Mehr als nur Zukunftsmusik: FUTURUM – Gefühl ist alles

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Was ist geblieben, von der Romantik, vom einzigartigen Klang der Hochromantiker? „Jedes Zeitalter, wenn es neue Ideen bekömmt, bekömmt auch neue Augen, und sieht gar viel Neues in den alten Geisteswerken“, urteilte Heinrich Heine vor knapp 200 Jahren und es stellen sich Fragen: Darf man im Hinblick auf gängige Schumann-Interpretationen überhaupt noch von Aktualität sprechen? Wie aktuell ist die Romantik in einer von Reality-TV und Castingshows geprägter Zeit? Gibt es noch einen Platz für alte Ideale? Und ist es nicht vielleicht an der Zeit, mit neuen Augen alte Geisteswerke zu erforschen? Die Männer des Crossoverprojekts FUTURUM sehen mit diesen neuen Augen und hören mit neuen Ohren. Ihre Vorliebe für Schumann und Friedrich, ihre unaufhaltsame Suche nach den romantischen Überbleibseln im 21. Jahrhundert führte sie zur Neoromantik.

17 Kompositionen Robert Schumanns wurden eifrig um- bzw. neuarrangiert, für Rockband bearbeitet. Eine jüngst fertiggestellte Videotrilogie präsentiert eine Einheit aus Caspar David Friedrich, Robert Schumann und aktueller Science Fiction. In einer Welt voller Metall, Glas und Beton findet sich ein moderner Wanderer über dem Nebelmeer wieder, einer, der auf der Suche ist und immer wieder das Wunderbare findet. In der Besetzung Sebastian Lohse (Gesang), Stephan Salewski (Schlagzeug), Christian Keymer (Keyboard), Johannes Hautop (Gitarre) und Florian Salewski (Bass) entsteht dieser Tage ein außergewöhnliches Album. Romantik und Hardrock gehen Hand in Hand, wirken wie alte Brüder. Man tritt das Teilerbe eines Serge Gainsbourgs oder Gary Brookers (Procol Harum) an, Künstlern, denen es bereits gelang, alte Stücke gekonnt zu modernisieren, ohne dabei kitschige Massenmuster zu bedienen. Am 13. September 2014, zum 240. Geburtstag Caspar David Friedrichs, wird das Album FUTURUM – Gefühl ist alles in der Messe Dresden seine konzertante Premiere feiern.

Wer ich bin: Ich schreibe Bücher, forsche zur Massenkultur (Comics!), komponiere, liebe Musik & bin hoffnungslos franko-/italophil.

Woran ich glaube: Wir sollten im Leben danach streben, Narren zu sein. Immer auf der Suche, niemals am Ziel, von Neugier getrieben, mit offenen Augen, Ohren & Geist durch die Welt gehend.

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