Cäthe – Señorita EP

Cäthe Senorita EP Cover

Kaum in meinem Postfach angekommen, befand sich Cäthes EP Señorita bei mir auf Dauerrotation. In den letzten Tagen wurden sie wirklich rauf- und runtergehört, selten, ganz selten zündete eine Liebe so fix, wie im Fall der kaum 20 Minuten umspannende EP. Dabei ist es gar nicht so einfach, die Musik zu kategorisieren. Pop, Punk, Chanson, Rock – ja sogar leichte Jazzeinflüsse sind zu finden, die EP hat ein unglaublich lebendiges Klangbild, den Instrumenten wird jede Menge Platz eingeräumt, die Musik klingt fett ohne dabei totkomprimiert zu sein. Cäthes Texte sind direkt und dennoch vielschichtig, nie hat man Probleme damit, dem Geschehen folgen zu können. Selbst das Babygebrabbel auf Ding passt und Babys oder Kinder passen auf ernstzunehmenden Alben eigentlich nie. Sicher überstrahlt der Opener Señorita ein wenig die anderen Stücke, aber auch 105 oder Blätter sind wirklich tolle Kompositionen. Vielleicht wird Cäthe von mir ein wenig zu sehr abgefeiert, vielleicht gibt es sogar bessere EPs, aber was sich hier abspielt berührt im Moment etwas in mir, spricht mich ungeheuer an.  Selten in den letzten Monaten bei einer neuen Popplatte so viel Spaß auf so kurzer Laufzeit gehabt.

Erschienen bei Deag Music / Warner.

Subjektiv:

Rating: ★★★★☆ 

Objektiv:

Rating: ★★★★☆ 


Cäthe – Senorita
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Wer ich bin: Ich schreibe Bücher, forsche zur Massenkultur (Comics!), komponiere, liebe Musik & bin hoffnungslos franko-/italophil.

Woran ich glaube: Wir sollten im Leben danach streben, Narren zu sein. Immer auf der Suche, niemals am Ziel, von Neugier getrieben, mit offenen Augen, Ohren & Geist durch die Welt gehend.

5 thoughts on “Cäthe – Señorita EP

  1. Aufgrund des des Albumcovers hatte ich Vorbehalte, da wird mir doch ein wenig zu sehr die Prämisse Sex sells hochgehalten. Musikalisch freilich fällt die Sache nicht zuletzt aufgrund des Überraschungseffektes ansprechend aus. Aber natürlich ist alles ein wenig zu plakativ, das Video erinnert zu sehr ab überdrehten Tabledance. Da wäre weniger mehr gewesen.

  2. Ich finds so wie es ist super. Gerade weil Cäthe ihren Körper nicht versteckt und so mit den Erwartungen der Hörer spielt. Das Musikvideo tut selbiges, die Pornoattitüde ist sicherlich ansprechend aber auch abschreckend, gerade in Kombination mit dem Songtext. Sie besingt ja sozialen Verfall, unterlegt es dann mit eindeutigen Bildern – ich finds toll 😉

  3. Ah, exzellent, Du hast das Cover in hoher Auflösung!

    Nichts gegen die Musik, aber das CD-Cover ist ja wohl tatsächlich am besten 😀 ! Und ich meine, das ist auch nicht als sexuelle Andeutung zu verstehen… hey, jeder liegt so da, wenn er Songtexte schreibt! (Und jeder krabbelt beim Singen im Bikini die Treppen entlang! Okay?)

    Und jetzt entschuldigt mich, ich muss ein Poster drucken!

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