Eels – Tomorrow Morning

Eels Tomorrow MorningE Work Records / V2 / Cooperative Music

Endlich ist es da, das neue Album von Eels. Endlich? Eels Fans können sich dieses Jahr nun wirklich nicht beklagen. 3 Alben, davon eine Doppel CD wurden dieses Jahr veröffentlicht, alle durchweg gut – und dann noch das Überalbum End Times. Jenes Album, das mir durch eine schwierige Zeit geholfen hat, beinahe schon etwas zu spät kam, aber doch eine heilende Wirkung hatte. Insbesondere Little Bird hat es mir bis heute angetan und ich denke E hat auch eine gute Chance auf den Titel Album des Jahres. Tomorrow Morning fängt dort an, wo End Times aufhörte. Nach einem kurzen Instrumentaltrack folgt ein Stück, das in seiner Gesangslinie an Peter Gabriel erinnert. Das etwas nervige Baby Loves Me ist vergessen, sobald Spectacular Girl erklingt. Ein wirklich klasse Refrain ist Herrn Everett da gelungen mit dem Mellotron, den kurz aussetzenden Drums und diesem kratzigen Gesang! Ist die erste Hälfte des Albums noch von einer Aufbruchsstimmung geprägt, ist die zweite Hälfte wieder im festen Griff der Melancholie. Eels gelingt das Kunststück, einen mit jedem Album aufs Neue gefangen zu nehmen, man folgt ihm gerne und seine Texte sind direkt und poetisch zu gleich. Tomorrow Morning schließt den Kreis, die Trilogie ist beendet. Sein prominentester Fan ist übrigens Tom Waits. Mehr gibt’s dazu eigentlich nicht zu sagen.

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Wer ich bin: Ich schreibe Bücher, forsche zur Massenkultur (Comics!), komponiere, liebe Musik & bin hoffnungslos franko-/italophil.

Woran ich glaube: Wir sollten im Leben danach streben, Narren zu sein. Immer auf der Suche, niemals am Ziel, von Neugier getrieben, mit offenen Augen, Ohren & Geist durch die Welt gehend.