Album damals war Folklore von Nelly Furtado. Sophie B Hawkins gehört bis heute zu meinen Lieblingsmusikerinnen, Whaler bewundere ich für seine Sounds (Delphine!), die dezenten Rythmen und natürlich As I Lay Me Down. Nelly Furtado hat leider nicht mehr ganz so gute Alben aufgenommen, aber so schlecht, wie sie oft gemacht wird, ist sie auch wieder nicht.

4. Serge Gainsbourg – L’Histoire de Melody Nelson (1971)

Entdeckte ich auf meiner ersten Paris-Reise. Melody Nelson überzeugt durch seine knappe Spielzeit (25 Minuten), den einzigartigen Sound, der z.B. AIR stark prägte (Virgin Suicides) und das finale Stück, Cargo Culte, dessen unheilvollen Chöre einfach wahnsinnig fiebrig-intensiv sind.

5. Rick Wakeman – The Myths and Legends of King Arthur and the Knights of the Round Table (1975)

Muss ich mich dazu rechtfertigen? Kitsch in seiner reinsten Form vom Goldengel im Glitzercape.

6. The Who – Quadrophenia (1973)

Ein Wackelkandidat. Ich könnte auch Genesis The Lamb Lies Down On Broadway nennen – da liebe ich die zweite CD mit seinen abgefahrenen Klängen, aber derzeit mag ich Quadrophenia minimal lieber. Eine Geschichte die bestimmt jeden Menschen anspricht, der irgendwann in seinem Leben Außenseiter war/ist oder sich nicht mit der Gesellschaft arrangieren wollte/will. Das Schlagzeug von Keith Moon ist so dermaßen gut … (gleiches gilt übrigens auch für Phil Collins auf Lamb). Lustigerweise habe ich das früher gar nicht gemocht und bevorzugte Tommy.

7. Isaac Hayes – Hot Buttered Soul (1969)

Habe ich nach dem Zivildienst entdeckt. Zusammen mit Rufus Thomas und Herb Alpert. Zu diesem Zeitpunkt habe ich nur ganz wenig Musik ertragen, entweder Free Jazz (Ornette on Tenor) oder eben Isaac Hayes, Rufus Thomas, Herb Alpert oder auch Coralie Clement. Hot Buttered Soul hingegen wurde zu einem Überalbum, einem, das seine Wirkung bei keinem Hördurchlauf eingebüßt hat. Wenn Isaac Hayes zu singen beginnt, ist die Welt wieder in Ordnung.

8. Dennis Wilson – Pacific Ocean Blue (1977)

Seltsamerweise eine Platte, die ich viel hörte, als Isaac Hayes starb. Zwar liebe ich vor allem Brian Wilson (Pet Sounds, Surfs Up, Sunflower, Smile), Dennis hingegen hat einen ganz eigenen Kompositionsstil, den man so nicht erwartet. Der Surferboy (Hauptinspiration für Brians Songs) singt eben nicht von Sonne, Strand und Meer, sondern von den Schattenseiten des Lebens. Pacific Ocean Blue, sein einziges Album, war bei seiner Veröffentlichung erfolgreicher als das zur selben Zeit veröffentlichte Beach-Boys-Album und hat es wirklich in sich. Pure Magie. Generell kann man sagen, dass nach Brians krankheitsbedingtem Ausfall vor allem die Songs von Dennis Wilson am meisten überzeugten. Man höre sich nur seine Beiträge auf Carl And The Passions „So Tough!“ an.

