Ocean Sound Teaser

Larkin Poe & Thom Hell – The Sound Of The Ocean Sound

Aufmerksamen Lesern wird es nicht entgangen sein: Larkin Poe zählt zu den Bands, die uns besonders gut gefallen. Als vor drei Jahren ihre erste EP Spring erschien, war bereits deutlich heraushören, dass die beiden Schwestern aus Georgia äußerst talentiert sind, ob nun Long Hard Fall, Fairbanks, Alaska oder Burglary – das Material war außergewöhnlich stark und wurde mit viel Leidenschaft eingespielt. Hinzu kam eine Stimme, die selbst die kälteste Seele erwärmen kann. Mit The Sound Of The Ocean Sound erscheint nun nach fünf EPs und einer Live DVD das erste ‚richtige‘ Album. Fünf EPs in nur 3 Jahren ist eine beträchtliche Leistung, bedenkt man die hohe Qualität, auf der sich die Songs bewegen. Das gemeinsame Album mit Thom Hell schafft es dennoch, das bisher eingespielte zu überbieten (oder zumindest der Spring-EP das Wasser zu reichen, dem bisher besten Larkin Poe Ocean SoundAlbum der Songwriterinnen). Insbesondere Megan Lovell, die immer ein wenig im Schatten ihrer Schwester stand, aber nichtsdestotrotz solide Song schrieb (und als Co-Autorin so oder so voll und ganz zu überzeugen wusste), erblüht als Songwriterin. I Can Almost, Wait For Me und Shoulder To Shoulder (zusammen mit Braden Taylor geschrieben) gehören zu ihren besten Songs und stechen auch auf Sound Of The Ocean Sound heraus. Rebecca Lovell überzeugt insbesondere mit ihren Songs Widow’s Walk, I Belong To Love und P. S. I Love You, ein Duett mit Thom Hell. Lovell versteht es einfach, interessante Geschichten zu eingängigen Melodien zu schreiben. Die Idee ein Album mit einem weiteren Songwriter aufzunehmen, erweist sich als Glücksfall, denn Hells Stimme passt perfekt zu der Stimme Lovells, seine Kopfstimme erzeugt Gänsehaut und hat nicht weniger Soul als sein weiblicher Gegenpart. Die Plate ist gut produziert und überzeugt auch im Sound, der in den besten Momenten klingt, als stamme er aus einem Cameron Crowe Film. Apropos Crowe: Russell ‚Gladiator‘ Crowe hat anscheinend auch einen Narren an den Damen aus Georgia gefressen. Man kann es ihm nicht verübeln.

Erschienen bei Edvins Record / Sds – Alive.

Subjektiv:

Rating: ★★★★★ 

Objektiv:

Rating: ★★★★☆ 

Wer ich bin: Ich schreibe Bücher, forsche zur Massenkultur (Comics!), komponiere, liebe Musik & bin hoffnungslos franko-/italophil.

Woran ich glaube: Wir sollten im Leben danach streben, Narren zu sein. Immer auf der Suche, niemals am Ziel, von Neugier getrieben, mit offenen Augen, Ohren & Geist durch die Welt gehend.

Wenn dir der Artikel gefällt, wirst du mein Buch lieben: The Beach Boys - Pet Sounds

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