Archive | Februar, 2012

Verschiedene erwähnenswerte Neuerscheinungen

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Verschiedene erwähnenswerte Neuerscheinungen

Posted on 29 Februar 2012 by Julian

Catharina Boutari

The Stewardesses – Pussy Empire Hebt Ab

Zugegeben: Es war vor allem der Albumtitel, der meine Aufmerksamkeit erhaschte. Labelsampler von Puder-Dame Catharina Boutari, mit lauter Coverversionen deutscher Popklassiker (von Grönemeyer bis Tokio Hotel alles vertreten), problematisch entpuppen sich einige Stücke wie Major Tom, die zu sehr nach Schulchor klingen. Anderes hingegen ist einfach sympathisch-witzig, wie Türlich, Türlich von Das Bo und Durch Den Monsun klingt auf einmal seltsam erträglich. Pussy Empire Hebt Ab ist wie eine musikgewordene Wundertüte.

Erschienen bei Pussy Empire.

Puder – Puder

Catharina Boutari die Zweite: Interessant an Puder ist vor allem der Einsatz einer Hammondorgel im Soundgewand. Zwischen Ballade und Tanzmusik pendelt die Musik unentschlossen daher, die Backingtracks sind durchweg interessant, die Texte oft völlig uninteressant.

Erschienen bei Pussy Empire.

Hubert von Goisern – Entweder Und Oder

Mit Brenna Tuats Guat legt Alpenrocker und Weltmusiker Hubert von Goisern eine gewohnt urige Single vor, das restliche Album tummelt sich zwischen Blues, Rock und Pop. Wer vor allem das Frühwerk mag, könnte enttäuscht werden, auch Anhänger des Afrikasounds finden hier nicht das Gesuchte; dennoch gehört Entweder Und Oder zu den stärksten Alben des Almöhis. Es lebe das Experiment.

Erschienen bei Capriola / Sony.

Rendezvous – Another Round Please

Rendezvous sind für die Kopfhörer vor allem deshalb interessant, da sie Progressivrock mi Techno und Elektro verbinden. Was im ersten Moment unvereinbar scheint, funktioniert ganz ausgezeichnet, erinnert bisweilen an Jean Michel Jarre, beginnt aber auch auf Dauer ein wenig zu nerven. Wie Jean Michel Jarre.

Erschienen bei Moot Records / G Records Rough Trade.

William Wahl – Wie schön wir waren

Lass es schneien war der Song zur diesjährigen ARD Weihnachtskampagne und war dort häufig zu hören. Die ARD ist auch die Heimat diverser Schlagersendungen. So verwundert es nicht, dass William Wahls Album schwülstig, überkitscht und leider oft nichtssagend ist. Die Songs sind gnadenlos überzuckert, die gut trainierte Stimme steht im Vordergrund, reitet die immer selben Töne zu Tode und platziert sich zwischen den deutschlandtypischen, stetig jammernden Songwritern. Kein Vergleich zu einer Anna Depenbusch, eines Gisbert zu Knyphausens oder den politischen Songwritern der alt 68er Generation. Es dümpelt nervig dahin und gerät schnell in Vergessenheit.

Erschienen bei EMI.

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Cäthe – Ding

Posted on 27 Februar 2012 by Julian


Cäthe – Ding von Revolver_Promotion

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Tonträger der Woche (07): Bebe – Un Pokito De Rocanrol

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Tonträger der Woche (07): Bebe – Un Pokito De Rocanrol

Posted on 25 Februar 2012 by Julian

Un Pokito De Rocanrol Bebe Cover

Bebe ist in Spanien ein ziemlich großes Ding. Ihr letztes Album Y stieg direkt auf dem ersten Platz der Charts ein und wurde für mehrere Preise nominiert, unter anderem auch dem Latin Grammy. Un Pokito De Rocanrol hat es verdient, den Erfolg zu wiederholen, wenn nicht sogar zu übertrumpfen. Der Sound ist wirklich schwer zu beschreiben, er ist rau, wild, ungestüm, in-your-face, ein klein wenig geistesgestört und doch Massenkompatibel. Bebe bedient sich bei den verschiedensten Stilrichtungen, mal meint scheint La Mala Rodriguez mit den Ting Tings zu spielen (K.I.E.R.E.M.E.), dann wieder ein wenig Chairlift (ABC), aber auch zu Herzen gehende Singer- / ist Songwriterkunst ist für die Spanierin kein Fremdwort (Sabrás). Un Pokito De Rocanrol ist ein überaus farbenfrohes, eigenwilliges Album geworden, das eigentlich in keiner Sammlung fehlen sollte. Ein Album voller wunderbarer Songs, das sich jedoch nicht eignet, um die spanische Rechtschreibung zu erlernen. Beinahe hätten wir es übersehen!

Erschienen bei EMI.