9. Midlake – The Courage Of Others (2010)

Für mich das beste Album nach 2000. Eels End Times bewegte mich zwar ähnlich, aber Courage hat noch eine ganz andere Qualität. Es klingt wie das Metaalbum des britischen Folk (von Amerikanern), wurde perfekt komponiert und arrangiert. Die Liebe, mit der es eingespielt wurde, seine aufgefeilten Klänge, vom Schlagzeug bis zum Gitarrenklang, sind einmalig. Ich hatte damals gerade kein Album zum bewerten, interessierte mich eher für Laura Veirs und First Aid Kit, aber als Midlake dann liefen war ich drei Hördurchläufe lang an die Stereoanlage gebunden, konnte nichts anderes tun, als konsequent die Lautstärke aufzudrehen. Auch interessant, wie kompakt die Songs eingespielt wurden, im Vergleich zu ihren Liveversionen (z.B. auf den Denton Sessions).

10. Milva – Dedicato a Milva de Ennio Morricone (1972)

Eine großartige Sängerin singt Songs eines großartigen Komponisten. Eine schwere Entscheidung, denn Astor Piazzollas Libertango gefällt mir ähnlich gut, doch möchte ich Milva den Vortritt lassen. Von ihr erwartet man einfach kein gutes Album, ehe man – nach dem Genuss dieses Meisterwerks – damit beginnt, nach ihren italienischen Sachen zu suchen. Sie war übrigens Piazzollas Lieblingssängerin. Mehr muss man dazu nicht sagen.

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Zooey Deschanel: Neues Album im Herbst

Posted on 13 August 2014 by Julian

Zooey Deschanel She & Him

Photocredit by Sam Jones

Dass Zooey Deschanel neben ihrer Schauspielkarriere auch als Musikerin aktiv ist, hat sich in den letzten Jahren rumgesprochen. Nach den ersten beiden She & Him Alben Vol. 1 und Vol. 2 folgte A Very She & Him Christmas, ein Weihnachtsalbum mit diversen Klassikern, sowie das etwas überproduzierte und melodisch eher beliebige Vol. 3. Eine EP mit abgespeckten Songs richtete aber den negativen Eindruck des Albums und ließ auf ein gutes Vol. 4 hoffen. Doch M.Ward und die New-Girl-Schauspielerin Deschanel gehen andere Wege: Im Herbst, so verkündete man jüngst auf der eigenen Facebookseite,  erscheint nun das Coveralbum Classics, auf dem die Lieblingssongs von Deschanel und Ward interpretiert werden. Nach den geglückten Coverversionen der letzten Alben klingt diese Entscheidung doch zumindest vernünftig,  oder? diekopfhoerer sind jedenfalls gespannt.

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Ödland auf Konzertreise

Posted on 05 Oktober 2013 by Julian

Ödland Pressefoto Galaktoboureko

Photocredit by Lorenzo Papace

Ödland, eine unserer französischen Lieblingsbands, haben mit Galaktoboureko ihr inzwischen drittes Album aufgenommen. In den nächsten Wochen folgt nun eine kleine Konzertreise durch Deutschland und die Schweiz, auf der die neuen (sehr guten!) Songs in leicht veränderten Arrangements vorgestellt werden. Die aktuelle Tourbesetzung besteht aus Alizeé (Gesang, Ukulele), Léa (Violine) und Lorenzo (Bouzouki, Mandola, Baglama, Manjo, Zitter, Piano), auf dem Album wurde zudem mit zwei weiteren Musikern, Mélodie (Querflöte) und Lucie (Cello) gearbeitet.

Musikalische tendiert die Gruppe nun stark in Richtung Rebetiko, ohne dabei aber die Stärken des Sankta-Lucia- und Ottocento-Sounds zu vernachlässigen. Unseren Lesern ist der Besuch eines Konzert wärmstens empfohlen.

10. Oktober 2013: Hannover – Feinkost Lampe

11. Oktober 2013: Leipzig – Noch Besser Leben

12. Oktober 2013: Fürth – Badstraße 8

14. Oktober 2013: Winterthur – Portier

15. Oktober 2013: Zürich – Cafe Henrici

16. Oktober 2013: Waldshut-Tiengen – Stellwerk

17. Oktober 2013: Münster – Picasso Museum

18. Oktober 2013: Duisburg – Grammatikoff

19. Oktober 2013: Unna – Spatz und Wal

20. Oktober 2013: Köln – Lichtung

21. Oktober 2013: Karlsruhe – Private Show (Konzerttagebuch)

Ödland Galaktoboureko (acoustique) from Lorenzo Papace on Vimeo.

