Archive | Juli, 2011

Dave Stewart – The Blackbird Diaries

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Dave Stewart – The Blackbird Diaries

Posted on 31 Juli 2011 by Julian

The Blacbird Diaries Dave Stewart

Früher bei den Eurythmics, heute Bluesmusiker – eine lobenswerte Entwickelung. Weniger Lobenswert ist die Umsetzung, mit der sich Dave Stewart deutlich verhebt. Auf The Blackbird Diaries gibt es nichts, was man nicht bereits so oder so ähnlich irgendwo anders gehört hat. Es ist im ersten Moment überraschend, weil die Erwartungshaltung in eine leicht andere Richtung tendiert – aber die positive Überraschung weicht, sobald man merkt, dass die Song alle relativ gleichartig und uninspiriert klingen. Worth The Waiting For ist die positive Ausnahme, ansonsten überraschen die Duette mit Martina McBride und Colbie Caillat. Stevie Nicks hat ihre Pracht verloren – man merkte es bereits auf ihrem letzen Soloalbum und auch sonst gibt das Album nicht viel her. Kein Totalausfall, aber dennoch langweilig. Schade.

Erschienen bei Weapons Of Mass Entertainment / Sony.

Subjektiv:

 ★★☆☆☆ 

Objektiv:

 ★★★☆☆ 

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Michael Giacchino – Super 8

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Michael Giacchino – Super 8

Posted on 30 Juli 2011 by Julian

Super 8 Score Michael Giacchino CD Cover

Das Problem heutiger Filmscores (ein Problem, dass durchaus schon seit Ende der 90er Jahre besteht) ist die Form der Präsentation und in vielen Fällen auch der Komposition an sich. Während die Komposition von Michael Giacchino stimmig ist, sich vom durchschnittlichen Actionscore unterscheidet und durch schöne Melodien auffällt, die auch ohne den dazugehörigen Film bestehen könnten, ist die Präsentation eine einzige Katastrophe. Wir erinnern uns an Lord Of The Rings. Howard Shores Musik gehört sicher zum Besten, was in der Filmmusik bisher geschrieben wurde. Leider fehlten auf dem Score wichtige Cues, manches war übel zusammengeschnitten – eine befriedigende Veröffentlichung folgte erst mit dem 3 CD + 1 DVD Set. Während es zu Star Wars und Italowestern Zeiten normal war, dem Komponisten eine Möglichkeit zu geben, seine Musik als Suite zu präsentieren, krankt Super 8 daran, Stückwerk zu sein. Giacchinos Score enthält 33 Stücke, (davon zwei Tracks, die es nicht in den Film geschafft haben), davon viele Cues unter der 60 Sekunden Grenze. 28 Sekunden? Wirklich? Die Größe des Scores wird so erst zum Ende des Tonträgers deutlich. Wer nicht bereits vorher gefrustet die CD in die Ecke gepfeffert hat, entdeckt als Track 32 die Super 6 Suite, eine immerhin fast sechsminütige Suite, in der die wichtigsten Cuts des Scores sinnvoll arrangiert ein stimmiges Ganzes ergeben, einen Score, der an Fülle und Melodienreichtum an Harry Gregson-Williams oder John Williams erinnert. Es bleibt zu hoffen, dass man Giacchino die Möglichkeit bietet, den Score erneut aufzunehmen, besser abgemischt (die Streicher klingen teils gesampelt – was sie jedoch nicht sind) und als klassische Suite arrangiert.

Erschienen bei Colosseum / Varèse Sarabande / AL!VE.

