Pat Metheny – What’s It All About

Pat Metheny What's It All About CD Cover

Pat Metheny zählt zu den großen Gitarristen unserer Zeit, Imaginary Day ist eines der großen Alben unserer Zeit, die man immer und immer wieder hören kann, die experimentell und doch leicht zugänglich sind, immer wieder von neuem überrascht. Ein großartiger Musiker, dessen Ideenreichtum teils wahnwitzig ist. Und nun nimmt er ein Album auf, auf dem sich lediglich Coverversionen wiederfinden, von Simon & Garfunkel über Burt Bacharach bis hin zu den Beatles ist die Musik seiner Jugend vertreten. Eingespielt des Nachts, ganz allein, nur Seiteninstrumente, keine Stimme, keine Begleitung. Die Umsetzung der Stücke ist hochwertig, doch beschleicht den Hörer stets das Gefühl, nur Interpretationen zu lauschen, es fehlt das Eigene. Die Stimmung ist teilweise da, man spürt die Nacht und die Einsamkeit und doch zündet die Platte nicht. Der Metheny Fan wird ratlos zurückgelassen, wer jedoch eine stimmungsvolle Musik sucht, die nebenbei gehört werden kann, hat in What’s It All About eine technisch perfekte Easy Listening Platte gefunden. Ich als Fan von Metheny und Easy Listening Musik bin etwas unschlüssig. Pipeline ist übrigens ganz groß.

Erschienen bei Warner.

Subjektiv:

Rating: ★★★☆☆ 

Objektiv:

Rating: ★★★☆☆ 

 

 

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Wer ich bin: Ich schreibe Bücher, forsche zur Massenkultur (Comics!), komponiere, liebe Musik & bin hoffnungslos franko-/italophil.

Woran ich glaube: Wir sollten im Leben danach streben, Narren zu sein. Immer auf der Suche, niemals am Ziel, von Neugier getrieben, mit offenen Augen, Ohren & Geist durch die Welt gehend.

One thought on “Pat Metheny – What’s It All About

  1. Hm … ich höre Pat Metheney seit den späten 1970ern und es ist korrekt, dass hier kein typisches Pat Metheney-Album vorliegt, was aber nicht heisst, dass dieses Album nicht trotzdem eine geniale Stimmung und vor allem – durch die ausgefallen Interpretation – eine Art „Da war doch was?“-Stimmung aufbaut, die einzigartig ist. Pat Metheney erzählt Geschichten und beschreibt seine Gefühle – das ist meines Erachtens aber ein paar Lautsprecher mehr wert … ich für meinen Teil war vom ersten Ton an von dem Album gefangen.

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