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Paid Content: Rock’n’Heim-Tester 2013

Posted on 27 Juli 2013 by Julian

Dieses Jahr findet zum ersten Mal das Musikfestival Rock’n’Heim am Hockenheimring statt. Zwischen dem 16. und 18. August 2013 spielen neben System Of A Down, Volbeat, Nine Inch Nails, Tenacious D, Kvelertak, The Pretty Reckless (die Band von Gossip Girl Taylor Momsen) oder auch Die Ärzte eine Menge mehr oder weniger bekannte Bands. Das Line-Up ist also relativ breit aufgestellt, für rockaffine Hörer gibt es eine Menge zu entdecken. Baden-Württemberg bietet nun die Möglichkeit, Festival-Tester zu werden und zusammen mit drei Freunden die Veranstaltung zu besuchen. Alle weiteren Informationen findet ihr im unten stehenden Video (vorausgesetzt ihr setzt keine Werbeblocker ein).

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Sponsored Post: Roskilde Festival

Posted on 16 April 2013 by Julian

Eigentlich stehen wir ja hauptsächlich für Chanson und Jazz, in den letzten Monaten auch zunehmend für Retro-Rock und Doom-Metal. Festivalberichte sind hier eher selten zu finden, was an meiner persönlichen Abneigung gegenüber Matsch und Zelten liegt. Nun wurde ich gebeten, auf das Roskilde-Festival aufmerksam zu machen. Dänemark als Land sollte man gesehen haben (ein Trip nach Kopenhagen lohnt sich für Mode-, und Kunstinteressierte immer, auch für Musikfans hat die Stadt einiges zu bieten, wie ich vorletztes Jahr feststellen durfte) und warum sollte man so einen Trip nicht mit dem Roskilde-Festival verbinden?

Für die Stammleser unserer Seite ist das seit 1971 stattfindende Festival vor allem dank folgender Bands interessant:

- Calexico

- Dead Can Dance

- Kottarashky & The Rain Dogs

- Kraftwerk

- The Lumineers

- Queens Of The Stone Age

- Sigur Rós

- The Sword

- Uncle Acid & The Deadbeats

- Unknown Mortal Orchestra

- Jonathan Wilson.

Alles Wissenswerte über das diesjährige Festival findet sich im beigefügten, interaktiven Video.

Sponsored by Roskilde Festival.

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V. A. – Songs Of Anarchy: Music From Sons Of Anarchy Seasons 1 – 4

