Attwenger – Flux

Attwenger Flux Austropop CD Cover

Attwenger waren mir vollkommen unbekannt, bis vor ein paar Wochen der zuständige Promoter ihr aktuelles Album schickte. Das ist insofern schade, da mir durch mein Unwissen eine Menge guter Musik entging. Musik zwischen Polka, Volksmusik und Punk, ein Mischmach der unterschiedlichsten Stilrichtungen. Die Besetzung Schlagzeug – Akkordeon – Gesang wird bis ins Letzte ausgereizt, Freunde des österreichisch urigen werden bestens bedient. Das ist gewiss nicht jedermanns Sache, doch geht von der Musik eine ungewöhnliche Faszination aus, die ihre hypnotische Kraft entfaltet und mitreißt. Texte in feinster Mundart machen es dem Österreichfremden schwer, Zugang zu finden, doch birgt sie einen Rhythmus in sich, der sich perfekt zur Musik hinzufügt und den Klangkosmos vervollständigt. Ein interessant-mitreißendes Album.

Erschienen bei Trikont.

Subjektiv:

Rating: ★★★☆☆ 

Objektiv:

Rating: ★★★★☆ 

 

 

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Wer ich bin: Ich schreibe Bücher, forsche zur Massenkultur (Comics!), komponiere, liebe Musik & bin hoffnungslos franko-/italophil.

Woran ich glaube: Wir sollten im Leben danach streben, Narren zu sein. Immer auf der Suche, niemals am Ziel, von Neugier getrieben, mit offenen Augen, Ohren & Geist durch die Welt gehend.

3 thoughts on “Attwenger – Flux

  1. oh je, qualitätsjournalismus???

    attwenger gibt’s seit 20 jahren, das ist mittlerweile das 7. album, wieder mehr weg von den elektronischen experimenten und hin zu rock’n’roll und blues, warum wollen sie nicht in die schublade neue/alternative volksmusik gesteckt werden etcetc…

    eine der wegweisendsten und bedeutendsten bands des deutschsprachigen raums!

  2. Man mag es kaum glauben, aber es ist auch mir nicht möglich, jede Band zu kennen, mir mal eben so 6 (!) CDs aus dem Backkatalog zu kaufen/anzuhören und immer passgenaue Beschreibungen der Musikrichtungen vorzunehmen. Chapeau an den, der das kann und die finanziellen Mittel hat!

    Und der Qualitätsjournalismus… der könnte sich auf das Hauptthema Jazz/Chanson beziehen oder einfach ein Anflug von Ironie sein? Sollte ich irgendwann einmal ein Nebenprojekt zur Musik Österreichs planen, ziehe ich es in Betracht, den Slogan zu ändern, jegliche Ironie zu unterlassen und mir wirklich jede Platte anzuhören, die Musiker des Landes aufgenommen haben.

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