Komposition:

 ★★★★☆ 

Präsentation:

 ★★☆☆☆ 

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Graveyard – Hisingen Blues

Graveyard – Hisingen Blues

Posted on 30 Juli 2011 by Julian

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Vincent Liben & Berry – Mlle Liberté

Vincent Liben & Berry – Mlle Liberté

Posted on 26 Juli 2011 by Julian

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Tonträger der Woche: Miss Li – Beats & Bruises

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Tonträger der Woche: Miss Li – Beats & Bruises

Posted on 26 Juli 2011 by Julian

Miss Li CD Cover Beats & Bruises

Miss Li dürfte jedem jugendlichen durch ihren Song Bourgeois Shangri La aus der iPod nano Werbung bekannt sein. Seit diesem Spot scheint einiges passiert zu sein, denn ihr Sound ist düsterer geworden. Devil’s Taken Her Man erzählt von einem Mann, der seine Frau zu Brei schlägt (wie einfallsreich!), trotzdem ist der Song so gut gemacht, dass es sogar dem par Geschlecht stigmatisierten Kritiker gefällt und nicht mehr aus dem Kopf geht. Aber auch der Rest des Albums überzeugt auf ganzer Linie. Irgendwo zwischen Blues, Soul, Pop und Ennio Morricone, kindlicher Unbeschwertheit und tiefer Traurigkeit singt sich die Schwedin durch 11 funkelnde Songs, die einen nur so mitreißen (My Man, Arrested). Miss Li ist ganz heißer Stoff, sie zeigt, dass nicht nur junge Britinnen frech und talentiert sein können, man sollte sie nicht überhören.

Erschienen bei Devilduck / Indigo.

Subjektiv:

 ★★★★☆ 

Objektiv:

 ★★★★☆ 

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Sophie Madeleine – Oil & Gold

Sophie Madeleine – Oil & Gold

Posted on 25 Juli 2011 by Julian

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Blondie – Panic Of Girls

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Blondie – Panic Of Girls

Posted on 25 Juli 2011 by Julian

Blondie klingen auf Panic Of Girls so frisch wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Flirrende Synthesizer, fette Drums, in den Hintergrund gemischte Gitarren und eine stimmlich äußerst fitte Debbie Harry: Als sei die Band gerade erst gegründet worden. Es werden keine Versuche unternommen, den alten Stil zu kopieren, man scheint an einem Neuanfang interessiert.

Mein erster Kontakt mit Blondie war ihr Comebackalbum No Exit, das ich einen Sommer lang tothörte. Wäre es auf Vinyl erschienen, es wäre nicht mehr viel übrig geblieben. Sehr bald interessierte mich die Geschichte der Band und ich begann X-Offender, Attack Of The Giant Ants und Parallel Lines zu lieben. Dennoch bin ich von Panic Of Girls maßlos enttäuscht. Dabei ist das Album gar nicht mal schlecht. Teenies könnten es durchaus lieben und auch Nena Fans sollten auf ihre Kosten kommen, so penetrant schallt es aus den Boxen. Die Reggaeballaden wirken nicht mehr stilsicher wie einst, sondern kitschig, Le Bleu erinnert an übelste französische Schlager, einzig Girlie Girlie und Sunday Smile wohntdie alte Größe inne. Auch vor Selbstplagiat schreckt die Band nicht zurück, so versucht man immer wieder Maria zu kopieren und scheitert auf ganzer Linie. Im Rolling Stone stellt ein Autor die Frage, was man von einem Album halten soll, dass bei Amazon für 99 Cent verkauft wird. Ich stelle die Gegenfrage: Was soll man von einem Album halten, das umsonst jeder Ausgabe des Rolling Stone beiliegt…

Erschienen bei EMI.

Subjektiv:

 ★★☆☆☆ 

Objektiv:

 ★★★☆☆ 

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Die Party ist vorbei – Nachruf auf Amy Winehouse

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Die Party ist vorbei – Nachruf auf Amy Winehouse