Posted on 10 April 2013 by Julian

SAMCRO Sons Of Anarchy

Wenn es im Moment zwei Serien gibt, bei denen ich es kaum erwarten kann, dass neue Folgen ausgestrahlt werden, dann sind es Homeland (mit Claire Danes und der wunderbaren Morena Baccarin) und Sons Of Anarchy. Gutes Storytelling trifft auf Antihelden, denen man einerseits wünscht, sie würden in den Knast kommen und bei denen man andererseits erpicht darauf ist, zu sehen, welche Dreistigkeit sie sich als nächstes herausnehmen. Deren unmoralisches Handeln dafür sorgt, dass die Welt in ihrem Ort noch einigermaßen in Ordnung ist. Eine Serie die den großen amerikanischen Freiheitsgedanken verkörpert, wie keine andere und die unverblümt zeigt, welche Gefahren der Kapitalismus und Gentrifizierung birgt. Mit der wunderbaren Katey Sagal, die vielen noch als Peggy Bundy bekannt sein dürfte und hier zur Höchstform aufläuft, immer wieder für grandiose Szenen sorgt (z. B. die mit dem Skateboard in Season 1). Der Soundtrack verkörpert die Serie perfekt. Nahezu alle Stücke wurden mit der Band The Forest Rangers neu eingespielt, was trotz verschiedener Sänger für Geschlossenheit sorgt. Unter den Interpreten finden sich u. a. Curtis Stigers, dessen Serienthema ein wahres Highlight ist, Katey Sagal, die wirklich gut singen kann oder die wunderbare Audra Mae. Stücke von Anvil (der sympathischsten Metalband überhaupt), The Lions, Battleme, Franky Perez und The New Roses runden das Paket ab, lediglich Alison Mossharts Interpretation von What A Wonderful World wirkt aufgesetzt (was man nicht erwarten würde) und Los Tiempos Van Cambiando von Franky Perez (ein Dylan-Cover) wirkt beim ersten Hören etwas kraftlos, entwickelt aber seinen ganz eigenen Charme. Songs Of Anarchy hält was es verspricht und bietet, dank Katey Sagal, eine gelungene Überraschung. Fans der Serie sollten zugreifen.

Erschienen bei Sony Music.

Subjektiv:

 ★★★★☆ 

Objektiv:

 ★★★☆☆ 

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Bobo und Herzfeld – Liederseelen

Posted on 05 März 2013 by Julian

Bobo und Herzfeld Liederseelen

Gedichte alter Meister neu zu vertonen hat sich in den letzten Jahren zu einem kleinen Trend entwickelt. Schönherz & Fleer sind wohl das bekannteste Beispiel, doch ist ihre esoterisch angehauchte Musik, trotz allerlei Interpretenprominenz, nicht jedermanns Sache. Schnermann’s Poetryclan war erheblich besser, man verortete die Interpretationen im Jazz, bediente sich allerdings ebenfalls vielen externen Interpreten. Bobo und Herzfeld hingegen ist ein eingeschworenes Team. In der Schnittmenge aus Jazz und Neuer Musik fühlt man sich hörbar wohl. Sie will viel besser zu Gedichten von Eichendorf, Reinick, Meyer oder Rückert passen, als südländisch-gefärbter Esoteriksound zu Rilke. Sebastian Herzfelds Arrangements, die sich u. a. auf das präparierte Piano (wir denken an John Cage), Harmonium, Flöte oder Violine stützen, sind entrückt-faszinierend, vermögen zu fesseln und ziehen den Hörer unmittelbar in seinen Bann. Bobos wunderbare Stimme kommt dadurch besonders gut zur Geltung, in Verbindung mit den alten Gedichten entstehen zauberhaft-romantische Momente, die man in dieser Form sonst nur bei Meret Becker findet (jedoch lauert dort neben dem Schönen auch immer das Schreckliche, das Vanitas-Motiv ist präsenter – etwas, dass bei Liederseelen in dieser Form fehlt). Dennoch: Wem die Sounds auf Beckers Noctambule gefallen sollte ein Ohr riskieren.

Erschienen bei Traumton.

Subjektiv:

 ★★★★★ 

Objektiv:

 ★★★★★ 

 

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Neues Musikvideo von Bat For Lashes – Lilies

Posted on 21 Februar 2013 by Julian

Bat For Lashes In Cambridge Live

Fotograf: Anna Weber, Copyright: EMI Music Group 2012, credited to Anna Weber

Bat For Lashes hat ihr neues Musikvideo veröffentlicht. Musikvideos gibt es ja wie Sand am Meer und doch werden immer wieder kleine Kunstwerke produziert, Kunstwerke, die aus der breiten Masse herausstechen. Man denke an die bezaubernden Filme von She & Him, Jethro Tulls symbolgeschwängertes The Story Of The Hare Who Lost His Spectacles oder auch der neue, niedlich-obskure Output Lilies von Bat For Lashes. Die Kopfhoerer sind entzückt!

Mehr Videos von Bat For Lashes gibt es hier auf tape.tv!