Subjektiv:

 ★★★★☆ 

Obbjektiv:

 ★★★★☆ 

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VICE presents Rdio Loves Germany Tour

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VICE presents Rdio Loves Germany Tour

Posted on 19 Februar 2012 by Julian

Rdio ist eine Art Onlineradio mit Social-Network-Funktion, das eine Datenbank mit über 12 Millionen Songs bereithält und unter www.rdio.com ab 4,99 Euro zur Verfügung steht. Nutzer können mittels Stream die Musik auf allen Endgeräten abrufen, auch Wirelessgeräte werden unterstützt. Zusätzlich ist es u. a. möglich, Playlists mit anderen Usern zu teilen. Unsere Partner vom VICE Network unterstützen den Deutschlandstart, sie präsentieren die Partytour Rdio Loves Germany und machen in Hamburg, Köln und München halt. Alle weiteren Informationen findet ihr auf dem abgebildeten Flyer; Tickets könnt ihr auf rdio.vice.com gewinnen, dort könnt ihr euch auch für einen kostenlosen Testaccount anmelden.

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Amos Lee – As The Crow Flies

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Amos Lee – As The Crow Flies

Posted on 19 Februar 2012 by Julian

Amos Lee – As The Crow Flies CD Cover

Die titelspendende Krähe kennen wir bereits vom Album Mission Bell auf dem Amos Lee sein Talent als Songwriter unter Beweis stellte. As The Crow Flies ist nun eine EP, die ebenfalls von Joey Burns produziert wurde und während der Albensession der vorangegangenen Veröffentlichung entstanden ist. Das Material ist gewohnt hochwertig, doch merkt man zuweilen, dass Outtakematerial verwendet wurde; die Geschlossenheit von Mission Bell wird trotz der kurzen Laufzeit leider nicht erreicht. Dennoch sollte man die EP nicht verpassen.

Erschienen bei Blue Note.

Subjektiv:

 ★★★☆☆ 

Obbjektiv:

 ★★★☆☆ 

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Goldfrapp – The Singles

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Goldfrapp – The Singles

Posted on 18 Februar 2012 by Julian

The Singles

Goldfrapp, in Deutschland vor allem für ihre Songs Ooh La La und Rocket bekannt, wechseln das Label und so setzt uns das alte noch einmal ein Album voller Resteverwertung vor. Hierbei handelt es sich jedoch um Singles, leider sind diese aber keineswegs vollständig; so fehlen wichtige Stücke wie z. B. Clowns. Dafür gibt es als Kaufanreiz die Stücke Yellow Halo und Melancholy Sky, die irgendwo zwischen dem Trip Hop des ersten Albums und Supernature angesiedelt sind. Für Fans sicher interessant. The Singles ist dennoch vor allem für Goldfrapp-Neulinge geeignet, liefern einen Querschnitt des bisherigen Schaffens.

Eine ausführlichere Kritik von mir findet ihr bei JMC.

Erschienen bei EMI / Mute / Parlaphone.

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Fjoralba Turku – Living, Just Living

Fjoralba Turku – Living, Just Living

Posted on 12 Februar 2012 by Julian

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Tonträger der Woche (06/12): Christoph Stiefel & Lisette Spinnler – Bima Sakti

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Tonträger der Woche (06/12): Christoph Stiefel & Lisette Spinnler – Bima Sakti

Posted on 12 Februar 2012 by Julian

Spinnler Stiefel Bima Sakti

Kennt noch jemand den Country- und Dolly-Parton-Klassiker Jolene? Ein wirklich tolles Stück, bei dem man sich unweigerlich fragt, wie die besungene Frau wohl aussehen mag, denn Dolly Parton war anno 1974 eine hübsche Frau, All-American-White-Trash-Girl sozusagen und diese singt nun über eine Frau, die so hübsch ist, dass sie ihr den Mann mit einem Fingerschnippen auszuspannen vermag? Seltsame Dinge mussten im Trailerpark geschehen sein. Jolene ist übrigens das Eröffnungsstück auf Stiefel und Spinnlers Bima Sakti. Zerbrechlicher hat man das Stück sicher noch nicht gehört. Intensiv ohne Ende. Und auch kein bisschen beschwingt. Viel glaubwürdiger als die Originalversion. Auf Bima Sakti gibt es einiges auf die Ohren, kaum zu glauben, dass es sich dabei wirklich um ein Duo (Klavier / Gesang) handelt. Es klingt nach John Cages Präpariertem Klavier (nicht die einzige entliehene Idee der Neuen klassischen Musik), nach den entlegensten Plätzen unserer Erde, Spinnlers klare Stimme ist die Sirene in diesem Meer aus Klang. Insbesondere das Titelstück Bima Sakti/Isorhythm #25, aber auch In ferne Himmel (Gesanglich ein wenig an Yma Sumac erinnernd) überzeugen und so schaffen es Christoph Stiefel und Lisette Spinnler, dass Eigenkompositionen neben Parton, N’Dour und Sakamoto stehen, ohne dabei zerrissen zu wirken. Intonierte Freiheit.

Erschienen bei Traumton.

