Yvonne Catterfeld – Blau im Blau

Sony / Columbia

Manchmal wird man von Künstlern überrascht. Zuerst war es der Film Schatten der Gerechtigkeit in dem Yvonne Catterfeld zu überzeugen wusste, dann war es ihre Single Blau im Blau, die sie bei Inas Nacht sang. Dem dazugehörigen Album kann man sicher viel vorwerfen, aber sicher nicht, dass es deshalb schlecht sei, weil die Catterfeld selbst so nicht komponieren könne. Das müsste man dann auch Barbara Schöneberger oder den Interpretinnen der Burt Bacharach Songs vorwerfen. Oder gleich Willie Nelson (Cindy Walker Album, Stardust Album). Zudem ist hier auch eine Eigenkomposition vertreten. Die Stücke Zeit, Blau im Blau, Wind der nicht weht und das Stevie Wonder Cover sind nett anzuhören, Wer ich bin weist den Weg in die künstlerische Eigenständigkeit, December Prayer klingt nach Musical, ist aber trotzdem schön. Was stört, sind zum Teil die an 30+ orientierten Texte, Xavier Naidoos zu deutliche Handschrift (ist zwar nett, passt aber nicht in den Kontext) und die omnipräsente Gleichförmigkeit. Das Album zeigt den Weg, hin zur Adult-Pop-Sängerin von der man gerne noch ein Album hören möchte. Nur solle das mehr nach Wer ich bin klingen (Chanson!).

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Wer ich bin: Ich schreibe Bücher, forsche zur Massenkultur (Comics!), komponiere, liebe Musik & bin hoffnungslos franko-/italophil.

Woran ich glaube: Wir sollten im Leben danach streben, Narren zu sein. Immer auf der Suche, niemals am Ziel, von Neugier getrieben, mit offenen Augen, Ohren & Geist durch die Welt gehend.

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