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Neues Musikvideo von Rose: Et puis juin

Posted on 19 Februar 2013 by Julian

Rose Et Puis Juin CD Cover

Rose war hier ab und an mal Thema, ist ihre Musik doch für überdurchschnittliche (Debütalbum, 2006) bzw. solide Qualität bekannt (auch wenn ich da 2009, in der Kritik zu Les Souvenirs Sous Ma Frange, noch anderer Meinung war). Mit Et Puis Juin steht in der Grande Nation nun das neue Album in den Regalen, die gleichnamige Single ist dort schon seit September 2012 erhältlich. Wir in Deutschland scheinen auf den Tonträger noch ein wenig warten zu müssen (außer wir greifen zum überteuerten Import) und schauen uns derweil ihr aktuelles Musikvideo an. Einfach, aber charmant inszeniert zeigt es eine stilvolle Rose, die durch anfangs leere Zimmer streift und zu phantasieren beginnt, textlich dreht sich das Lied anscheinend um Schwanger-/Mutterschaft (wenn mich mein wirklich schlechtes Französisch nicht täuscht). Alles in allem sehr schön anzusehen/-hören

Letzten Freitag ist übrigens die neuen Scheibe von Melanie Pain, Bye Bye Manchester, erschienen, womit man die Wartezeit sicherlich auch gut überbrücken kann …

Rose — Et puis juin – MyVideo

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Und im Hintergrund lief … Sophie B. Hawkins, Did We Not Choose Each Other

Posted on 17 Februar 2013 by Julian

Whaler Hawkins

Um diekopfhoerer wieder etwas mehr zu ihren Ursprüngen zurückzuführen, habe ich mir überlegt, die neue Kategorie Und im Hintergrund lief … einzuführen. Es sollen Songs besprochen werden, die eng mit einem bestimmten Erlebnis im Leben des hiesigen Autors verknüpft sind. Und welcher Songs würde sich am Anfang besser eignen, als Did We Not Choose Each Other aus dem wunderbaren Album Whaler von Sophie B Hawkins? Haben die Begleitumstände doch einen Grundstein für diesen Blog gelegt: Die Liebe zu Frankreich und seiner Musik.