Subjektiv:

 ★★★★☆ 

Obbjektiv:

 ★★★★☆ 

 

21.02.2012 CH-Zürich, Moods : CD-Release
22.02.2012 DE-München, Unterfahrt
23.02.2012 DE-Berlin, A-Trane
24.02.2012 DE-Fulda, Jazzfreunde
25.02.2012 DE-Villingen, Jazz Club
26.02.2012 CH-Bern, bee-flat
27.02.2012 CH-Baden, Isebähnli
16.03.2012 CH-La Chaux-de-Fonds, les Murs du Son
31.03.2012 Ch-Solothurn, Kreuz
26.04.2012 CH-Brugg, Mittagsmusik am Gleis 19, 12’30h – 13’15h
28.04.2012 DE-Herrischried, Rotmooshalle
03.05.2012 CH-Basel, Jazzfestival
11.05.2012 CH-Rifferswil, Jazz in Rifferswil
30.09.2012 DE-Frauenfeld, Generations Festival

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Goldfrapp – Yellow Halo

Posted on 10 Februar 2012 by Julian


Goldfrapp – Yellow Halo von EMI_Music

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Blood Ceremony

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Musiktipp & Ian Anderson (Jethro Tull) News

Posted on 07 Februar 2012 by Julian

Blood Ceremony

Erst einmal eine kleine Entschuldigung, dass ich in den letzten Wochen so unregelmäßig diekopfhoerer mit News und Reviews versorge. Das liegt u. a. an der Uni, die im Moment viel abverlangt und ich ständig in der Weltgeschichte rumfahren darf. Und da ich das sehr gerne mache, blogge ich nur dann, wenn Zeit ist. Aber in den letzten Wochen gab es einige Bands, die mir abseits des Blogschwerpunkts sehr ans Herz gewachsen sind. Da wären The Devil’s Blood, deren Special Edition der Wahnsinn ist und natürlich die großartigen Kanadier von Blood Ceremony, der Band um Sängerin, Organistin und Querflötistin Alia O’Brien. War ihr selbstbetitelter Erstling noch etwas durchwachsen, Alia O’Briens Gesang leicht schief und die Orgel quietschig, der Sound eher bei Black Sabbath angesiedelt, so ist Living With Ancients von 2011 die beste Platte, die Jethro Tull nie aufgenommen haben. Insbesondere die Songs The Hermit, Morning Of The Magician und Daughter Of The Sun sind Stücke, die einfach wahnsinnig gut sind. Großartige Hammondsoli, Flötenwahnsinn wie in den besten Aqualung Momenten und Songs, deren Texte von europäischen Horrorfilmen der 60er und 70er Jahre beeinflusst sind. Egal wie gut der neue Ian Anderson Output auch sein wird, ich bin mir schon fast sicher, dass Thick As A Brick 2 (und ihr wisst, wie sehr ich Thick As A Brick 1 verehre) nicht mal im Ansatz an Living With The Ancients heranreichen wird. Die Spielfreude bläst einen einfach um. Seht ihr – beinahe hätte ich es vergessen. Bereits nebenbei erwähnt: Ian Anderson bringt einen Nachfolger zu Thick As A Brick raus. Jawohl. Ein 50-minütiges Progmonster. Ja, richtig gelesen. Der Mann, der vor einigen Jahren noch über Prog hergezogen ist macht wieder das, was er, neben Folkrock, am besten kann. Das Album erscheint übrigens am 30. März 2012, auf CD, CD & DVD, Digital Download und laut Ian Anderson auch auf Vinyl. Parallel dazu wird eine Tournee stattfinden, auf der Ian Andersons Band – nicht Jethro Tull! – TAAB 1 und 2 spielen werden, komplett, so wie wir sie von CD kennen – nur mit einem zweiten Sänger, aber das wird wohl an der ramponierten Stimme des Frontmannes liegen.

Ian Andersons Thick As A Brick 2 erscheint bei EMI, Blood Ceremony erscheint bei Rise Above.

Tourdaten:

17.05.12 Stuttgart, Liederhalle
18.05.12 CH-Zürich, Volkshaus
19.05.12 Augsburg, Schwabenhalle
20.05.12 Berlin, Tempodrom
22.05.12 Mainz, Phönixhalle
23.05.12 Hamm, Alfred-Fischer-Halle
25.05.12 Aurich, Sparkassen-Arena
26.05.12 Siegen, KulturPur Festival
27.05.12 Mannheim, Rosengarten
28.05.12 Nürnberg, Meistersingerhalle
29.05.12 Dresden, Kulturpalast

Trackliste von Thick As A Brick 2:

01. From A Pebble Thrown
02. Pebbles Instrumental
03. Might-have-beens
04. Upper Sixth Loan Shark
05. Banker Bets, Banker Wins
06. Swing It Far
07. Adrift And Dumfounded
08. Old School Song
09. Wootton Bassett Town
10. Power And Spirit
11. Give Till It Hurts
12. Cosy Corner
13. Shunt And Shuffle
14. A Change Of Horses
15. Confessional
16. Kismet In Suburbia
17. What-ifs, Maybes And Might-have-beens

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