Fredda – L’ancolie

Manche Alben bleiben einfach zu lange unbearbeitet auf dem Schreibtisch liegen. So ist Freddas L’ancolie bereits in den ersten Juniwochen veröffentlicht worden. Beeinflusst von Karen Dalton und Vashti Bunyan hat Fredda ihren ganz eigenen Stilmix geschaffen, der durchaus von englischen und amerikanischen Einfluss geprägt ist, dennoch kaum französischer sein könnte. Journal Intime – dessen Text von Marianne Dissard stammt – ist da ein Paradebeispiel. Sobald die Orgel („Tout de Rien …“) ertönt, schwinden die amerikanischen Vorbilder und es bleibt ein Stückchen Musik übrig, das den Nouvelle Chanson verkörpert, wie sonst nur Coralie Clément. Bei Il ne me reste erhält es sich ähnlich, nur das hier überdeutliche Referenzen an Labelkollegin Francois Breut zu erkennen sind. Schwer wird es, sollte man ein ultimatives Stück benennen, denn das Album ist konsistent gut. Kein Meisterwerk, aber überaus schön anzuhören.

Erschienen bei Le Pop Musik / Groove Attack.

Subjektiv:

Rating: ★★★☆☆ 

Objektiv:

Rating: ★★★☆☆ 

Wer ich bin: Ich schreibe Bücher, forsche zur Massenkultur (Comics!), komponiere, liebe Musik & bin hoffnungslos franko-/italophil.

Woran ich glaube: Wir sollten im Leben danach streben, Narren zu sein. Immer auf der Suche, niemals am Ziel, von Neugier getrieben, mit offenen Augen, Ohren & Geist durch die Welt gehend.

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