Wer die 90er miterlebt hat, wird mit der Musikerin vor allem As I Lay Me Down verbinden, vielleicht noch Damn, I Wish I Was Your Lover oder Lose Your Way. Insbesondere der erste dieser Song war in den 1990ern omnipräsent in den Radiostationen des Landes. Für mich einer dieser Songs, die ich immer gerne gehört habe, wenn ich mit meinem Vater zu einem bekannten Elektromarkt gefahren bin, den es heute leider nicht mehr gibt. Das Album habe ich dann durch Zufall in der hiesigen Stadtbibliothek entdeckt und ich lieh es mir eigentlich nur wegen des großartigen Covers aus. Jahrelang fristete dann eine billige Kassettenkopie ihr Dasein in meiner damals noch sehr spartanischen Musiksammlung. Damals konnte ich nicht ahnen, dass es fast 10 Jahre dauern würde, ehe ich dem Song wieder über den Weg laufen würde. Es war in einer der späteren Dawsons-Creek-Folgen, an denen Dawson und Joey am College waren und die Serie etwas an Form verlor, ehe das großartige Finale gesendet wurde. Und so sollte ich mir das Album dann doch noch zulegen. Sofort entflammte meine Liebe zu Did We Not Choose Each Other, einem dieser Songs, die man einfach lieben muss. Angereichert mit einem Haufen großartiger Sounds, vom Walgesang über obskure Synthesizer; ja ich schrieb sogar meinen ersten Fanbrief, nur um von der Künstlerin zu erfahren, welche Sounds sie da genau benutzt hat – und ich erhielt Antwort! Kurz vor der 13. Klasse fuhr ich dann in einer Nacht-und-Nebel-Aktion nach Paris. Dazu muss man wissen, dass ich zu diesem Zeitpunkt keinerlei Berührung mit der Sprache hatte, ja nicht einmal wusste, ob mein Gastgeber (oder besser: die Person, bei der ich mich selbst eingeladen hatte) überhaupt in der Stadt sein würde. Erst als der Zug in Paris eintraf, konnte ich sicher sein. Nun, damals wohnte ich wie gesagt privat, in einem kleinen Raum, der in Deutschland niemals Mieter finden würde. Toilette auf dem Gang, ein Fenster (unter dem Dach), das man nur mit einer Schnur öffnen und schließen konnte und als Bett eine Pritsche. Wände mit abgerissenen Tapeten. Und zum allem Überfluss erfuhr ich, dass der Raum eigentlich gar nicht vermietet war … Ja, so war das damals. Und es waren ja auch nur vier Tage. Vier Tage, an denen ich hauptsächlich bei Virgin und FNAC rumhing, CDs und Platten shoppte oder mich in den weitläufigen Straßen des jüdischen Viertels in Paris verlief. Labyrinthgleiche Gassen, ein Hinterhofzimmer in einer Ecke, die nicht einmal auf den Stadtplänen Erwähnung fand! Und am Abend, wenn ich vor Erschöpfung auf meiner Pritsche lag, hörte ich immer wieder diesen Song. Did We Not Choose Each Other rauf, Did We Not Choose Each Other runter. So wurde dieser Song, übrigens zusammen mit Nelly Furtados komplettem Folklore-Album, zum Sound meiner ersten Paris-Reise. Die zweite Reise war dann übrigens viel glamouröser, war mit einer Menge Arbeit verbunden und es stand auch ein ganz anderer Song im Mittelpunkt, über den ich ein anderes Mal berichten werde. Und auch heute noch, fast 10 Jahre später, handelt es sich bei dem Song (und i. Ü. auch bei As I Lay Me Down) um ein Stückchen großartige Musik, das mir den Tag rettet. Seien wir mal ehrlich: Was gibt es schöneres, als an einem bewölkten Frühlingstag im Auto zu fahren, ein sentimentaler DJ legt einen der beiden Songs auf (meistens ist es ja As I Lay Me Down, Mainstreamradio und so …), plötzlich bricht die Sonne durch und es wirdzum Tanz der Endorphine geladen?

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FRANCOMUSIQUE 2012 – Alex Beaupain + Liza Manili auf Tour

Posted on 14 November 2012 by Julian

Photocredit by Bureau Export

Durch Zufall bin ich auf eine interessante Aktion des Bureauexport, Cornelsen und des Institut Francais gestoßen: Dort erschien vor ein paar Wochen ein Sampler, den es für Französischlehrer umsonst gibt und dessen Ziel es ist, Schülern die französische Sprache durch Musik zu vermitteln. Neben den üblichen Verdächtigen wie Brigitte, Amadou & Mariam, Camille, und Nolwenn Leroy  sind dort auch einige weniger bekannte Künstler wie Askehoug oder La Caravane Passe vertreten. Parallel zum Sampler findet ein Schülerwettbewerb statt, bei dem es gilt, ein eigenes Lied mit französischem Text zu komponieren. Um die ganze Sache auch noch anschaulich zu gestalten, befinden sich ab Dezember die Musiker Alex Beaupain und Liza Manili auf Tour. Eine runde Sache! Weitere Infos zum Sampler finden sich hier.

FrancoMusiques Live!
Alex Beaupain + Liza Manili

11.12.2012 DE-Hamburg, Übel & Gefährlich (Turmzimmer)
12.12.2012 DE-Düsseldorf, Forum Freies Theater
13.12.2012 DE-Köln, Die Wohngemeinschaft
14.12.2012 DE-Magdeburg, Moritzhof
15.12.2012 DE-Berlin, Badehaus

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