binoculers – There Is Not Enough Space In The Dark

Die schwerelosen Sounds Nadja Rüdenbuschs waren mir bisher völlig unbekannt. Zu Unrecht, wie ich feststellen muss, denn was sie da auf ihrem eigenen Label veröffentlicht, ist ganz genau das, wonach ich dieses Jahr wie verrückt gesucht habe. Es erinnert in vielen Punkten an die wunderbare Fredrika Stahl, deren Sweep Me Away eine ähnliche Ruhe ausstrahlt, wie There Is Not Enough Space In The Dark. Der große Unterschied sind jedoch Rüdenbuschs reduziertere Arrangements, die den Songs mehr Luft lassen, sie nicht in einer wuchtigen Instrumentenschlacht begraben – obwohl es hier an Instrumenten nicht mangelt. Dass die meisten Instrumente in Eigenregie aufgenommen wurden, macht mir das Album gleich doppelt sympathisch. Es ist ein unglaublich wattierter Sog, der There Is Not Enough Space In The Dark von anderen Alben des Jahres abhebt. Eine handvoll Ohrwürmer rundet das Gesamtpacket ab. Dem hiesigen Rezensenten gefallen insbesondere Monster, Sister, Song For A River und das Interlude. Insbesondere Song For A River erinnert übrigens an Patty Moon, was für sich genommen eine positive Bilanz ist. Binoculers sollte man sich dringend anhören!

Erschienen bei Insular Music.

Subjektiv:

Rating: ★★★★☆ 

Objektiv:

Rating: ★★★★☆ 


Wer ich bin: Ich schreibe Bücher, forsche zur Massenkultur (Comics!), komponiere, liebe Musik & bin hoffnungslos franko-/italophil.

Woran ich glaube: Wir sollten im Leben danach streben, Narren zu sein. Immer auf der Suche, niemals am Ziel, von Neugier getrieben, mit offenen Augen, Ohren & Geist durch die Welt gehend.

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