Posted on 24 Juli 2011 by Julian

AMy Winehouse 1983 - 2011

(C) 2008 Universal Music

Mit dem Tod von Amy Winehouse endet eine Ära, die zwar nicht von ihr eingeläutet wurde, an deren Spitze sie sich aber setzte und ohne die eine ganze Szene undenkbar wäre. Es gab sie bereits vorher, die Retro-Soul-Sängerinnen. Sharon Jones & The Dap Kings (jene Band, die auf Back To Black – den Funk Brothers ähnlich – für den richtigen Sound sorgte), Gnarls Barkley, Nicole Willis & The Soul Investigators und nicht zuletzt Joss Stone, der es in den letzten 10 Jahren auf unnachahmliche Weise gelang, in der musikalischen Irrelevanz zu verschwinden. Amy Winehouse war zur richtigen Zeit am richtigen Ort, hatte das Aussehen und die Präsenz einer Souldiva und verstand es, sich perfekt in Szene zu setzen. Und sie war weiß. Sharon Jones, jene kleine, dicke, schwarze, 55-jährige Sängerin war von jeher eher etwas für Hörer, die sich nicht von Äußerlichkeiten leiten ließen, denen Stimme und Sound mehr wert waren als glamouröse Promofotos einer 20-jährigen. Es ist bezeichnend: Bereits in den 60er Jahren waren es vor allem weiße Sängerinnen wie Dusty Springfield, die den Soul für die weiße Mittelschicht attraktiv machten.

Aber nicht nur ihr Aussehen und ihre Hautfarbe brachten Amy Winehouse den großen Erfolg. Bereits vor ihren großen Hits wie Rehab und Tears Dry On Their Own war sie eine geschätzte Künstlerin, ein in der Jazzszene hofiertes Talent, das es verstand, mit eigenständigem Sound von sich reden zu machen. Ihr Debütalbum Frank: Phänomenal, elektrisierend, vom Blues getrieben. Es war der Stoff, von dem Musikjournalisten des Nachts träumen. Es war die Blaupause zu ihrem Megaseller Back To Black, in dem alle Zutaten bereits beieinander waren. Ein kleiner Musikhistorischer Schatz. Back To Black jedoch brachte den Erfolg außerhalb der Szene. Ihr Styling war schnell Mode, Teens und Tweens trugen Beehive und ihr unnachahmliches 60s Make-Up. Amy Winehouse wurde zur Popikone, zu einem mythischen Wesen, zu denen auch Jimi Hendrix, Michael Jackson und John Lennon zählen. Retro war wieder chic. Amy Winehouse sprach zu ihrer Generation. Sie sprach zu ihr und belog sie nie, sie war immer nur Amy, nicht mehr und nicht weniger. Die Drogen, die von Alkohol und Marihuana auf Crack und Kokain wechselten, gehörten zu ihr wie schon das Heroin zu Billie Holiday. Überhaupt gab es viele Parallelen zwischen diesen beiden Ausnahmetalenten. Sie hatten ihre Fehler und es war ihnen egal, was andere über sie dachten. Das machte sie über andere Künstler erhaben, die ihre Fans belügen, ein Image des Geldes wegen pflegen und sich in vielerlei Hinsicht prostituieren. Ihr Stimmen waren Himmel und Hölle zugleich, bluesig, dämonisch, herzzerreißend. Sie klangen nach durchzechten Nächten, Sex, Alkohol und Zigaretten. Sie waren die Stimmen jener Frauen, vor denen gute Mütter ihre Söhne warnen und denen man dennoch mit Haut und Haar verfällt. Als seien sie den homerischen Epen entsprungene Sirenen.

In den letzten Jahren ihres Lebens war Amy Winehouse jedoch nicht mehr bloß die verruchte Soulsängerin sondern ein Abziehbild ihrer selbst. Aus dem pöbelnden Talkshowgast wurde ein bizarres Wesen mit comichaften Frisuren, falschen Zähnen, wahllosen Tattoos und seltsamen Männerngeschmack. Sie war die torkelnde Vogelscheuche, die, wenn sie überhaupt zu ihren Auftritten erschien, auf der Bühne lallend zusammenbrach, nackt auf ihrem Hotelbalkon tanzte oder sich den peinlichen Karrieren ihre minderjährigen Nichte und ihres Vaters hingab. Ihr Untergang wurde längst in den Medien zelebriert, Rehab war nicht nur ein Lied, es war programmatisch. In den letzten Tagen ihres Lebens, nach dem katastrophalen Auftritt in Belgrad, in dem sie von ihren Fans völlig zu Recht ausgebuht wurde, wirkte sie entspannt, schien keine Gewichtsprobleme mehr zu haben, war aber verbraucht. Ihr Gesicht wirkte schwammig, um Jahre gealtert. Ihr Tod ist die logische Konsequenz eines Lebens am Limit, geprägt von Depressionen, selbstzerstörerischen Liebeleien, Magersucht und Drogen. Kann man Amy Winehouse für ihre Lebensweise einen Vorwurf machen? Wohl kaum. Wer nie in den Genuss einer Depression kam, vielleicht sogar einer derer war, die ihren Verfall gewinnbringend zelebrierten, sollte in den nächsten Tagen besser schweigen. Die Party ist vorbei.

