VA – Christmas Rules

Seltsamerweise bisher die einzige Weihnachts-CD, die dieses Jahr ihren Weg in meinen Briefkasten fand. Leider auch noch eine, bei der das Gesamturteil eher durchwachsen ausfällt. Zu den positiven Hörerlebnissen zählen The Shins, Black Prairie feat. Sallie Ford, The Civil Wars, Calexico, AgesandAges, Irma Thomas with Preservation Jazz Hall Band, Eleanor Friedberger, Punch Brothers und Andrew Bird. Ihre Stücke sind individuell, dennoch traditionell, interessant arrangiert und recht kitschfrei. Fun., die mit Sleigh Ride Christmas Rules eröffnen, kann man hingegen direkt skippen. Irgendwo zwischen Disko und besinnlichem Fest – es passt einfach nicht. Gleiches gilt für Baby, It’s Cold Outside von Rufus Wainwright und Sharon Von Etten. Zwei gestandenen Künstler, perfekt gesungen und doch überzeugt lediglich der Von-Etten-Teil. Man vergleiche hier mit der Nelson/Jones-Variante, der She & Him-Fassung oder der Deschanel/Russel-Version. Alle drei Coverversionen haben einfach den gesanglich passenderen männlichen, kratzigeren Duettpartner. Richtig bös‘ wird es allerdings bei Paul McCartney. Was hat dieser Mensch nur alles für die Musik getan? Mindestens so viel wie Brian Wilson. Und doch ist seine Stimme hier einem Stimmchen gewichen. Der Funke will nicht überspringen. Dennoch ist Christmas Rules eine Platte, bei der die guten Stücke überwiegen, ein angenehmer Höreindruck zurückbleibt.

Erschienen bei Universal.

Subjektiv:

Rating: ★★★☆☆ 

Objektiv:

Rating: ★★★☆☆ 

Wer ich bin: Ich schreibe Bücher, forsche zur Massenkultur (Comics!), komponiere, liebe Musik & bin hoffnungslos franko-/italophil.

Woran ich glaube: Wir sollten im Leben danach streben, Narren zu sein. Immer auf der Suche, niemals am Ziel, von Neugier getrieben, mit offenen Augen, Ohren & Geist durch die Welt gehend.

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