Nachruf: Kevin Ayers – einer der letzten seiner Art

Kevin Ayers Harvest

Wie wir bereits gestern erfahren haben, ist einer der ganz großen Musiker unserer Zeit, Kevin Ayers, am 18. Februar 2013 von uns gegangen. Ayers gehört zu den Gründungsmitgliedern der Canterbury-Band Soft Machine, zu denen auch Robert Wyatt (Schlagzeug / Gesang) und David Allen (Bass / Gesang) gehörten. Nach seinem Ausscheiden aus der progressiven-jazzigen Gruppe begann er eine Solokarriere, sein wohl größter Erfolg ist das Lied May I aus dem Album Shooting At The Moon (1970). Das ein Jahr zuvor veröffentlichte Album Joy Of A Toy wird vom Rolling Stone Magazin und der Times zu einem der wichtigsten Alben aller Zeiten gezählt und hat bis heute nichts von seiner Faszination verloren. In seiner damaligen Begleitband befand sich u. a. der erst 15-jährige Mike Oldfield, der später mit Alben wie Tubular Bells und Ommadawn Weltruhm erlangt. Neben Oldfield arbeitete Ayers aber auch mit anderen Hochkarätern der Szene zusammen, unter ihnen Nico und Brian Eno.

Der 1944 geborene Musiker lebte lange Zeit auf Ibiza, später sei er nach Südfrankreich gezogen, wo er, so der Spiegel, ein angesehenes Gemeindemitglied war und bis zu seinem Tod lebte. Ayers wurde am Mittwochmorgen leblos in seinem Bett gefunden, er wurde 68 Jahre alt und hinterlässt zwei Töchter.

Wer ich bin: Ich schreibe Bücher, forsche zur Massenkultur (Comics!), komponiere, liebe Musik & bin hoffnungslos franko-/italophil.

Woran ich glaube: Wir sollten im Leben danach streben, Narren zu sein. Immer auf der Suche, niemals am Ziel, von Neugier getrieben, mit offenen Augen, Ohren & Geist durch die Welt gehend.

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