In Gedenken an Amy Jade Winehouse, 1983 – 2011.


Amy Winehouse – Back To Black von universalmusicdeutschland

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(C) 2008 Universal Music

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Amy Winehouse tot aufgefunden

Posted on 23 Juli 2011 by Julian

Soulsängerin Amy Winehouse

(c) 2008 Universal Music

Die Soulsängerin und Stilikone Amy Winehouse, die den Sound der letzten Hälfte der 00er Jahre prägte wie keine andere, wurde leblos in ihrer Wohnung in London aufgefunden. Noch sei unklar, woran die 27-jährige Musikerin verstarb. In den letzten Jahren waren es vor allem ihre Drogenprobleme und ihre Skandalauftritte mit denen sie die Zeitungen füllte.
Winehouse gelang mit ihrem ersten Album Frank ein Achtungserfolg – der einzigartige Sound, der Hip Hop, Motown, Retro Soul und Jazz miteinander verwebte überzeugte die Kritiker, ihr zweites Album Back To Black, produziert von Mark Ronson und eingespielt von Sharon Jones’ Hausband den Dap Kings, löste einen wahren Retro-Soul-Boom aus. Ihre Songs dominierten monatelang die Charts und Soul wurde zum Sound des neuen Jahrtausends, der viele Nachahmer fand. Ein drittes Album sollte im Frühjahr diesen Jahres erscheinen, wurde aber aufgrund einiger Schwierigkeiten mit Alkohol und Drogen und einem nie endenwollenden Entzug verschoben.


Amy Winehouse – Tears Dry On Their Own von universalmusicdeutschland

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Carole King & James Taylor – Live At The Troubadour

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Carole King & James Taylor – Live At The Troubadour

Posted on 23 Juli 2011 by Julian

James Taylor & Carole King  Live At The Troubadour CD Cover

Carole King und James Taylor, sie haben ihren Platz in der Popkultur gefunden, zwei Legenden die der Menschheit eine Menge wunderbarer Stücke schenkten. Ich erinnere mich noch genau an die Momente, an denen ich zum ersten mal You’ve Got A Friend (King) und Fire And Rain (Taylor) hörte. King entdeckte ich im Englischunterricht, Taylor im selben Jahr – fasziniert vom weißen Cover seiner Greatest Hits war es einer der magischen Momente, in denen ein Tonträger zu sagen scheint: „Kauf mich!“ Live At The Troubadour ist eine sentimentale Platte geworden. Sie hat ihrer Stärken (Taylor) und Schwächen (Kings inzwischen recht dünner Gesang – im Bandkontext spürbar). Carolina In My Mind, Something In The Way She Moves oder Fire And Rain – sie haben nichts von dem Glanz verloren, rühren immer noch zu Tränen. Carole King hingegen wirkt verbraucht, nicht lustlos aber stimmlich hilflos, nicht durchsetzungsfähig. Wäre da nicht eine wunderbare Band (Danny Kortchmar, Leland Sklar, Russel Kunkel) und Taylors Harmoniegesang. Dennoch: der sentimentale Moment, der dem Konzert innewohnt und nicht zuletzt die unverschämt guten Kompositionen von klassischer Schönheit sprechen für sich und retten die Platte über die schwächeren Momente hinweg. Besonders James Taylor ist der Lichtblick der Performance.

Erschienen als CD sowie CD/DVD bei Hear Music / Universal.

Subjektiv:

 ★★★★☆ 

Objektiv:

 ★★★☆☆ 

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